Drei miese, fiese Kerle

Antolin Quiz
von Paul Maar, Susann Opel-Götz
Rezension von Janett Cernohuby | 25. Januar 2009

Drei miese, fiese Kerle

Gespenster sind unheimlich, gruslig und bringen einen um den Schlaf. Dabei sind diese Ungeheuer nicht nur nachts aktiv, auch tagsüber treiben sie mit den Menschen ihren Schabernack. Doch das kann auch ganz schön nervig sein. Denn unter ähnlichen Problemen leidet auch die Hauptfigur in dem Bilderbuch "Drei miese, fiese Kerle".

Konrad lebt mit seinen Eltern in der wohl schlechtesten Gegend, die man sich vorstellen kann. Doch zu ihren Nachbarn zählen keineswegs Familien aus den untersten Gesellschaftsschichten. Nein, ihre Nachbarn sind drei schrecklich fiese wie nervige Gespenster. Naja, eigentlich gibt es nur ein Gespenst. Die anderen sind ein dickes Ungeheuer und ein blasser Nachtmahr. Zusammen haben sie es sich im rußigen Schloss gemütlich gemacht. Von da aus erschrecken sie mit größter Freude Wanderer, die sich in diese unwirtliche Gegend verirren. Als eines Tages mal wieder mit lautem Tatü-Tata der Krankenwagen am Haus von Konrad vorbeifährt, hat dieser von den drei Gespenstern endgültig die Nase voll und beschließt, zum rußigen Schloss hinüber zu gehen und die drei zu verjagen. Seine Eltern geben ihm noch wertvolle Ratschläge auf den Weg und schon macht sich der kleine Held auf den Weg zum rußigen Schloss. Mit wüsten Drohungen versuchen die drei den unerwünschten Gast zu vertreiben. Doch Konrad lässt sich von ihnen nicht einschüchtern und setzt seinen Weg unbeirrt fort. Am Schloss angekommen trifft er auf eine seltsam karierte Katze, die ihm sagt, wie man die Gespenster besiegen kann. Denn Konrad hat nur eine Chance, wenn er jedem einzeln gegenüber tritt. Gesagt, getan und so stellt er sich der gefährlichen Herausforderung. Doch nun fürchten sich die Wanderer nicht mehr vor drei Gespenstern, sondern vor einer riesigen karierten Katze. Das ist Konrad egal, denn er hat das seltsame Tier in sein Herz geschlossen.

"Drei miese, fiese Kerle" ist eine etwas andere Gespenstergeschichte. Zwar beinhaltet auch sie klassische Elemente wie unheimliche Gestalten, mutige Geisterjäger und einen schweren Kampf, doch wird die Geschichte eher mit einem sarkastisch-zynischen Unterton erzählt. Konrad ist dabei aber weniger ein mutiger Held (wenngleich er doch ziemlich unerschrocken den Ungetümen gegenüber tritt, als vielmehr ein genervter Bewohner eines Hauses, der die ständigen Fehltritte seiner Nachbarn nicht mehr ertragen möchte.
Das Buch ist mit ganzseitigen Zeichnungen hinterlegt. Diese unterstreichen das gerade gelesene und erzählen noch einmal die jeweils geschilderte Passage. Dabei überwiegen Brauntöne die Farbgebung der Bilder. Die Personen sind weniger schön, sondern eher unförmig und mit markanten Zügen gezeichnet. Das alles macht das Buch weniger niedlich und somit wohl eher für Jungs interessant. Allgemein wird die Geschichte eher junge Leser ansprechen. Gruslige Geister, gefährliche Abenteuer, rußige Schlösser - das sind keine Elemente, die sich Mädchen in ihren Geschichten wünschen.

"Drei miese, fiese Kerle" aus der Feder Paul Maars ist ein unterhaltsames Bilderbuch für Jungs. Mit sarkastisch-zynischer Erzählweise schildert der Autor die Abenteuer des Jungen Konrads, der sich auf den Weg macht, drei Gespenster zu vertreiben.
Ein schönes Kinderbuch mit einer etwas anderen Geschichte.

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