Lesenlernen mit Spaß

Mein stärkstes Turnier! Also fast...

Antolin Quiz
von Heiko Wolz, Zapf (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 06. September 2017

Mein stärkstes Turnier! Also fast...

"Lesenlernen mit Spaß" haben sich viele Erstlesebücher auf ihre Fahnen geschrieben. Natürlich ist es nicht so, dass diese Bände langweilig sind und Kinder nicht unterhalten. Doch Anton hat dieses Motto völlig neu definiert. Das zeigt er auch in seinem mittlerweile dritten Tagebuch "Mein stärkstes Turniert. Also fast…".

Alter Falter!

Anton ist frustriert. Trainer Torsten hat Felix, den zweiten Torwart der Mannschaft, ins Mittelfeld verfrachtet. Dort hat er sich als ziemlich begabter Spieler herausgestellt (natürlich bei weitem nicht so begabt wie Anton) und seither muss Anton auf der Bank sitzen. Das geht mal gar nicht, zumal ja auch das wichtige Hallenturnier gegen die Kranzbacher Krokodile vor der Tür steht. Aber Anton hat schon einen Plan, wie er den Trainer davon überzeugen kann, wieder auf seine Position gesetzt zu werden, wodurch er das Spiel gewinnen kann…

So macht Lesenlernen wirklich Spaß

Herrlich witzig, urkomisch und frech präsentiert sich das Buch seinen Lesern. Es ist völlig egal, ob sie die ersten beiden Bände kennen oder nicht, nach der Lektüre dieses Buchs werden Kinder sie auf jeden Fall unbedingt lesen wollen. Denn die Geschichte ist ein Dauerangriff auf die Lachmuskeln. Mit seiner unschuldigen, frechen Art liefert Anton einen Witz nach dem anderen. Man kann ihm einfach nicht böse sein, erklärt er uns seine Sicht der Dinge doch so unschuldig und so überzeugend. Natürlich steht Fußball dabei wieder ganz im Vordergrund. Anton sieht sich selbst als zukünftigen Held der Nationalmannschaft. Keiner kann ihm das Wasser reichen - glaubt er zumindest. Und in diesem Glauben sorgt er für so manche urkomische Situation. Dieser Witz kommt natürlich bei den jungen Lesern an. Sie kugeln sich vor Lachen und wollen natürlich andere daran teilhaben lassen. Also lesen sie so manche komische Stelle vor - und merken dabei gar nicht, was sie gerade für ihre Lesekompetenz tun. Ja, das Buch bringt Kinder wirklich dazu, bewusst und vor allem lange zu lesen. Je nach eigenem Können werden sie das Buch sogar in einem Zug durchlesen wollen.
Autor Heiko Wolz und Illustrator Zapf haben hier nicht nur eine äußerst unterhaltsame und fesselnde Geschichte für Erstleser vorgelegt, sie beweisen damit auch, dass diese Erzählungen durchaus Tiefe und Atmosphäre haben können. Mit kurzen und einfachen Sätzen erzählen sie eine äußerst witzige Geschichte, weben Situationen aus dem Schüleralltag ein und verbinden das Ganze mit einem beliebten Hobby. Doch nicht nur der Inhalt überzeugt, auch die Aufmachung des Buchs tut dies. Viele Illustrationen lockern den Textfluss auf und schmiegen sich geradezu um ihn. Um den Charakter eines Tagebuchs zu erhöhen, ist der Text zudem auf linierten Seiten gedruckt. Die große Fibelschrift rundet das Ganze schließlich ab.

Fans von Anton und seinen aberwitzigen Tagebüchern dürfen sich freuen, denn nun geht es in die dritte Runde. Ein wichtiges Hallenturnier steht bevor und Anton droht auf der Ersatzbank zu verstauben. Doch er wäre nicht Anton, wenn ihm nicht so manche aberwitzige Aktion einfiele, mit der er sich doch wieder ins Mittelfeld zurückbringt. Sehr zur Begeisterung der jungen Leser, denn die bekommen hier wieder ordentlich was für die Lachmuskeln geboten. So macht Lesenlernen wirklich Spaß und die Lesekompetenz wird mit Begeisterung trainiert.

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