Ich kann lesen!

Leni und das kitzelige Pony

von Astrid Frank, Cathy Ionescu (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 15. Mai 2019

Leni und das kitzelige Pony

Tiere sind nicht nur gute Freunde, sie helfen uns auch, schwierige Zeiten zu bewältigen. Für die junge Leni wird ein Tier zu einem Freund und Helfer bei einem Start in ein neues Leben. Davon erzählt das Erstlesebuch „Leni und das kitzelige Pony“ aus der Reihe „Ich kann lesen!“ des Thienemann Verlags.

Ein neues Zuhause

Leni ist gerade erst von der Stadt ins Dorf gezogen, die Umzugskartons stehen noch gepackt im Haus herum. Während Lenis Mama die Sachen im neuen Zuhause einräumt, besucht Leni den Ponyhof in der Nachbarschaft. Auf der Koppel grasen ein paar süße Ponys. Eines davon ist Luna, das gleich zu dem Mädchen hingeht und sich streicheln lässt. Plötzlich steht Sandra, die auf dem Ponyhof arbeitet, hinter ihr. Sie lädt Leni ein, Luna zu striegeln und Zeit mit ihr zu verbringen. Das würde sie sehr gerne, wäre da nicht die zickige Paula. Sie macht sich über Leni lustig und verspottet sie. Traurig läuft Leni nach Hause und beschließt, nie wieder zum Ponyhof zurückzugehen. Doch Luna vermisst ihre neue Freundin. Ob das Pony ihr helfen kann, sich vielleicht doch mit Paula und den anderen Mädchen anzufreunden?

Leni und das kitzelige Pony

Eine Geschichte über Neuanfänge, Ausgrenzung und Freundschaft

Astrid Frank erzählt eine wunderbare Geschichte vom Ankommen in einem neuen Zuhause, vom Schließen neuer Freundschaften und von Eifersucht und Ausgrenzung. Das Besondere daran ist, dass sich die Geschichte an Leseanfänger der zweiten Klasse richtet. Daher sind Satzbau und verwendete Worte zwar einfach gewählt, jedoch besitzt die Handlung dennoch Tiefe und Anspruch. Astrid Frank präsentiert uns ein Mädchen, das einerseits traurig ist, weil es sein altes Zuhause hinter sich lassen musste, andererseits aber neugierig und optimistisch in ihr zukünftiges Leben startet. Zumindest solange, bis sie die zickige Paula kennenlernt, die sich zunächst über sie lustig macht. Auch die anderen Mädchen um Paula grenzen Leni zunächst aus. Als Paula aber für eine Weile nicht da ist, gelingt es Leni, sich mit den anderen anzufreunden.
Gerade mit diesen Szenen zeigt die Autorin Kindern, welche Gruppendynamik von einzelnen Personen ausgehen kann, aber auch wie man diese  in etwas Gutes umwandeln kann. Denn am Ende machen die anderen Mädchen Paula klar, dass Leni von nun an dazugehört und es nicht immer nach Paulas Willen geht.
All diese großen Themen werden altersgerecht und mit klaren, einfachen Worten vermittelt. Die Geschichte spricht junge Leserinnen sofort an. Sie können sich gut in Leni hineinversetzen und fühlen mit ihr. Das verleiht natürlich der Geschichte Spannung und Erstleserinnen lesen mit Begeisterungen das Buch zu Ende.
Dazu motiviert sie nicht allein die tolle Geschichte, sondern auch die restliche Gestaltung des Buchs. Liebevolle, farbenfrohe Bilder von Cathy Ionescu erzählen auf ihre Weise die Ereignisse nach. Gleichzeitig lockern sie den Textfluss auf und bieten kleine Lesepausen an. Die Schrift ist natürlich in großer Erstleseschrift, mit angenehm breitem Zeilenabstand und in der für die Reihe typischen Farbe blau gehalten. Das erleichtert das Lesen und hilft Kindern, ihre Lesekompetenz zu festigen.

Leni und das kitzelige Pony

„Leni und das kitzelige Pony“ ist eine tolle Erstlesegeschichte für Tier- und speziell Ponyfans. Mit einfachen Worten und klaren Sätzen erzählt Astrid Frank von einem Mädchen, das in ein neues Zuhause gezogen ist und sich nun einlebt - mit allen Höhen und Tiefen. Die Geschichte spricht junge Leserinnen sofort an und hilft ihnen, ihr Lesekönnen zu festigen.

Details

Bewertung

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