Matti kann schon fast alles

Antolin Quiz
von Lou Peacock, Christine Pym (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 10. September 2019

Matti kann schon fast alles

Wenn Kinder heranwachsen, wollen sie alles alleine ausprobieren und wissen ganz genau, dass sie dies und das schon können. Das macht sie stolz und sie fühlen sich schon richtig groß. Doch manchmal gibt es Momente, in denen wollen sie lieber wieder etwas kleiner sein und mehr Aufmerksamkeit der Eltern genießen. Davon erzählt Lou Peacock in „Matti kann schon fast alles“.

Ein großer Junge und seine kleine Schwester

Matti kann schon ganz viele Dinge alleine: sich Milch ins Müsli schütten, an die Kekse oben im Regal kommen und sich selbst Gute-Nacht-Geschichten vorlesen. Ganz anders als seine kleine Schwester. Die kann nämlich noch gar nichts und braucht ständig Hilfe von Mama. Beim Essen, beim Anziehen und sogar beim Spazierengehen. Darum kümmert sich Mama auch viel um sie. Doch manchmal gibt es schon auch einige besonders knifflige Sachen, bei denen Matti noch Hilfe bracht. Etwa beim Zuknöpfen seiner Jacke oder beim Anziehen der Gummistiefel. Aber wenn Mama sich immer nur um Ida kümmert, bleibt gar keine Zeit für Matti. Also fasst er einen Entschluss…

Matti kann fast alles

Eine Geschichte für große Geschwister

Einfühlsam erzählt Lou Peacock diese liebenswerte Geschichte vom kleinen Matti, der ein großer Bruder ist. Es ist eine Geschichte für alle älteren Geschwister, die sich auch sofort in Matti wiedererkennen werden und sich in ihn hineinversetzen können. Matti ist schon ein großer Junge und kann sehr viele Dinge bereits alleine. Das macht ihn natürlich stolz, vor allem, da seine kleine Schwester noch nichts davon kann. Gleichzeitig beneidet er sie auch ein bisschen, denn Mama schenkt ihr die volle Aufmerksamkeit. Nun könnte man sagen, wie furchtbar, das arme Elefantenkind. Aber welche Familie kennt ähnliche Situationen nicht? Das Baby weint, die Zeit drängt und man erinnert sein großes Kind daran, dass es dieses oder jenes schon selber kann. Doch das heißt nicht, dass man es weniger lieb hat und nicht genauso gerne Zeit mit ihm verbringt. Das erklärt die Elefantenmama am Ende ihrem Matti auch. Egal wie groß er sein wird, für sie wird er immer ihr kleiner Matti bleiben.
Die Autorin greift hier mit ganz typischen Alltagssituationen die Themen Eifersucht auf kleine Geschwister sowie sich zurückgesetzt fühlen auf und bringt sie auf feinfühlige Art rüber. Kinder können diese Situationen gut verstehen, sie nachvollziehen. Das Buch lädt zu gemeinsamen Gesprächen ein, von denen beide Seiten - Eltern und Kind - profitieren. Die Autorin erzählt die Ereignisse mit wenigen Worten und lässt stattdessen die Bilder von Christine Pym sprechen. Niedliche Tiergesichter, helle, freundliche Farben unterstützen die modernen Bilder. Trotzt Mattis Traurigkeit wohnt diesen Illustrationen etwas Positives inne, manchmal auch etwas Lustiges.

Matti kann fast alles

Es ist nicht immer leicht, ein großes Geschwisterkind zu sein. Manchmal wünscht man sich, wieder klein zu sein und mehr Beachtung von den Eltern zu bekommen. Genau darum geht es auch in „Matti kann schon fast alles“. Nah am Kinderalltag und mit den Augen eines Kindes betrachtet, erzählt dieses Buch vom dem großen Jungen Matti, der sich manchmal hinter seine Schwester zurückgesetzt fühlt.

Details

  • Originaltitel:
    Toby and the Tricky Things
  • Verlag:
  • Erschienen:
    07/2019
  • Umfang:
    32 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    4 Jahre
  • ISBN 13:
    9783522459037
  • Preis:
    13,00 €

Bewertung

  • Gesamt:
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  • Anspruch:
  • Gefühl:
  • Illustration:

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