Laurenz und der Stein der Wahrheit

von Michaela Holzinger
Rezension von Janett Cernohuby | 29. März 2012

Laurenz und der Stein der Wahrheit

Die Wahrheit ist eine komplizierte Angelegenheit. Es ist schwer, die Wahrheit zu sagen, aber manchmal auch, wahre Worte zu akzeptieren. Genauso schwer ist es aber auch, diese zu erkennen. Wäre es da nicht schön, wenn man ein Hilfsmittel hätte, mit dem man eben jene Wahrheit erkennt? Der Junge Laurenz hat zwar solch ein Hilfsmittel, dieses verwickelt ihn aber unversehens in ein gefährliches Abenteuer. Von selbigem erzählt Michaela Holzingers Buch "Laurenz und der Stein der Wahrheit".

Laurenz Eltern sind Anwälte und haben einen sensationellen Fall in Amerika übernommen. Deswegen muss Laurenz seine Sommerferien nun im Salzkammergut, in Gmunden, bei seiner Großmutter verbringen. Anfangs ist er gar nicht begeistert davon, hat er seine Großmutter zuvor doch nie kennengelernt. Doch Laurenz merkt schnell, dass seine Oma recht locker und ungezwungen ist und schon bald fühlt sich der Junge in seinem Feriendomizil wohl. Aber schon bald geschehen seltsame Dinge. Bei einem Waldausflug folgt Laurenz einem seltsamen Summen, das ihn zu einem Steinkreis führt. Dort findet er einen eigenartigen Stein, den er mit nach Hause nimmt. Nun beginnt das Abenteuer erst richtig, denn Laurenz kann plötzlich Tiere verstehen. Durch diese seltsame Gabe lernt er kurz darauf die Geschwister Simon und Miri kennen. Doch die seltsamen Ereignisse beginnen sich zu mehren: Laurenz hat seltsame, täuschend realistische Träume; der seltsame Stein, den er bisher um seinen Hals trug, hinterlässt eine Brandwunde auf seiner Brust und unheimliche Schattengestalten verfolgen den Jungen. Als die drei Kinder beim Spielen einen geheimnisvollen Raum im Haus der Großmutter entdecken, fügen sich die seltsamen Puzzleteile zu einem Bild zusammen und Laurenz erkennt, dass er für eine große und gefährliche Aufgabe auserwählt wurde. Er soll Mordag, das Schattenwesen besiegen, welches vor vielen Jahren Elfen, Feen und Zwerge verbannt hat. Zum Glück hat Laurenz seine Freunde Simon und Miri an seiner Seite, die ihn tatkräftig unterstützen...

"Laurenz und der Stein der Wahrheit" ist ein wunderschönes und vor allem spannendes Abenteuer für Leser ab zehn Jahren. Kurzweilig geschrieben, entführt die Handlung nicht nur nach Gmunden im Salzkammergut, sondern in eine geheimnisvolle Alte Welt, voller Magie, Fabelwesen und Bösewichter. Viele Rätsel und Geheimnisse warten auf die jungen Leser und werden von den drei jungen Helden nach und nach gelöst, beziehungsweise gelüftet. Dabei steht eines immer im Vordergrund: Spannung und fesselnde Unterhaltung. Die Autorin lässt keine Langeweile durch überflüssige Beschreibungen oder Schilderungen aufkommen. Gleichzeitig enthüllt sie auch immer nur so viel, wie die Handlung gerade benötigt. So bleibt die Spannung bis zum Ende gewahrt.
Die Handlungsfiguren des Buches sind sehr einfach, aber dennoch mit genügend Tiefe dargestellt. Im Mittelpunkt steht natürlich Laurenz. Er wirkt zu Beginn ein wenig verunsichert, fast verschreckt. Vielleicht liegt das an der zu Beginn beschriebenen Distanz zu seinen Eltern und den Sticheleien seitens seiner Mitschüler aus dem Internat. Doch durch seine zwei neuen Freunde, Miri und Simon, lernt er schnell Vertrauen zu fassen. Nicht zur zu sich selbst, sondern auch zu anderen.
Miri und Simon sind ein Geschwisterpärchen, wie man es sich vorstellt. Sie halten zusammen, helfen einander und Streit ist für sie ein Fremdwort.
Neben den Kindern gibt es auch einige Erwachsene, die ihre Auftritte im Buch haben. Allen voran natürlich die Großmutter von Laurenz. Sie ist zwar schon alt, aber dennoch junggeblieben, flippig und vielleicht ein bisschen seltsam, aber extrem liebenswert. Sie hat einen ebenso bunten Freundeskreis, aus dem vor allem der "irre Ire", wie die Kinder ihn nennen, Magnus hervorsticht. Er erzählt den Kindern ein wenig von keltischen Sagen und Fabelwesen und hilft ihnen so ein bisschen, ihre Aufgabe zu lösen.

Kurz gefasst ist "Laurenz und der Stein der Wahrheit" ein kurzweiliges und spannendes Kinderbuch für Lesebegeisterte ab zehn Jahren. Michaela Holzinger verwendete für dieses altbekannte Fabelwesen sowie Sagen und lässt um diese ein neues Gewand entstehen. Für Kinder die an solchen Geschichten Gefallen finden, ist das Buch ein heißer Tipp. Denn Langeweile oder mangelnder Lesespaß kommt bei dieser Geschichte ganz bestimmt nicht auf.

Details

  • Autor/-in:
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    02/2012
  • Umfang:
    156 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    11 Jahre
  • ISBN 13:
    9783851976632
  • Preis:
    10,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
    Keine Bewertung
  • Gefühl:
    Keine Bewertung

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