Die Pferdeklinik

Freundinnen Forever

von Katrin Kaiser
Rezension von Janett Cernohuby | 24. Januar 2009

Freundinnen Forever

Was ist Freundschaft und wer ist ein wahrer Freund? Zwei Fragen die sich in der Theorie leicht beantworten lassen. Anders sieht es dann aber im wirklichen Leben aus. Ist die Person, mit der ich meine Zeit verbringe, mit der ich Hobbys und Interessen teile auch wirklich ein wahrer Freund? Wahre Freunde erkennt man meistens erst dann, wenn sie auch in schwierigen Situationen zu einem stehen. Eine Erfahrung die auch Sarah, die Protagonistin der Jungmädchenreihe "Die Pferdeklinik", machen muss.

Sarahs Pflegepony Sascha hat sich von der schweren Operation erholt und seine Narben sind gut verheilt. Auf Anraten der Tierärztin beginnt Sarah langsam wieder mit den täglichen Ausritten. Noch immer hilft Sarah in der Marienwaldklinik bei der Betreuung der kranken Pferde und Ponys. Als eines Tages ein berühmtes Turnierpferd eingeliefert wird, darf Sarah sogar dessen Pflege übernehmen. Körperlich scheint das Tier gesund zu sein, doch sein Besitzer bittet die Ärztin trotzdem, sich das Tier genau anzusehen. Währenddessen ziehen dunkle Wolken am Himmel auf und trüben Sarahs Glück. Immer öfters beschwert sich ihre Mutter, dass Sarah viel zu viel Zeit in der Tierklinik verbringt. Viel lieber würde diese es sehen, wenn Sarah ausgehen würde und einen Freund hätte. Auch Sarahs Freundin Jenny scheint sich gegen sie gestellt zu haben. Diese verbringt auf einmal nämlich viel Zeit mit dem Assistenzarzt und vergisst sogar Sarahs Geburtstag. Als dann auch noch das Pflegepony Sascha anfängt durchzudrehen, ist Sarah am Ende ihrer Kräfte. Sie fühlt sich allein gelassen, doch an wen kann sie sich wenden? Ihre Freundin Jenny scheint sie ja abgeschrieben zu haben. Oder täuscht sich das Mädchen da nicht vielleicht?

Mit dem zweiten Band "Freundinnen forever" führt die Autorin die Ereignisse um die Pferdeklinik Marienwald und das junge Mädchen Sarah fort. Nachdem die Leser im ersten Buch mitverfolgten, wie Sarahs Pony Sascha an schweren Koliken erkrankte und nur durch eine Notoperation gerettet werden konnte, erfahren sie nun von dem guten Heilungsprozess. Doch Sascha rückt in diesem Band stark in den Hintergrund und alles dreht sich um seine Pflegerin Sarah. Auch nach den Sommerferien arbeitet sie noch mit großer Freude in der Klinik und kümmert sich um die kranken Pferde. Doch das führt zu großen Streitereien mit ihrer Mutter. Diese war schon nicht begeistert, dass Sarah die Operation ihres Ponys durch einen Ferienjob in der Klinik finanzierte, aber dass ihre Tochter auch jetzt noch dort arbeitet, kann sie überhaupt nicht verstehen. Ihr wäre es lieber, wenn Sarah sich für Mode, Jungs und Partys interessieren würde, wie es jeder Teenager tut. Zum Glück kann Sarah auf die Unterstützung ihres Vaters zählen. Als es erneut zu einem großen Streit zwischen Mutter und Tochter kommt, wird deutlich, dass mehr hinter dem Widerwillen der Mutter steckt. Doch das hält die Autorin einstweilen noch zurück.
Neben den Problemen mit den Eltern, wird dem Leser auch mehr über Sarahs Freundschaften erzählt. Zwar wissen wir bereits aus dem ersten Band, dass die Sarah und Jenny eng befreundet sind, doch wie stark das Band zwischen ihnen ist, wird erst mit diesem Buch deutlich.
Aber nicht nur Sarah wird näher beschrieben, auch die anderen Handlungspersonen nehmen Gestalt an. So erfährt man mehr über die Leiterin der Klinik und auch Ben, der missratene Sohn der Empfangsdame. Könnte sich hier vielleicht eine Liebesromanze zwischen der Protagonistin und dem zukünftigen Musiker andeuten?
Fesselnd, mitreißend und gefühlvoll erzählt die Autorin von den Ereignissen in und rund um die Pferdeklinik. Dabei passt sie die Sprache ihres Zielpublikums an und verzichtet auf langatmige Beschreibungen und Erklärungen. Die Handlung schreitet zügig voran und baut von Anfang an einen gleichbleibenden Spannungsbogen auf. Voller Neugier liest man Seite für Seite, um zu erfahren, woran das berühmte Turnierpferd nun erkrankt ist und wie Sarah mit den Problemen in Freundes- und Familienkreis fertig wird. Auch der Titel ist sehr modern gestaltet. "Freundinnen forever" ist genauso, wie unsere Jugend heute spricht: halb englisch, halb deutsch. Ob einem das nun gefällt, muss jeder für sich entscheiden. Aber der guten Geschichte und mitreißenden Handlung tut das keinen Abbruch.

Zusammengefasst liegt mit "Freundinnen forever" ein mitreißender und fesselnder Jungmädchenroman vor. Erneut begleiten die Leserinnen die Pferdebegeisterte Protagonistin bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit in der Tierklinik, bangen um die erkrankten Pferde und freuen sich über deren Genesung. Wer bereits große Freude an dem ersten Band hatte, sollte den zweiten auf jeden Fall lesen. Er ist nicht minder gut gelungen.

Details

  • Autor/-in:
  • Band:
    2
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    07/2007
  • Umfang:
    169 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    10 Jahre
  • ISBN 13:
    9783505123030
  • Preis:
    7,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Humor:
    Keine Bewertung
  • Gefühl:
    Keine Bewertung

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