Michel in der Suppenschüssel

Antolin Quiz
von Astrid Lindgren, Astrid Henn (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 21. Mai 2021

Michel in der Suppenschüssel

Astrid Lindgrens unvergessliche Kinderbuchhelden begeistern nach wie vor junge Bücherfreunde. Mit Pippi die Welt entdecken, mit Ronja durch den Wald streifen oder mit Michl lustige Streiche spielen, bringt Kinder nach wie vor zum Lachen. Letzterer wurde im Oetinger Verlag neu aufgelegt und bekam von Astrid Henn neue Illustrationen verpasst.

Lustige Lausbubenstreiche

Ach, der Michel. Was haben wir über seine Streiche gelacht, was haben wir mit ihm im dunklen Schuppen unsere Zeit mit schnitzen verbracht. Und wie schön ist es, diese Geschichten nun in neuem Gewand an unsere Kinder weitergeben zu können. Der Spaß bleibt der gleiche, wenn wir mit ihnen davon lesen wie Michel versucht, auch den letzten Schluck Suppe zu schlürfen und dafür seinen Kopf in die Suppenschüssel steckte. Die darauffolgende Befreiungsaktion hält nicht nur den ganzen Hof auf Trab, sondern lässt eine komische Situation auf die nächste folgen.
Nicht minder lustig ist es, als Michel seiner Schwester freie Sicht bis nach Lönneberga verschaffte (auch wenn Klein-Ida nach Mariannenlund gucken wollte) oder wie Michel einen fröhlichen Nachmittag auf dem Jahrmarkt verbrachte.

Michel in der Suppenschüssel

Der erste Band des Kinderbuchklassikers in neuem Gewand

Die Geschichten über den blonden kleinen Lausbuben sind wahre Klassiker und bedürfen auch gar keiner weiteren Erklärungen. Es sind heitere und witzige Geschichten eines kleinen Lausbuben, der mit seinen Ideen und seiner kindlich-unschuldigen Art seine ganze Familie und den Hof auf Trab hält. Das faszinierenden an dem Klassiker ist jedoch, dass er trotz seiner Kulisse, immerhin lebte Michel gegen Ende des 19. Jahrhunderts, noch immer Kinder erreicht und sie fesselt. Aber vielleicht ist es gerade dieser Hintergrund, der sie fasziniert. Sicherlich ist vieles von der Lebensweise nicht mehr vorhanden. Begriffe, Gepflogenheiten, Alltagssituationen sind so in unserer Zeit nicht mehr existent. Doch für die junge Leserschaft öffnet sich eine Tür in die Vergangenheit. Auf unbeschwerte, unbekümmerte Weise erfahren sie, wie die Menschen und vor allem Kinder früher lebten. Welche Spiele sie spielten, wie ihr Alltag aussah, wie Familien aufgestellt waren. Neben den Streichen, die natürlich Mittelpunkt der Geschichten sind, weckt auch das ihre Neugier.
Michels Abenteuer selbst sind nichts Neues. Was am Buch neu ist, sind Astrid Henns Illustrationen. Mit frischen Farben und modernem Pinselstrich verleiht sie den Erzählungen neue Bilder. Dabei orientierte sich die Illustratorin natürlich an den Originalen. Der blonde Junge, mit seiner blauen „Müsse“, dem blaugestreiften Hemd und der blauen Hose ist unverkennbar Michel. Auch Klein-Ida, die Eltern, der Hof erkennt man klar und deutlich wieder. Die Bilder wurden moderner gestaltet, zeigen aber noch immer den Hof um die Jahrhundertwende.

Michel in der Suppenschüssel

„Michel in der Suppenschüssel“ ist der beliebte Klassiker von Astrid Lindgren in neuem Gewand. Die Geschichten sind die gleichen, erzählen von einem aufgeweckten, freiheitsliebenden, manchmal eine Spur ungehorsamen Jungen, der selbstbewusst und mit kindlichem Leichtsinn Alltagsabenteuer erlebt.

Details

Bewertung

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