Joschi, der Mäuseheld

Antolin Quiz
von Henrike Wilson, Katja Reider
Rezension von Janett Cernohuby | 30. Januar 2011

Joschi, der Mäuseheld

Welches Kind erlebt nicht in seinen Träumen die spannendsten und gefährlichsten Abenteuer? Und welches dieser Kinder hat dagegen bei Tag nicht mindestens genauso viel Angst, wenn Mama und Papa sie alleine lassen? Der Held des vorliegenden Bilderbuches ist auf jeden Fall so ein Mäusekind. Doch werfen wir einen Blick auf "Joschi, der Mäuseheld".

Joschi ist der mutigste kleine Mäuserich auf der ganzen Welt. Zumindest in seinen Träumen. Denn da tritt er den gefährlichsten Tieren entgegen, überquert reißende Flüsse und erlebt so manch andere Abenteuer. Aber in Wirklichkeit ist Joschi eher ein Stubenhocker. Doch als seine Eltern eines Tages Vorräte sammeln müssen, ändert sich für den kleinen Mäuserich so einiges. Er braucht die beiden nicht begleiten, sondern kann allein zu Hause bleiben. Alleine? In dem großen Haus? Joschi ist gar nicht wohl bei diesem Gedanken. Doch da kommt auch schon sein Freund Anton vorbei und zusammen gehen die beiden an den Fluss zum spielen. Da passiert es. Der Fluss reißt die beiden Mäusekinder mit sich und in letzter Sekunde können die beiden ans rettende Ufer gelangen. Doch nun sind sie weit weg von daheim. Ihr Heimweg führt durch einen dunklen und unheimlichen Wald, in dem es geheimnisvoll raschelt und knackt. Bis sie schließlich über ein langohriges großes Etwas stolpern. Doch es ist nur Hase Möhrchen, der die beiden Mäusekinder sicher nach Hause begleitet.

Mit "Joschi, der Mäuseheld" präsentiert der Coppenrath Verlag ein wunderschönes und liebevolles Kinderbuch. Die Handlung thematisiert Angst und Mut; wie man in seinen Träumen das eine hat, in der Wirklichkeit jedoch dem anderen unterliegt. Gleichzeitig zeigt die Autorin Katja Reider aber auch, dass man trotz Angst mutig sein kann. Denn wie wir Erwachsene wissen, schützt uns oft Angst davor, eine Dummheit zu begehen oder warnt uns vor Gefahr. Genau das lernen Joschi und sein Freund Anton in der vorliegenden Geschichte. Obendrein erfahren sie auch, dass der Mut eines anderen helfen kann, die eigene Angst zu überbrücken. Denn wenn Joschi unsicher ist, reicht ihm Anton seine helfende Hand und umgekehrt. So erleben sie beide ein äußerst spannendes Abenteuer, aus dem sie mit gegenseitiger Hilfe erfolgreich hervorgehen.
Die großflächigen, wunderschönen Zeichnungen sind äußerst stimmungsvoll. Gekonnt setzt Henrike Wilson dunkle und helle Farben ein, um so die jeweilige Szene zu unterstreichen. Der Heimweg durch den dunklen Wald wird getragen durch dunkle Grüntöne und vermittelt so eine bedrückende Stimmung. Im Gegensatz dazu ist die wilde und lustige Fahrt der Mäusekinder im Boot mit hellen und leuchtenden Farben gezeichnet und bringt dadurch deutlich den Spaß der kleinen Helden zum Ausdruck. Die Illustrationen wurden also nicht einfach nur gemalt, sondern passen sich sehr gut der jeweiligen Situation an.

Kurz gefasst ist "Joschi, der Mäuseheld" ein wunderschönes Bilderbuch, welches von Mut und Angst, ebenso von Freundschaft und gegenseitiger Unterstützung erzählt. Stimmungsvolle Illustrationen und eine äußerst unterhaltsam erzählte Geschichte ergänzen sich hervorragend und machen das Bilderbuch zu einem wahren Vorlese- und Betrachtergenuss. Eltern können hier also bedenkenlos zugreifen.

Details

Bewertung

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