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Pepper Mint und das verrückt fantastische Forscherbuch

von Babette Pribbenow, Tanja Donner (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 17. Dezember 2019

Pepper Mint und das verrückt fantastische Forscherbuch

In einem Interview erzählt uns Markus Heitz, dass man das Medium Buch zwar attraktiver machen muss, man jedoch aufgrund seiner Beschaffenheit eingeschränkt ist. Er hat für sich eine Möglichkeit gefunden, weg vom linearen Lesen hin zu einer anderen Form zu wechseln. Auch im Kinderbuchbereich versuchen sich Verlage und Autoren an solchen Wegen. Das ist hier natürlich noch wesentlich einfacher, da man viel mehr spielerische Elemente einbauen kann. Babette Pribbenow schuf sogar ein Konzept, das Abenteuer, Rätsel und Experimente in sich vereint. Herausgekommen ist „Pepper Mint und das verrückt fantastische Forscherbuch“.

Ein Abenteuer im Amazonas-Regenwald

Das Mädchen Pepper Mint hat eine ziemlich aufregende Verwandtschaft. Ihr Onkel und ihre Tante sind nicht nur Naturforscher, sie leben sogar im Amazonas-Regenwald. Während den Sommerferien darf Pepper die beiden besuchen, worauf sie sich immer sehr freut. Denn dort lebt sie in einem coolen Baumhaus mitten im Dschungel. Umgeben von den aufregendsten Tieren, verbringt Pepper gerade hier gerade ihre Sommerferien und lernt auch viel über die Natur. Doch mit dem Abenteuer, das sie in diesem Sommer erleben soll, hatte sie nicht gerechnet. Eines Nachmittags findet sie eine seltsame Nachricht von ihrem Onkel. Dieser ist im Dschungel verschwunden und bittet Peper, sich auf die Suche nach ihm zu machen. Diese Suche entpuppt sich als Schnitzeljagd, bei der ihr Onkel immer wieder geheimnisvolle Hinweise und rätselhafte Nachrichten hinterlässt. Es ist Eile geboten, denn Peppers Onkel ist einem Geheimnis auf der Spur. Einem üblen und auch gefährlichen Geheimnis.

Pepper Mint und das verrückt fantastische Forscherbuch

Raffinierte Kombi-Geschichte aus Abenteuer, Rätseln und Experimenten

Das Konzept des linearen Lesens, also von der ersten bis zur letzten Seite, wird man in diesem Buch nicht finden. Im Gegenteil. Die Autorin schuf hier ein ganz außergewöhnliches Konzept. Sie vereint die Grundidee eines Rätselbuchs, bei dem die Handlung kreuz und quer durch den Band springt, mit Experimenten. Man liest Pepper Mints Abenteuer im Dschungel also nicht linear von der ersten bis zur letzten Seite, sondern springt immer wieder im Buch vor und zurück. Um herauszufinden, wo die Geschichte weiter geht, müssen die Leser und Leserinnen entweder Rätsel lösen oder Experimente durchführen. Verirrt man sich im Buch, wird man zurückgeführt und ermutigt, das Rätsel oder Experiment noch einmal zu machen. Sollte man allerdings wirklich überhaupt nicht weiterkommen, gibt es am Ende des Buchs einen Auflösungsteil.
Die gestellten Aufgaben sind sehr unterschiedlich. Es werden Schutzbrillen und Kompass gebaut, Geheimschriften müssen entziffert und Zahlenrätsel geknackt werden.
Die Geschichte selbst ist ein spannendes Dschungelabenteuer. Pepper ist ein aufgewecktes Mädchen und obendrein mutig und tapfer. Das Leben im Amazonas-Regenwald ist ihr nicht fremd und sie weiß gut, wie man sich verhalten muss. Selbstsicher und gut vorbereitet macht sie sich auf die Suche nach ihrem Onkel. Dabei können die Leser und Leserinnen viel über den Regenwald und seine Bedeutung für unsere Welt erfahren. Gekonnt lässt die Autorin Wissenswertes über Tierschutz, Naturschutz und Ökologie in die Handlung einfließen, ohne diese selbst langweilig erscheinen zu lassen. So bleibt die Handlung bis zum Ende spannend. Immer wieder fragt man sich, welchem Geheimnis der Onkel auf der Spur ist. Hier und da erhält man kleine Hinweise darauf. Das Ende überzeugt mit Spannung und Nervenkitzel. Aber nicht nur das Ende. Auch zwischendurch wird es für Pepper immer mal wieder brenzlig. Denn egal wie gut sie sich im Dschungel zurechtfinden mag, man kann ihn und seine Bewohner keinesfalls mit unseren heimischen Wäldern vergleichen! Und da wird es auch der Leserschaft etwas mulmig zumute, wenn Pepper plötzlich ihren Schlafsack ausrollt und in den Bäumen nach einem Schlafplatz sucht.

Pepper Mint und das verrückt fantastische Forscherbuch

„Pepper Mint und das verrückt fantastische Forscherbuch“ ist eine außergewöhnliche Kombination aus Ferien-Dschungel-Abenteuer mit Rätselbuch und Experimenten. Diese Mischung hebt es deutlich von anderen Büchern ab, ja macht es sogar einzigartig. Die Handlung selbst ist spannend und fesselnd erzählt. Man fiebert mit und taucht ein in die bunte Regenwaldszenerie, die die Autorin hier vor der Leserschaft ausbreitet.
Eine absolute Leseempfehlung für alle Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber.

Details

Bewertung

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