Meine große Stickerstadt

von Lauren Farnsworth
Rezension von Julia Sasse | 28. Februar 2016

Meine große Stickerstadt

Kreativität ist eine Eigenschaft, die durchaus gefördert werden kann. Kinder lieben es kreativ zu sein, indem sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich ausleben. Ganz egal ob sie nun malen, basteln oder wie im vorliegenden Fall mit vielen bunten Stickern arbeiten. Mit diesem Buch wird ihnen die Möglichkeit gegeben, Städte und Schauplätze zu bebauen.

Bauwerke verschiedenster Art üben eine große Anziehungskraft auf Kinder aus. Burgen und Schlösser oder eine Raumstation stehen hier sicher an einer der vorderen Stellen. Dieses Motto greift das vorliegende Buch auf und bietet den Kindern diverse Schauplätze, an denen magische und zauberhafte Bauwerke geschaffen werden können. Zehn Settings stehen hier grundsätzlich zur Verfügung: Ein Palast aus Tausendundeiner Nacht, eine Burg mit Landschaft, ein Baumhaus, ein Eispalast, ein Strandhäusern am Strand, ein hoher Turm, eine Raumstation, ein Kiosk mit Grünfläche und Straße, ein Steampunk-Setting sowie ein Stadt-Panorama bei Nacht. Diese Bilder können nun durch und mit Stickern ergänzt werden. So ist es Kindern möglich, neue Gebäude zu bauen, indem sie diverse Dächer, Giebel, Bausteine, Fenster oder Türen verwenden. Autos, Hubschrauber, Spielsachen und weitere Objekte lassen sich nahtlos integrieren.
Prinzipiell wurden die einzelnen Sticker-Bausteine für bestimmte Settings bestimmt, jedoch ist es jedem Kind selbst überlassen, ob es das Luftschiff nun in die Steampunk-Umgebung einfügt oder es doch lieber einen Ausflug in die Ritterzeit machen lässt. Die Autoren betonen, dass die Kinder ihre eigene Welt bauen sollen. Sie sollen bestimmen, wie es aussehen soll und sollten alles variieren können, wie sie es möchten. Für jene, die nach dem vorgegebenen Muster bauen möchten, gibt es die Angaben von Seitenzahlen bei den zugehörigen Bauteilen, dennoch gilt auch hier: Es ist alles erlaubt.

Die Qualität der Sticker ist in Ordnung. Sie lassen sich zwar wieder vom Blatt lösen, allerdings leiden die Ecken und Kanten natürlich unter dem Gebrauch der Kinderhände, die noch nicht allzu vorsichtig zugreifen können.
Die Settings sind farbenfroh und abwechslungsreich. Sie sind voller Möglichkeiten, sich Geschichten dazu auszudenken und die Welt nach eigenem Gutdünken aufzubauen. Der Fantasie werden hier im möglichen Rahmen keine Grenzen gesetzt. Somit können kleine Entdecker und Baumeister ein eigenes Buch gestalten, was ihnen mit Sicherheit viel Freude bereitet.
Das Softcover wirkt farbenfroh und robust, empfohlen wird es ab fünf Jahren und schult nebenbei das Verständnis für Formen und Farben. Menschen gibt es hier keine, da diese nicht im Mittelpunkt stehen. Letzterer ist das Gefühl ein Bauherr zu sein, der eigene Welten schafft.

"Meine große Stickerstadt" ist ein abwechslungsreiches und farbenfrohes Buch mit zehn unterschiedlichen Schauplätzen, die mit 350 Stickern nach eigenem Gutdünken beklebt und bebaut werden können. Das Heft ist definitiv für kreative Kinder ab fünf Jahren zu empfehlen.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Anspruch:
  • Illustration:

Könnte Ihnen auch gefallen: