Kleine Prinzessinnen

Prinzessin Malila

von Katie Chase
Rezension von Janett Cernohuby | 10. März 2009

Prinzessin Malila

"Cowboy und Indianer" ist ein beliebtes Kinderspiel, besonders unter Jungs. Dabei ist der Wilde Westen aber auch für Mädchen ein spannendes und interessantes Thema. Dessen ist sich auch die Autorin Katie Chase bewusst, weswegen sie in ihrer Mädchenbuchreihe "Kleine Prinzessinnen" ihre Heldin nun in den Wilden Westen reisen lässt. "Prinzessin Malila" heißt das mittlerweile sechste Buch dieser Reihe.

Vor einiger Zeit ist Rosie zusammen mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder im Schloss ihrer Großtante eingezogen. Dort erlebt das Mädchen fantastische Abenteuer und reist in ferne Gegenden und Zeiten, um dort kleinen Prinzessinnen in Not zu helfen. Eines Tages findet Rosie, während sie mit ihrem kleinen Bruder im Labyrinth des Schlossgartens spielt, einen Marterpfahl. Neugierig betrachtet Rosie dieses Relikt der Indianer. Sie ist fasziniert von den Schnitzereinen und Verzierungen und entdeckt dabei auch ein kleines Mädchen. Ob es sich bei diesem um eine kleine Prinzessin handelt? Zur Sicherheit macht Rosie einen Knicks und sagt freundlich Hallo'. Plötzlich erfasst sie der mittlerweile vertraute Strudel und schon kurz darauf findet sie sich in einer fremden Welt wieder. Dort ist es gerade Nacht, als Rosie das auf dem Marterpfahl abgebildete Mädchen trifft. Sie stellt sich als Malila, eine Indianerprinzessin, vor. Doch die beiden haben nicht viel Zeit um sich bekannt zu machen, denn plötzlich tauchen schreckliche Gestalten auf. Malila erzählt Rosie, dass es sich dabei um Alptraumgestalten handelt, die seit kurzem Nacht für Nacht Malilas Stamm bedrohen und Terrorisieren. Der Traumfänger, ein mächtiges Artefakt welches diese Kreaturen fernhalten sollte, wurde gestohlen. Malila vermutet, dass der hinterlistige Kojote mit dem Verschwinden des Traumfängers zu tun hat. Zusammen mit Rosie macht sie sich auf die gefahrvolle Suche nach dem Traumfänger. Dabei reisen sie durch ein Land voller Mystik, Geister und großer Magie. Ihr Weg führt sie schließlich ins Land der Geister, wo sie den Traumfänger in den Händen des Großen Gauklers finden. Um diesen zurückzubekommen, stellt der Große Gaukler den Mädchen eine schier unmögliche Aufgabe. Doch Rosie weiß, wie sie diese lösen und den Großen Gaukler mit seien eigenen Waffen schlagen kann...

Mit "Prinzessin Malila" verfasste Katie Chase einen weiteren spannenden und abenteuerlichen Band der zauberhaften Kinderbuchreihe "Kleine Prinzessinnen". Dieser entführt seine Protagonistin und jungen Leserinnen dieses Mal in das geheimnisvolle Reich der Indianer - wobei man hier ein wenig verallgemeinert. Schon immer verbindet man mit amerikanischen Ureinwohnern Mystik, Naturverbundenheit und mächtige Geister. Auf genau diese Elemente greift auch Katie Chase zurück und lässt ihre Handlung mit diesen Inhalten wachsen. So tauchen die Leserinnen in eine abenteuerliche und geheimnisvolle Welt ein, in der die Menschen nicht nur an Geister glauben, sondern sie auch tatsächlich treffen. So ist Rosies Widersacher dieses Mal kein böser Mensch, sondern ein hinterhältiger Geist. Unterstützung finden sie und ihre neue Freundin Malila bei den Tieren. Vor allem der Kojote, der für die Probleme von Mailias Stamm verantwortlich ist, erweist sich dabei als besondere Hilfe. Er war sich der Auswirkung seiner Tat nicht bewusst und ist deshalb beschämt. Daher erklärt er sich auch sofort bereit, den Mädchen zu helfen.
Somit nimmt der Kojote in der Geschichte eine wichtige Rolle ein, die gleichzeitig eine Art Parabel darstellt. Obwohl man keine böse Absicht hat, kann durch eigene Taten Schaden entstehen. Wenn man aber bereit ist, seine Fehler einzugestehen und versucht, sie wieder gut zu machen, hat man mitunter gute Chancen, heil aus einer brenzligen Situation herauszukommen. Somit kann man diese Geschichte als größere Fabel betrachten, in der die Verfasserin von unüberlegten Handlungen, Reue und Vergebung spricht.

Doch diese Vermittlung von Werten steht nicht zwangsläufig im Vordergrund, sondern wird eher unterschwellig an die Leserinnen weitergegeben. Im Vordergrund des Buches stehen eher das neue Abenteuer des Mädchens Rosie und die Erkundung einer neuen und unbekannten Welt. Diese sind der Autorin sehr spannend und mitreißend gelungen, was dieses Buch zu einem weiteren schönen Band der Reihe macht.

Details

Bewertung

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