Kid Normal: So sehen Helden aus!

Antolin Quiz
von Greg James, Chris Smith, Raimund Frey (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 29. August 2018

Kid Normal: So sehen Helden aus!

Wer hatte nicht schon einmal den Gedanken, an der völlig falschen Schule zu sein? Zwischen Schülern und Lehrern zu sitzen, die eigentlich gar nicht zu einem passen? Nun, Murph Cooper hat nicht nur das Gefühl, am falschen Platz zu sein, er ist es sogar wirklich. Warum? Davon erzählen Greg James und Chris Smith im Buch "Kid Normal: So sehen Helden aus!".

Ein Irrtum mit Folgen

Zum gefühlten hunderten Mal sind Murph und seine Mutter umgezogen. Nun sind sie erneut auf der Suche nach einer Schule, die Murph ab sofort besuchen kann. Doch leider erweist sich die Suche als aussichtlos. Alle Schulen in der Stadt sind hoffnungslos überfüllt und außer auf der Warteliste ist nirgendwo ein Platz frei. Da fällt Murphs Mutter mehr durch Zufall ein seltsames Gebäude auf, das eine Schule zu sein scheint. Ohne lange nachzudenken nutzt sie die Gelegenheit, erzählt dem Direktor von ihrem äußerst begabten Sohn und was für ein Überflieger er doch sei - und bekommt doch noch einen Schulplatz für Murph.
Was sie zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht weiß, dass dies keine normale Schule ist. Im Gegenteil. Es ist eine Schule für Kinder mit besonderer Begabung. Mit Superheldenbegabung. Etwas, das Murph natürlich nicht hat. Doch bevor der sich mit diesem Umstand auseinandersetzen kann, taucht auch schon ein übler Bösewicht auf, der die Stadt unter seine Kontrolle bringen will…

Aberwitziger Lesespaß

Greg James und Chris Smith legen mit ihrem Buch "Kid Normal: So sehen Helden aus!" nicht nur ein absolut witziges und abgedrehtes Leseabenteuer vor, sondern auch den Start zu einer amüsanten und vielversprechenden Reihe. Es geht um Superhelden, die keine sind. Um Superkräfte und um gar keine Kräfte, was genauso super ist.
Durch einen Irrtum, ein Missverständnis landet unser Protagonist und Held an einer Schule für Kinder mit ungewöhnlichen Fähigkeiten. Superheldenfähigkeiten - allerdings sind die meisten dieser Fähigkeiten tatsächlich eher ungewöhnlich. Wie zum Beispiel bei Hilde, die in der Lage ist, Pferde herbeizurufen. Und das ist jetzt nicht unbedingt die Kraft, mit der man große Heldentaten vollbringt, aber es ist eine Kraft…
Natürlich erwartet man in einer Geschichte über Helden auch entsprechende Bösewichte. So auch hier. Nektar, nennt sich dieser und ist eine DNA-Manipulation zwischen Wespe und Mensch. Eine missglückte Kreuzung, aber dennoch böse und dank seiner rechten Hand auch sehr gefährlich. Und das nicht nur, weil er Picknicks zerstören möchte und sich in Eiscreme wälzen will.
Doch genug veraten. Die Handlung ist äußerst flüssig und kurzweilig erzählt. Das Buch ist ein richtiger Pageturner, einmal angefangen, taucht man sofort ins Geschehen hinein. Dabei ist es schwer zu sagen, ob nun die fesselnde Handlung mitreißt oder der aberwitzige Humor. Flotte Dialoge, skurrile Ereignisse und aberwitzige Charaktere machen das Buch zu einem sehr unterhaltsamen und lustigen Lesevergnügen.

"Kid Normal: So sehen Helden aus!" ist ein Buch für alle Fans von Superhelden. Und darüber hinaus für alle Fans von abgedrehten, aberwitzigen und urkomischen Charakteren, Orten und Handlungen. Flüssig und locker geschrieben, unterhält es und vermag auch Lesemuffel zu fesseln.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Illustration:

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