Lesezug

Auf die Bälle! Anpfiff! Los!

Antolin Quiz

1. Klasse
von Hannes Hörndler, Simone Leiss-Bohn (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 27. Januar 2020

Auf die Bälle! Anpfiff! Los!

Viele Kinder haben Spaß am Fußballspiel. Manch einer spielt im Verein, manch anderem reicht es, mit seinen Freunden auf dem Schulhof oder Spielplatz zu kicken. Auch Georg, der Held des vorliegenden Erstlesebuchs, liebt Fußball. Doch leider hat er noch ein kleines Problem…

Fußball macht Spaß - vor allem im Verein

Georg spielt total gerne Fußball. Leider muss er das oft alleine spielen, da seine Freunde andere Hobbys haben und sich nicht für Fußball begeistern können. Zwar rennt Georgs Hund gerne dem Ball nach, doch er kaut lieber auf ihm herum. Also bleibt dem Jungen nichts anderes übrig, als alleine den Ball hin und her zu schießen. Und schießen kann er ziemlich scharf und weit. Leider klappt das mit dem Treffen nicht so gut. Der Ball landet nie dort, wo Georg es beabsichtigt, sondern eher in der frisch gebackenen Torte oder im Vogelhaus. Das kann so nicht weitergehen, findet Papa und meldet Georg im Fußballverein an. Doch Georg ist nicht begeistert. Was, wenn ihn dort keiner mag, die Kinder nicht nett sind und das Training keinen Spaß macht?

Lesezug: Auf die Bälle! Fertig! Los!

Fußballstarkes Erstlesebuch

Hannes Hörndler erzählt in „Auf die Bälle! Anpfiff! Los!“ eine unspektakuläre Geschichte, die viel Bezug zum Kinderalltag hat. Im Mittelpunkt steht Georg, ein ganz normaler Junge. Er spiel gerne Fußball, hat Freunde und eine tolle Familie. Einzig ist von denen niemand ein geeigneter Mitspieler und auch Georgs Fußballgeschick lässt zu wünschen übrig. Was liegt da näher, als ihn in einem Verein anzumelden? Während Georgs Eltern diese Idee vorschlagen und auch gleich in die Tat umsetzen, ist der Junge selbst sehr misstrauisch. Hier webt Hannes Hörndler erneut ganz alltägliche Kindergefühle und auch Ängste ein. Das, was Georg zunächst über seinen Beitritt zu einem Sportverein denkt, geht sicherlich vielen Kindern durch den Kopf. Als Neuer irgendwo anzufangen, ist immer komisch und bringt viel Unsicherheit mit. Doch Georg merkt, dass seine Sorgen umsonst waren. Im Fußballverein gefällt es ihm sofort und die anderen Kinder nehmen ihn in ihrer Mitte auf. So macht die Geschichte gleich noch etwas Mut.

Lesezug: Auf die Bälle! Fertig! Los!

Das Buch erschien innerhalb der Erstlesereihe „Lesezug“ und richtet sich an Kinder der 1. Klasse. Auf ihre Bedürfnisse ist die Geschichte perfekt abgestimmt. Das fällt vor allem beim Textumfang auf. Zunächst findet sich auf jeder Seite nur eine Zeile Text. Das steigert sich mit der Zeit und schon im zweiten Kapitel sind es zwei und später sogar drei Zeilen Text. Hier wurde im Vorfeld eine sehr realistische Einschätzung im Hinblick auf die Lesekompetenz getroffen. Denn Kinder in der ersten Klasse lernen gerade erst die Buchstaben, ebenso wie diese zu Worten zusammenzufügen. Will man sie motivieren, ein Buch zu lesen, wird man nur wenig Erfolg mit umfangreichen Texten haben. Doch hier fällt es ganz leicht, Kinder zum Lesen zu motivieren. Und am Ende sind sie unglaublich stolz, wenn sie ein ganzes Kapitel, ja sogar ein ganzes Buch alleine gelesen haben.
Doch nicht nur im Hinblick auf den Textumfang richtet sich das Buch an die Bedürfnisse von Erstlesern, sondern auch in seiner Gestaltung. Große Illustrationen begleiten den Text, der ebenfalls groß und in österreichischer Fibelschrift gedruckt ist. Damit richtet sich das Buch natürlich an eine österreichische Leserschaft. Das wird auch in der Verwendung der österreichischen Grammatik und Wortschatzes deutlich.

Das Erstlesebuch „Auf die Bälle! Anpfiff! Los!“ greift ganz alltägliche Kinderthemen auf und verpackt sie auf eine unterhaltsame Weise in einer Geschichte. Fußball selbst ist ein Dauerthema, mit dem sich viele Leser auch identifizieren können. Durch seine große Fibelschrift und der geringe Textmenge, die sich pro Kapitel langsam steigert, ist das Buch sehr gut für Kinder der 1. Klasse geeignet.

Details

Bewertung

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