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König Artus und die Ritter der Tafelrunde

von Katharina Neuschaefer, Katja Gehrmann (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 21. September 2017

König Artus und die Ritter der Tafelrunde

Jedes Zeitalter und jedes Land hat seine Helden, über die Legenden erzählt werden. Geschichten, die von einer Generation an die nächste weitergereicht werden. Doch je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es, den wahren Kern dieser Legenden noch zu erkennen. Das ist auch nicht immer wichtig, manchmal möchte man einfach nur die Helden bei ihren Taten begleiten. Ein neues Vorlesebuch aus dem ellermann Verlag macht dies einmal mehr möglich: "König Artus und die Ritter der Tafelrunde".

Von tapferen Rittern und strahlenden Helden

Die Legende von König Artus kennt fast jeder. Er wuchs als Sohn bei Sir Ector auf und war noch ein Page, als er seinen Ziehvater und dessen Sohn auf ein Turnier nach London begleitete. Dort, so wurde vorausgesagt, solle ein Wunder darüber entscheiden, wer der neue Hochkönig von England werden würde. Wem es gelänge, das Schwert aus dem Stein zu ziehen, solle von nun an diesen Titel tragen. Doch egal wer es versuchte, keinem gelang es. Erst als Artus nach dem Schwert griff - eine Verzweiflungstat, brauchte er doch für seinen Bruder schnell eine Waffe - geschah das Wunder. Artus zog das Schwert heraus und war von nun an Hochkönig von England. Doch nicht alle seine Untertanen waren ihm treu ergeben. Viele neideten ihm diesen Titel.
Artus regierte gerecht und holte sich oft Rat vom großen Zauberer Merlin. Er heiratete die schöne Ginevra, versammelte die edelsten Ritter seines Landes an der Tafelrunde, darunter Sir Lancelot. Er beauftragte die Suche nach dem Heiligen Gral, kämpfte gegen seinen Sohn Mordred und wurde schwer verletzt auf die Insel Avalon gebracht, wo er noch heute im Schlaf liegt und auf seine Rückkehr wartet.

Zeitlose Sage in neuem Gewand

Die Geschichten von König Artus und den Rittern der Tafelrunde sind nicht nur zeitlos, sondern auch nach wie vor bei Alt und Jung beliebt. Sie erzählen von großen Heldentaten, von Mut, Gerechtigkeit, vom Einsatz für die Schwachen und dem Kampf gegen das Böse. Sie handeln von Ritterlichkeit, Magie, Zauberern und mächtigen Herrinnen. Das alles kommt niemals aus der Mode und fasziniert uns immer wieder aufs Neue. Nun wurden die Sagen des großen Königs einmal mehr nacherzählt und in einem Buch festgehalten. Das besondere an ihm: Es wurde speziell für Kinder ab fünf Jahren geschrieben. Mit Begeisterung und Faszination hören sie zu, wenn ihnen vorgelesen wird. Der Erzählstil ist kindgerecht und modern. Auch wurde die Handlung inhaltlich entschärft und ist weniger gewalttätig und intrigenreich. Wichtige und zentrale Elemente wurden beibehalten. So können auch Kinder diese zeitlose, großartige Sage um den englischen König anhören, in die jene vergangene Welt eintauchen und das sagenumwobene Camelot bereisen.
Begleitet werden sie von vielen Illustrationen. Diese zeigen Szenen aus dem jeweiligen Abschnitt, lassen aber nicht die mittelalterliche Atmosphäre aufkommen, denen man sonst in Illustrationen klassischer Sagen begegnet. Vielmehr sind sie sehr kindlich gezeichnet und wirken manchmal unfertig. Das ist nicht negativ, sondern betont vielmehr an welches Zielpublikum sich dieses Vorlesebuch richten möchte.

"König Artus und die Ritter der Tafelrunde" erzählt die zeitlose und beliebte Sage um Merlin, das Schwert Excalibur und natürlich Artus neu und vor allem kindgerecht nach. So können bereits junge Geschichtenfreunde in die mittelalterliche Welt eintauchen und von großen Heldentaten lesen.

Details

Bewertung

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