Lieselotte hat Langeweile

Antolin Quiz
von Alexander Steffensmeier
Rezension von Janett Cernohuby | 19. November 2018

Lieselotte hat Langeweile

Langeweile zu haben, kann furchtbar sein. Sie kann einen aber auch auf die tollsten Ideen bringen. Wie oft hat man selbst vor lauter Langeweile die lustigsten Spielideen entwickelt und am Ende einen wunderbar aufregenden Tag erlebt? Diese Erfahrung lässt Alexander Steffensmeier nun auch seine Kuh Liselotte machen.

Lieselotte hat Langeweile

Eigentlich wollten die Bäuerin und Liselotte am Sonntag Drachen steigen lassen. Wie sehr hatte sich Lieselotte darauf gefreut! Doch als der Tag endlich gekommen ist, schüttet es draußen wie aus Kübeln. An Drachen steigen lassen ist nun nicht mehr zu denken. Die Bäuerin nutzt diese Gelegenheit, um die im Haushalt liegen gebliebenen Dinge zu erledigen. Und Lieselotte? Tja, die weiß nichts mit sich anzufangen. Ihr Puzzle findet sie langweilig, die Märchenschallplatte kennt sie in- und auswendig, ebenso ihr Bilderbuch und auch die anderen Tiere können Lieselottes Langeweile nicht vertreiben. Da entdeckt sie auf dem Dachboden ein paar interessante Gegenstände, die einen langweiligen Nachmittag doch noch zu einem Abenteuertag werden lassen.

Lieselotte hat Langeweile

Witziges Bilderbuch

Erneut hat Alexander Steffensmeier ein typisches Thema aus dem Familienalltag aufgegriffen und mit seiner liebenswerten Kuh Lieselotte unterhaltsam für Kinder umgesetzt. Dabei geht es um Familienaktivitäten, auf die man sich lange schon gefreut hat, die aber dann plötzlich verschoben werden müssen. Die Enttäuschung darüber macht einem anderen Gemütszustand Platz: Langeweile. Was soll man denn tun, wenn das eigentliche Abenteuer buchstäblich ins Wasser fällt? Wenn man alles andere doof findet, was man sonst mit Begeisterung macht? Wie soll man denn jetzt etwas erleben, das vergleichsweise genauso lustig und aufregend ist? Mit Fantasie und Kreativität natürlich, denn genau dazu führt uns Langeweile manchmal. Gerade noch scheint sie quälend schwer auf uns zu lasten, bremst uns in allem aus, bringt aber ebenso unverhofft und plötzlich ganz großartige Ideen hervor.
Wenngleich lustig und unterhaltsam erzählt, erinnert der Autor vor allem uns Eltern daran, wie großartig Langeweile ist. Und sie ist auch wichtig für Kinder. Sie müssen lernen, sich einmal selbst zu beschäftigen, eigene Ideen zu haben und nicht immer darauf warten, von anderen unterhalten zu werden. Etwas, das den heutigen Kindern leider oftmals fehlt. Lieselotte zeigt, wie es geht - und das macht die schwarz-weiß gefleckte Kuh wieder großartig. Humorvoll und charmant führt sie uns durch die Geschichte. Die begleitenden Illustrationen zeigen viele lustige Details, die man nur durch intensives Betrachten und genaues Hinschauen entdecken kann. Vor allem der Dachboden bietet nicht nur für Lieselotte eine Menge zum Entdecken an. Hier findet man viele Spielsachen, die Eltern aus der eigenen Kindheit noch kennen. So wird das Bilderbuch wieder zu einem Spaß für die ganze Familie. Entweder beim gemeinsamen (Vor-)lesen oder auch einfach nur beim Anschauen der Bilder.

Lieselotte hat Langeweile

„Lieselotte hat Langeweile“ ist nur der Titel des Bilderbuchs, selbige wird beim Lesen und Anschauen ganz gewiss nicht aufkommen. Im Gegenteil. Den kleinen Fans der liebenswerten Kuh wird hier wieder eine lustige Geschichte geboten, die viel zum Schmunzeln bietet und Spannendes in den Bildern entdecken lässt.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Illustration:

Könnte Ihnen auch gefallen: