Kleine Prinzessinnen

Der Zauberpfirsich

von Katie Chase
Rezension von Janett Cernohuby | 24. Januar 2009

Der Zauberpfirsich

Japan, das Reich der aufgehenden Sonne, bunten Mangas und wunderschönen Geishas. Schon immer hat uns Europäer diese geheimnisvolle, tief mit der Tradition verwurzelte Nation fasziniert. Daher ist nicht verwunderlich, wenn für eine Schulaufführung eben jenes Land als Thema gewählt wurde, so wie es auch an Rosies Schule der Fall ist.

Doch das Mädchen weiß eigentlich gar nichts über Japan. Wie soll sie dann bei der Schulaufführung etwas über dieses Land vorführen? Doch zum Glück ist ihre Großtante viel in der Welt herumgereist und hat dabei Japan nicht ausgelassen. Rosie findet einen japanischen Fächer - doch was ist da auf der Vorderseite abgebildet? Eine kleine japanische Prinzessin, die unter einem Baum sitz! Höflich macht Rosie einen Knicks und sagt "Hallo", so wie ihre Tante es ihr in einem Schreiben auftrugt. Und ehe es sich das Mädchen versieht, steht sie auf einmal in einem wunderschönen Garten, mit einem weißen Kimono bekleidet und die Haare zu einer kunstvollen Frisur aufgesteckt. Kurze Zeit später sieht sie die japanische Prinzessin, die zuvor auf dem Fächer abgebildet war. Diese ist ganz erstaunt, dass Rosi sie sehen kann. Denn die Prinzessin wurde von einer Wassernixe verzaubert und ist nun unsichtbar. Die Wassernixe hat die Gestalt der Prinzessin angenommen und gibt sich jetzt als diese aus. Rosie verspricht der Prinzessin zu helfen und der hinterhältigen Wassernixe Einhalt zu gebieten.

"Der Zauberpfirsich" ist der dritte Band der Reihen "Kleine Prinzessinnen". Die Hauptfigur, Rosie, lebt mit ihren Eltern im Schloss ihrer Großtante. Diese hat mal wieder das Reisefieber gepackt und bittet die Familie, in ihrem Heim nach dem Rechten zu sehen. Für Rosie hat sie noch eine besondere Nachricht hinterlassen. Überall im Schloss sind kleine Prinzessinnen versteckt, die Rosie höflich grüßen soll. Und jedes Mal, wenn das Mädchen dies tut, wird sie von einem Wirbel gepackt und in das Land jener Prinzessin getragen. Dieses Mal verschlägt es sie also nach Japan, wo sie einer kleinen Prinzessin gegen einen mächtigen Flussgott und eine niederträchtige Wassernixe hilft.
Dabei bleibt die Autorin ihrem bisherigen Stil treu. Nach einer kurzen Einleitungsgeschichte reist die Protagonistin in ein fremdes Land aus längst vergangener Zeit. Hier erfährt sie, dass bereits ihre Großtante mit der Großtante der jeweiligen Prinzessin befreundet war. Auch steckt jede Königstochter, die sie besucht, in der Klemme. Kurz entschlossen bietet Rosie ihre Hilfe an und erlebt spannende Abenteuer.
Die Serie ist für junge Leserinnen ab acht Jahren geeignet. Dementsprechend sind die Geschichten einfach und deutlich strukturiert. Es gibt keine verwirrenden und weitverzweigten Handlungsstränge. Auch Intrigen und Komplotte sind nicht zu finden. Stattdessen präsentiert sich den Leserinnen eine wunderschöne, märchenhafte Geschichte, die wohl jedes Mädchen selber einmal erleben will.
Sprache und Zeichensatz sind an das Niveau junger Leserinnen angepasst. In großen Buchstaben und klarer Textstruktur präsentiert sich die Geschichte. Zudem werden diese Texte immer durch eine Schwarz-Weiß-Illustration aufgelockert. Diese zeigt Ausschnitte der gerade gelesenen Passage.
Das Buchcover ist in passenden Farben zum jeweiligen Bandtitel gehalten. So erstrahlt "Der Zauberpfirsich" in samtig-apricotfarbenem Ton. Darauf abgebildet die Prinzessin der jeweiligen Geschichte.

Zusammengefasst liegt mit "Der Zauberpfirsich" ein wunderschöner, vierter Band der Reihe "Kleine Prinzessinnen" vor. Einmal mehr entführt die Autorin ihre jungen Leserinnen in eine märchenhafte Welt, voller Prinzessinnen und Gefahren. Wer die ersten beiden Bände bereits sein Eigen nennt, sollte auch am dritten Band nicht vorbeigehen.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Humor:
    Keine Bewertung
  • Gefühl:
    Keine Bewertung

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