Kleine Prinzessinnen

Die Regenprinzessin

von Katie Chase
Rezension von Janett Cernohuby | 24. Januar 2009

Die Regenprinzessin

Wenn man das Wort Prinzessin hört, denkt man meistens an wunderschöne junge Frauen, die in einem Schloss leben. Doch Prinzessinnen gab es nicht nur bei uns in Europa. Es gab sie überall auf der Welt. Auch Katie Chase weiß das, weswegen sie ihre Leserinnen mit der Buchreihe "Kleine Prinzessinnen" schon in die exotischsten Länder entführte. Nun nimmt sie ihre jungen Leserinnen mit nach Afrika, zu der "Regenprinzessin".

Rosie und ihr kleiner Bruder Luke haben Post von ihrer Großtante bekommen. Diese reist gerade durch Kenia und schickt ihren lieben daher ein paar Urlaubsgrüße. Als Rosie in der Schlossbibliothek nach einem Atlas sucht, um ihrem kleinen Bruder zeigen zu können, wo genau nun Afrika liegt, entdeckt sie eine kleine Statue. Könnte das eine der kleinen Prinzessinnen sein? Rosie sagt freundlich "Hallo", macht einen Knicks und findet sich kurz darauf in einer flachen, verdorrten Grasebene wieder. Um sie herum waren knorrige Dornenbäume und vor ihr lag ein kleiner Fluss. Sofort ist ihr klar, wo sie sich befindet; in Afrika. Etwas weiter den Fluss runter sieht sie eine Gruppe Frauen, die gerade Wasser mit ihren Tonkrügen ins nahe gelegene Dorf transportieren. Bei ihnen ist auch ein Mädchen in Rosies Alter, das sich als Prinzessin Imena vorstellt. Sie nimmt Rosie mit in ihr Dorf und erzählt ihr, dass eine große Dürre den Fluss austrocknen lässt. Zwar versucht Imena mit ihren Regentänzen Regen heraufzubeschwören, doch seit einiger Zeit funktioniert der alte Zauber nicht mehr. Wenn sich das nicht bald ändert, muss Imenas Familie das Land verlassen. Rosie überlegt, wie sie ihrer neuen Freundin helfen kann. Als sie eines Nachts dem Hexendoktor des Dorfes folgt, macht sie eine folgenschwere Entdeckung.

Katie Chase Jungmädchenbücher unterhalten nicht nur, sie vermitteln auch ein Stück Allgemeinwissen. In jedem Buch reist ihre Protagonistin Rosie in ein anderes Land, lernt deren Traditionen und Lebensweisen kennen und hilft ihnen obendrein aus schwierigen Situationen. So bekommen die jungen Leserinnen ein Stück Wissen vermittelt, das sie anregt, mehr über das jeweilige Land und dessen Kultur zu erfahren. Diese Motivation Wissen zu sammeln, versteckt die Autorin geschickt in ihren Büchern.
Dabei bleibt sie ihrem Konzept treu. Da Mädchen Rosie lebt mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder im Schloss ihrer Großtante. Diese hinterließ dem Mädchen eine geheimnisvolle Nachricht, dass sich viele kleine Prinzessinnen im Schloss versteckt hielten. Immer wieder entdeckt Rosie eine jener Prinzessinnen, besucht sie und lernt ihre Lebensweise und Kultur kennen. Dabei erlebt sie spannende Abenteuer und kehrt am Ende wieder in ihr eigens Zuhause zurück.
Das vorliegende Buch ist bereits der vierte Band der Reihe "Kleine Prinzessinnen". Rosie hat mittlerweile schon einige Abenteuer erlebt und die jungen Leserinnen haben sie in ihr Herz geschlossen. Neugierig verfolgt man jedes neue Abenteuer des Mädchens. Jedoch hat man bisher über die Familie von Rosie nur wenig erfahren. Das ist nicht weiter schlimm, steht doch das Mädchen im Vordergrund. An ihrer Seite ist immer eine Prinzessin und neue Freundin, die sie in dem jeweiligen Land besucht. Hier muss sie nicht nur Abenteuer bestehen und schwierige Aufgaben lösen, sondern lernt auch Land und Leute kennen.
Die Geschichten sind für Mädchen ab acht Jahren geschrieben. Dementsprechend sind Ausdruck, Sprache und Zeichensatz an deren Alter angepasst. Große Buchstaben und klare Absätze erleichtern das Lesen und ermutigen dazu. Schwarz-Weiß-Illustrationen lockern den Fließtext auf und zeigen Szenen aus dem jeweiligen Abschnitt.

Insgesamt liegt mit "Die Regenprinzessin" ein sehr schöner vierter Teil vor. Diesmal begleiten die Leserinnen die Protagonistin in das heiße Afrika. Für Fans ist auch dieser Band unentbehrlich.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
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    Keine Bewertung

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