Leserabe

Mein Onkel, der Roboter

Antolin Quiz
von Michael Petrowitz, Benedikt Beck (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 28. Mai 2018

Mein Onkel, der Roboter

Eine Tante oder einen Onkel haben viele Kinder. Manche von ihnen sind sogar richtig cool, unternehmen die ungewöhnlichsten Ausflüge und haben immer eine besondere Überraschung im petto. Doch Jonas hat einen ganz besonders außergewöhnlichen Onkel, zumindest für einen kurzen Moment: "Mein Onkel, der Roboter".

Mit dem Onkel zum Elterngespräch

Jonas hat es nicht leicht in der Schule. Vor allem Mathe bereitet ihm Kopfzerbrechen und der Lehrer trägt nicht gerade positiv zu seiner Motivation bei. Doch es kommt noch schlimmer: Wenn Jonas sich nicht bald bessert, wird er nicht in die nächste Klasse versetzt. Daher bittet sein Lehrer Jonas‘ Mutter zu einem Elterngespräch. Doch stattd ihr davon Bescheid zu sagen, hat Jonas eine andere Idee. Sein neuer Freund Nik hat einen Roboter gebaut, der mit Jogginganzug, Kappe und Sonnenbrille sogar wie ein Mensch aussieht. Und den schickt Jonas prompt zum Elterngespräch mit seinem Lehrer. Ob das wohl gut geht?

Witziger Lesespaß

Die ersten Leseerfahrungen sind gesammelt, nun wollen Kinder so richtig in die Welt der Geschichten durchstarten. Sie wollen Spannendes, Ungewöhnliches und Abenteuerliches lesen. Bücher die komplexer sind, als jene einfach gestrickten Geschichten für Leseanfänger. Das bietet der Leserabe in der 3. Lesestufe und auch mit dem Buch "Mein Onkel, der Roboter". Freilich ist auch dieses noch in einer Erstlesereihe erschienen, doch der Textumfang ist schon deutlich größer, der Satzbau komplexer und es kommen auch Fremdworte vor, die eine Erklärung im Glossar bedürfen.
Die Geschichte ist einfach und geradlinig angelegt und spricht Leser ab acht Jahren sofort an. Sie begegnen hier zwei Jungen, die sich kennen aber erst im Laufe der Handlung zu richtig guten Freunden werden. Es sind zwei Charaktere, die aus dem Leben gegriffen sein könnten: Der eine, Nik, bastelt gerne, der andere, Jonas, plagt sich mit Mathematik und kämpft um seine Versetzung. Um dem ganzen natürlich Spannung und einen Leseanreiz zu geben, bastelt Nik aber nicht nur irgendwelche Modelle von unserem Sonnensystem oder Raketen, nein, er hat schon seinen eigenen Roboter gebaut, der auf Befehle hört, diese sofort ausführt und auch Antworten gibt. Hier und da ist er noch verbesserungswürdig, doch dabei hilft Jonas kräftig. Tja, und so nimmt eine witzige und skurrile Geschichte ihren Lauf, in die Kinder sofort eintauchen. Sie verstehen Jonas Angst vor Mathe, vor dem drohenden Sitzenbleiben und vor allem vor dem Elterngespräch. Und wer möchte nicht selbst ein cooler Bastler sein, der einen funktionierenden Roboter erschafft? Wunderbar verknüpft Autor Michael Petrowitz in seiner Geschichte Schulalltag mit fiktiven Elementen. Heraus kamm ein Buch,  das unterhält und zum Lachen bringt.

Der Leserabe weiß was erfahrene Erstleser brauchen und präsentiert ihnen in der 3. Lesestufe entsprechende Bücher. "Mein Onkel, der Roboter" ist ein solches, das mit einer witzigen und vor allem unterhaltsamen Geschichte überzeugt. Dabei verzichtet der Leserabe nicht auf sein gewohntes und erfolgreiches Layout, zu dem sowohl das klare Textbild und begleitende Illustrationen als auch auch die Leserätsel gehören.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Illustration: