Minecraft: Nacht der Fledermäuse

von Nick Eliopulos, Luke Flowers
Rezension von Stefan Cernohuby | 21. November 2019

Minecraft: Nacht der Fledermäuse

Es gibt eine Menge Assoziationen zu Fledermäusen. Vampire, Batman, Höhlen – das ist alles im Nahbereich der Ideen. Fledermäuse in der Schule sind jedoch eher eine Seltenheit. Und doch werden Jodi, Ally und Morton mit diesen konfrontiert. Was das ganze mit ihrer Vorliebe für Minecraft zu tun hat wird in „Nacht der Fledermäuse“ näher erläutert, einem Buch von Nick Eliopulos und Luke Flowers.

Die drei Freunde Jodi, Ally und Morton sind – wie schon erwähnt – begeisterte Minecraft-Spieler. Genauso wie Tom, der gerne Schafe bunt färbt und Harriet, die gewaltige Konstruktionen in ihrem Lieblingsspiel errichtet. Doch die VR-Brillen machen nur halb so viel Spaß, als die Schüler feststellen, dass sich Fledermäuse in der Turnhalle einquartiert haben. Denn während sie in virtuellen Welten selbst Monster jagen, sind sie alles andere als erfreut, als sie hören, dass man den Kammerjäger holen will um die Fledermäuse in der realen Welt auszulöschen. Denn im Gegensatz zu den Fledermäusen in Minecraft handelt es sich hier nicht um Schädlinge. Inmitten von Kämpfen mit Eisengolems gegen Zombies und Creeper kommen sie auf die Idee nachzuforschen. Und sie erfahren den Grund, weshalb die Fledermäuse nicht mehr in ihrem angestammten Zuhause sind – denn der Wald existiert nicht mehr. So legen sie das Verhalten auch auf jenes der Wesen in der Welt von Minecraft um. Etwas, das sie ein wenig verunsichert.

Minecraft: Nacht der Fledermäuse

Minecraft ist mittlerweile ein Kultspiel. In absichtlich pixeliger Block-Grafik entstanden, waren hier schon immer Spielspaß und Möglichkeiten sowie die amüsante Logik zentrale Aspekte. Die Geschichte richtet sich an Erstleser. Demensprechend einfach ist sie aufgebaut und wird durch zahlreiche Schwarzweiß-Illustrationen ergänzt. Auch der Text selbst ist entsprechend formatiert. Wichtige Sätze wurden fett dargestellt, die Schrift von Dialogen im Videospiel wurde mit futuristischer Computerschrift gedruckt und an manchen weiteren Stellen gibt es ebenfalls kreative Textgestaltung. Was leider nicht so ganz funktioniert ist, dass die beiden Plots –Realität und virtuelle Minecraft-Welt - miteinander in Einklang gebracht werden. Zwar ist spürbar, dass man versucht, die Ereignisse in der Pixelwelt mit jenen in der Schule der fünf Kinder zu verknüpfen, doch das gelingt eigentlich erst gegen Ende des Buchs. Und dieses selbst ist nicht allzu spannend. Vermutlich ist es für Fans von Minecraft interessanter, doch für den interessierten Querleser ist es gerade einmal Durchschnitt.

Minecraft: Nacht der Fledermäuse

„Nacht der Fledermäuse“ ist weder ein Batman-, noch ein Vampirkrimi. Es ist das erste Buch aus einer „Minecraft“-Reihe für Kinder, die bei Schneiderbuch erschienen ist. Leider gelingt es nicht ganz, wie eigentlich geplant, Ereignisse in der virtuellen Welt mit jenen aus der Realität zu verbinden, was das Buch vermutlich nur für die jüngsten Minecraft-Fans wirklich spannend werden lässt.

Details

Bewertung

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