Rufus, der kleine Osterwaschbär

von Annette Langen, Frauke Weldin (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 29. März 2017

Rufus, der kleine Osterwaschbär

Es ist Osterzeit und die Kinder können es kaum noch erwarten, endlich ihre Osternester im Garten zu suchen. Fast täglich wird die Frage gestellt, ob denn heute Ostern sei. Zum Glück gibt es putzige Geschichten, die die lange Zeit des Wartens verkürzen. Putzig kann man im Fall von Annette Langens "Rufus, der kleine Osterwaschbär" sogar doppelt auslegen.

Der Osterwaschbär

Gut versteckt im Wald liegt die Osterwerkstatt des alten Osterhasen Jupp. Zusammen mit seinem Spezialteam bemalt er derzeit von früh bis spät ein Osterei nach dem anderen. Denn nicht mehr lange und das Osterfest ist gekommen. Endlich ist auch das letzte Ei bemalt und die Hasen legen sich erschöpft zur Ruhe. Während ihrer fleißigen Arbeit haben sie nicht mitbekommen, dass unten am Fluss eine Waschbärenfamilie eingezogen ist. Rufus, der kleine Waschbär, begibt sich nachts still und leise auf einen Streifzug durch die Gegend und gelangt dabei auch zur Osterwerkstatt. Er ist entsetzt, als er all die bunten Ostereier sieht! Sofort beginnt er, sie blitzeblank und weiß zu waschen. Sehr zum Missfallen der Hasen! Wie sollen sie denn nun innerhalb so kurzer Zeit alle Eier wieder einfärben? Da hat Rufus eine tolle Idee…

Eine putzige Geschichte in jeglicher Hinsicht

"Rufus, der kleine Osterwaschbär" ist eine herzige und niedliche Ostergeschichte. Wie so oft stehen in ihr die Osterhasen im Mittelpunkt, wie sie eifrig und emsig die Eier bemalen, damit Kinder am Ostertag viel Freude und Spaß haben. Doch in diesem Jahr sollen sie die Eier mehr als nur einmal anmalen.
Annette Langen ist es mal wieder gelungen, eine tolle Bilderbuchgeschichte für ihre kleinsten Leser zu erzählen. Charmant, rührend, witzig und natürlich osterlich-stimmungsvoll schildert sie die Ereignisse, die sich tief im Wald zutragen. Dabei darf natürlich ein bisschen Spannung nicht fehlen. Kinder lauschen ganz gebannt und hochkonzentriert, wenn man ihnen vom gut gemeinten Missgeschick des kleinen Waschbären vorliest. Machen sie dem übereifrigen Rufus einen Vorwurf? Sind sie ihm gar böse? Nein, auf keinen Fall. Denn nachdem Rufus seinen Fehler bemerkt hat, setzt er alles daran, ihn wieder gut zu machen. Er trommelt alle Tiere des Waldes zusammen und gemeinsam schaffen sie das Unmögliche.
Zusammenhalt, Freundschaft und gegenseitige Hilfe sind zentrale Themen dieser Geschichte. Aber auch das Eingestehen eines Fehlers, wenn man einen solchen gemacht hat, und die Wiedergutmachung. Denn weder Osterhase noch ein anderer Waldbewohner sind Rufus böse, schließlich hatte er keine bösen Absichten. Für die Kinder sorgt seine Waschaktion natürlich für großes Gelächter und empörte Ausrufe, ist es doch eine witzige Idee für eine Ostergeschichte.
Begleitet wird die Erzählung von tollen Aquarellzeichnungen. Frauke Weldin setzt die Geschichte großartig in Szenen und zeigt mit ihren liebevollen Bildern, wie gemalt, gewaschen und wieder gemalt wird. So entstand ein toller Bilderbuchspaß, der der ganzen Familie gefallen wird. Schade nur, dass das Buch ein verhältnismäßig kleines Format hat.

"Rufus, der kleine Osterwaschbär" ist ein witziges, stimmungsvolles und natürlich sehr unterhaltsames Bilderbuch über fleißige Osterhasen und übereifrige Waschbären. Es begeistert kleine Geschichtenfreunde ab drei Jahren, aber auch ihre Eltern. Dank dieser Geschichte erscheint das Warten auf das Osterfest gleich nicht mehr so lang, schließlich kann man sich gut mit diesem Bilderbuch ablenken.

Details

  • Verlag:
  • Genre:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    01/2017
  • Umfang:
    32 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    3 Jahre
  • ISBN 13:
    9783451714108
  • Preis:
    5,99 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Illustration:

Könnte Ihnen auch gefallen: