Mehr von uns Kindern aus Bullerbü

von Astrid Lindgren, Katrin Engelking (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 17. September 2015

Mehr von uns Kindern aus Bullerbü

Es gibt Klassiker, die bedürfen eigentlich keiner weiteren Rezension mehr. Vor allem, wenn sie sich nach wie vor größter Beliebtheit erfreuen. Dennoch wollten wir die Neuerscheinung von Astrid Lindgrens "Mehr von uns Kindern aus Bullerbü" nicht unbeachtet lassen und widmeten uns diesem wundervollen Kinderbuch.

Bullerbü ist ein kleines Dorf, das aus dem Nordhof, dem Mittelhof und dem Südhof besteht. Hier wohnen die Kinder Britta, Inga, Lasse, Bosse, Lisa und Ole mit ihren Eltern, dem Großvater und einigen Knechten. Bullerbü ist für die Kinder der schönste Ort auf der Welt und sie verbringen hier eine unbeschwerte Kindheit. Sie feiern gemeinsam Weihnachten, Silvester und Ostern, haben Spaß beim winterlichen Schlittenfahren, gehen in die gleiche Schulklasse, wo sie auch mal ihre Lehrerin verulken. Langeweile kommt bei ihnen niemals auf. Denn im gemeinsamen Spiel, bei der gemeinsamen Verrichtung ihrer Aufgaben oder beim Belauschen des Wassergeistes ist immer etwas los. So vergehen die Jahreszeiten und die Kinder aus Bullerbü genießen jede einzelne in vollen Zügen.

Die Geschichten von Bullerbü verzaubern Kinder immer wieder aufs Neue. Die Idylle des schwedischen Dorfs, in dem die sechs Kinder herumtollen und eine Kindheit voller Freiheit, Abenteuer und Natur genießen, stimmt glücklich und weckt die Sehnsucht nach einem eigenen Bullerbü. Die Geschichten erzählen von einer Kindheit, wie sie ein jeder gerne erlebt  Hier begegnet man Freundschaft und Zusammenhalt. Geburtstage und Feste werden gemeinsam gefeiert, jeder ist für den anderen da, geht helfend zur Hand. Die sechs Kinder leben in unmittelbarer Nachbarschaft und sehen sich so von morgens bis abends. Zusammen gehen sie durch dick und dünn, streifen durch die Natur, hecken Streiche aus und stehen auch dafür gerade. Sie halten zusammen, unternehmen alles gemeinsam und grenzen niemanden aus. Jedes Kind wünscht sich einen solchen Freundeskreis - und die Kinder von Bullerbü haben ihn.
Doch was ist das Geheimnis dieses gelungen Kinderbuchs? Warum begeistern die Geschichten auch heute noch Kinder? Ist es, weil Astrid Lindgren eine tolle Schriftstellerin war oder weil sie wusste, was Kinder gerne lesen? Beides. Beim Schreiben dachte die schwedische Autorin an ihre eigene Kindheit zurück, erinnerte sich an das, was sie erlebt hatte, was sie geliebt hatte. Diese Erinnerungen ließ sie in ihre Geschichten über Bullerbü einfließen - natürlich mit einigen schriftstellerischen Freiheiten. Zudem ist Bullerbü selbst zwar ein erfundener Ort, jedoch gibt es für ihn eine reale Vorlage.
Für die Neuauflage des zweiten Bandes "Mehr von uns Kindern aus Bullerbü" durfte Katrin Engelking farbenprächtige Bilder zeichnen. Dabei ist es ihr wunderbar gelungen, die Kinderidylle einzufangen und in ihren liebevollen Bildern wiederzugeben.

"Mehr von uns Kindern aus Bullerbü" ist ein wunderschöner, zeitloser Klassiker, der auch nach sechzig Jahren begeistert und junge Leser verzaubert. Die zeitlos schönen Kinderabenteuer laden zum Eintauchen und Verweilen ein. Zudem werden sie nie langweilig, sondern man liest sie immer wieder gerne. Und wir Eltern bekommen die Gelegenheit innezuhalten und an unsere Kindheit zurückzudenken. Als wir die Geschichten aus Bullerbü vorgelesen bekamen.

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