Die drei ???

Das Ritual der Schlangen

von Christopher Tauber, Calle Claus
Rezension von Stefan Cernohuby | 31. Oktober 2019

Das Ritual der Schlangen

„Die drei ???“ gibt es seit in Deutschland seit dem Ende der 1960er. Seitdem haben die Bücher nicht nur optisch mehrere Wandlungen durchgemacht, es gibt mittlerweile auch deutschsprachige Autoren, eine eigene Kids-Serie und eine Mädchen-Pendant, die dieser nachempfunden ist. Und seit einiger Zeit gibt es auch Graphic Novels. So wie der aktuell vorliegende Band „Das Ritual der Schlangen“, der mit Magie und mysteriösen Ereignissen aufzuwarten weiß.

Justus‘ Tante Mathilda ist eher für ihren Kirschkuchen bekannt als für ihre Involvierung in Abenteuer. Diesmal jedoch ist sie es, die die drei ??? höchstpersönlich zu ihrem Fall eskortiert. Denn Mathilda nimmt gemeinsam mit dem Investor Vincent Stark, Journalistin Philippa Rhodes und dem Immobilienmakler Mr. Vanderbilt an einem Ritual namens Serpentulum teil – die jungen Detektive unterstützen sie dabei. Doch alles geht schief. Das Ritual hinterlässt eine schreckliche Prophezeiung, nach der für alle Beteiligten alles in Tränen, Chaos und Zerstörung enden soll. Als daraufhin auch noch die am Ritual beteiligten Schlangen gestohlen werden, sind alle beunruhigt. Doch niemand will die Hilfe der jungen Detektive. Erst als Tante Mathilda sie selbst für den Fall engagiert, können sie zu ermitteln beginnen. Sie finden schnell heraus, dass zwischen dem Immobilienmakler, der Journalistin, dem Investor und Tante Mathilda ein überraschender Zusammenhang besteht – und dieser führt dann letztendlich auch zur Auflösung des mysteriösen Kriminalfalls...

Die drei ??? und Magie? Prophezeiungen, Übernatürliches und Rituale sind natürlich etwas, das Justus Jonas aufs Schärfste kritisiert und keinesfalls für bare Münze nimmt. Dementsprechend geht er auch an den Fall heran. Und selbstredend hat er Recht, auch wenn er das eine oder andere Mal Kritik und Rückschläge einstecken muss – und sogar mehr laufen, als er es gerne hätte. Die Handlung ist unterhaltsam und spannend, die Auflösung des Falls dauert eine ganze Weile und die Nebencharaktere sind amüsant konstruiert. Auch die Illustrationen der Graphic Novel sind gelungen. Zwar werden die jungen Detektive etwas anders dargestellt als beispielsweise in der „Junior“-Reihe oder in früheren Bildern, aber die Zeichnungen und insbesondere die Kolorierung besitzen einen ganz eigenen Charme. Auch die Tatsache, dass man wie in den „ganz alten“ Bänden von einem Filmregisseur mit den Initialen A. H. begrüßt wird, überrascht positiv. Lediglich eine Ungerechtigkeit im Buch wird etwas heruntergespielt und sehr einfach aufgelöst – zu einfach, wie man behaupten könnte. Davon einmal abgesehen ist der Band, der ab zehn Jahren empfohlen wird, sehr gut gelungen und kann allen jungen Fans der Hauptreihe nur ans Herz gelegt werden.

 

„Das Ritual der Schlangen“ ist eine Graphic Novel der Reihe „Die drei ???“. Das Skript stammt von Calle Claus und Christoph Tauber, die von Asja Wiegand beim Lettering unterstützt wurden. Das Ergebnis ist ein sehr schön gestalteter Band mit einer spannenden, humorvollen und auch stimmungsvollen Geschichte. Ein Werk, das man der jungen Leserschaft definitiv ans Herz legen kann.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Illustration:

Könnte Ihnen auch gefallen: