Arthur und die verbotene Stadt

von Luc Besson
Rezension von Janett Cernohuby | 01. Februar 2009

Arthur und die verbotene Stadt

Luc Besson ist ein Name, bei dem man sofort an erfolgreiche Filme wie "Subway", "Leon - der Profi" oder "Das fünfte Element" denkt. Der französische Produzent hat es geschafft, sich durch zahlreiche Filme, Werbespots und Musikvideos einen Namen zu machen. Passend zu seiner aktuellen Produktion "Arthur und die Minimoys" hat der Baumhaus Verlag die dazugehörigen Bücher veröffentlicht. Unter ihnen "Arthur und die verbotene Stadt", welcher der zweite Band von "Arthur und die Minimoys" ist.

Nachdem Arthur im ersten Buch durch geheime Aufzeichnungen seines Großvaters von der Existenz der Minimoys erfahren und sich selbst in eines der nur wenig Millimeter großen Wesen verwandelt hat, begibt er sich im zweiten Band mit Prinzessin Selenia und ihrem Bruder Bétamèche auf die Suche nach der verbotenen Stadt Nekropolis. Hier herrscht der grausame Maltazard, der früher der Anständigste und Beste unter den Minimoys war. Leider veränderte sich sein Charakter vom gutmütigen zum tyrannischen und grausamen Wesen, weswegen er vor langer Zeit von seinem Volk verstoßen wurde. Maltazard hat dies nie vergessen und sinnt auf schreckliche Rache. Genau das wollen die drei mutigen und tapferen Helden verhindern. Nach einer langen und abenteuerlichen Reise erreichen sie schließlich Nekropolis. Hier versuchen die Helden so unauffällig wie möglich den Weg zum Palast zu finden. Dies schaffen sie zwar, werden dann aber von Maltazards Wachen entdeckt und gefangen genommen. Im Gefängnis eingesperrt, trifft Arthur auf eine Person, bei der er schon die Hoffnung aufgegeben hatte, sie je wieder zu sehen. Doch aus dem Gefängnis von Nekropolis gibt es kein Entrinnen. Verzweifelt suchen die drei nach einer Möglichkeit, dem grausamen Maltazard doch noch das Handwerk legen zu können. Wird es ihnen gelingen? Und was ist mit dem legendären Schatz, auf dessen Suche sich einst Arthurs Großvater gemacht hat?

Mit "Arthur und die verbotene Stadt" hat Luc Besson nicht nur eine schöne Fortsetzung der Geschichten um die kleinen Wesen geschaffen, er beweist auch, dass er einiges mehr kann, als erfolgreiche Filme zu drehen. In kind- und jugendgerechter Sprache entführt er seine jungen Leser in die fantastische Welt der nur wenige Millimeter großen Wesen Minimoys'. Der Autor versteht es, sein junges Publikum durch eine ansprechende, kurzweilige Erzählung in den Bann zu ziehen. Dabei verzichtet er auf ausführliche Beschreibungen von Personen und Orten, die für junge Leser eher eintönig und langatmig erscheinen könnten. Stattdessen fesselt er sein Publikum durch eine flüssig erzählte und zügig voranschreitende Geschichte, die gefüllt ist mit lustigen und klaren Dialogen. Auch ist die Geschichte in zwei Handlungen unterteilt. Zum einen begleitet der Leser die drei Helden auf ihren Weg in die verbotene Stadt, zum anderen fiebert er bei der verzweifelten und doch auf ihre Art lustig wirkenden Suche von Arthurs Eltern nach ihrem Sohn mit.
Die drei Hauptcharaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Da ist der kleine Arthur, der für sein Alter zwar sehr altklug wirkt, aber dennoch sehr oft Fehler begeht. Er hat sich unsterblich in Prinzessin Selenia verliebt. Diese wiederum ist auf der Suche nach einem Ehemann, so wie es das Minimoy-Gesetz fordert. Die schöne Prinzessin ist genau so, wie man sich Prinzessinnen vorstellt: hübsch, klug, gebildet, wenn auch ein wenig arrogant und hochnäsig. Ständig schwankt sie zwischen ihrem Stolz und ihren Gefühlen hin und her. Besonders ihr Bruder Bétamèche muss oft unter ihren Stänkereien leiden. Bétamèche ist eher eine lustigere Natur, die während der Lektüre für heitere Momente und den einen oder anderen Schmunzler sorgt.
Das Buch wird für Kinder ab 9 Jahren empfohlen. Dies ist eine gerechtfertigte Altersangabe, die aber je nach Reife des Kindes auch niedriger sein kann. Die Sprache des Romans ist sehr einfach und deutlich. Aus diesem Grund könnte das Buch allerdings für Jugendliche ab 14 Jahren fast schon zu langweilig wirken. Dies kommt jedoch ganz auf den Charakter und die Interessen des jeweiligen Lesers an.

'

"Arthur und die verbotene Stadt" ist eine gelungene Fortsetzung, die die Geschichte aus "Arthur und die Minimoys" zum Abschluss bringt. Für junge Leser ist es ein anspruchsvoller Lesespaß, der sie in die fantastische Welt der kleinen Wesen entführt.

Details

  • Autor/-in:
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    10/2006
  • Umfang:
    231 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    10 Jahre
  • ISBN 13:
    9783833935589
  • Preis:
    14,9 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gefühl:
    Keine Bewertung