Schokopokalypse

von Chris Callaghan
Rezension von Janett Cernohuby | 04. September 2017

Schokopokalypse

Stellt euch vor, es gäbe plötzlich keine Schokolade mehr. Sämtliche Kakaobohnen würden über Nacht verschwinden. Keine Kinderschokolade, keine Überraschungseier und keine Schokokekse mehr. Ein furchtbarer Gedanke, doch leider wird er für die Bewohner von Mampfton bald zur schrecklichen Wirklichkeit. Davon erzählt Chris Callaghan in "Schokopokalypse".

Der Countdown läuft

Die Meldung aus den Nachrichten schlägt ein wie eine Bombe. In sechs Tagen soll es keine Schokolade mehr geben. Nie wieder. Die Bewohner von Mampfton sind entsetzt. Die kleine Stadt lebte von der Schokoladenherstellung, ist quasi das Zentrum jeglicher Schokoriegel und ähnlichen Leckereien. Nun soll alles vorbei sein? Einfach so? Die Bewohner stehen unter Schock, wissen nicht, wie sie auf diese Hiobsbotschaft reagieren sollen. Und mittendrin Jelly, ein ganz normales Mädchen mit einer Vorliebe für Schokolade. Auch sie kann nicht glauben, was da in den Nachrichten behauptet wird. Doch der große Tag rückt näher und mit ihm mehren sich die Anzeichen der bevorstehenden Schokopokalyse. Da beschließt Jelly, den Gegenbeweis anzutreten und dem Unvermeidlichen zu trotzen. Ob es ihr gelingt?

Bittersüß wie Zartbitterschokolade

Eine schreckliche Vorstellung, dass es irgendwann keine Schokolade mehr geben könnte. Trotzdem gar nicht so weit hergeholt, denn vor ein paar Jahren gingen Schreckensnachrichten durch einzelne Medien, die von Schokoladenknappheit im Jahr 2020 berichteten.
Im vorliegenden Kinderbuch ist diese Schokopokalypse jedoch viel näher und viel realer. Denn hier soll es in sechs Tagen keine Schokolade mehr geben. Diese Nachricht verbreitet sich in Windeseile und versetzt die Menschen in Ausnahmezustand. Keine Schokolade mehr - ein Horrorszenario. Das ist der Beginn einer äußerst skurrilen und witzigen Geschichte. In ihrem Mittelpunkt steht ein Mädchen mit ihrer Familie. Diese schließt man sofort ins Herz. Sie sind sympathisch, ein wenig schrullig, speziell und vor allem witzig. Sie, wie auch die anderen Bewohner der Stadt, scheinen nur für Schokolade zu leben. Seit der Verkündung der Schokopokalypse heißt es für sie alle nur noch, so viel Schokolade zu essen, wie irgendwie möglich. Das führt natürlich zu den aberwitzigsten und skurrilsten Situationen. Wenngleich die Menschen versuchen sich auf das drohende Ende der Schokoladenära durch Hamsterkäufe und ähnlichem einzustellen, stellt sich die Protagonistin aber auch die Frage, warum es überhaupt dazu kommen soll. Kann man die Schokopokalypse vielleicht abwenden? Durch einen Zufall kommen Jelly und ihre taffe Großmutter einem zwielichtigen Schokoladenverkäufer aus Mampfton auf die Schliche, der einen ganz üblen Plan ausgeheckt hat.
Spannend und fesselnd, aber auch süß, herb und bitter erzählt Chris Callaghan seine Geschichte, in der es an lustigen Szenen natürlich nicht mangelt. Alles dreht sich um Schokolade und so dauert es auch nicht lange, bis man selbst einen unbändigen Heißhunger auf einen Schokoriegel verspürt. Zum Glück liegen davon noch genügend im Schrank und die Schokopokalypse ist nur eine fiktive Geschichte.

Hier haben wir eine Geschichte für alle Schokoladenliebhaber. Allerdings ist es eher eine Horrorgeschichte, die mit einem schlimmen Gedanken spielt: dass die Schokoladenvorräte der Welt versiegen. Spannend und fesselnd erzählt Chris Callaghan seine witzige und vor allem originelle Kindergeschichte über die "Schokopokalypse". Ein empfehlenswerter Lesegenuss, der garantiert nicht die Zähne angreift.

Details

  • Autor*in:
  • Originaltitel:
    The Great Chocoplot
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    08/2017
  • Umfang:
    192 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    9 Jahre
  • ISBN 13:
    9783551520944
  • Preis (D):
    12,99 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Humor:

Könnte Ihnen auch gefallen: