Kepler62

Kepler62: Die Pioniere

Antolin Quiz
von Timo Parvela, Bjørn Sortland, Pasi Pitkänen (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 17. August 2020

Kepler62: Die Pioniere

Hat man alles hinter sich zurückgelassen, was einen bisher ausgemacht hat, gibt es in der Regel auch kein Zurück mehr. Insbesondere, wenn seit dem Aufbruch Jahrhunderte vergangen sind, was unter anderem bei interstellaren Reisen passiert. Im vierten Band der Reihe „Kepler62“, welcher den Titel „Die Pioniere“ trägt, ist man nun endlich am Ziel der Reise angekommen. Aber was erwartet die Kinder dort?

Beinahe komplikationslos funktioniert die Landung und die beiden überlebenden Schiffe landen auf dem Planeten Kepler62, die Santa María und die Pinta. Die Kinder sind sehr überrascht von dem, was sie dort sehen. Denn sie finden mitnichten eine lebensfeindliche Umgebung vor. Im Gegenteil, es handelt sich um einen gemäßigten Planeten mit atembarer Luft und ausgeprägter Flora. Marie, gewissermaßen die Waffenexpertin der Kinder, erforscht gemeinsam mit Ari und Joni die Umgebung. Dabei stellt sie fest, dass sie offenbar ein zusätzliches Talent hat: Sie kann Kontakte mit anderen Lebewesen knüpfen.
Doch nicht alles geht gut. Joni, der schon vor der Abreise angeschlagen war, wird wieder krank – Grund ist offenbar ein unbekanntes Virus, an dem dann sogar ein anderes Kind stirbt. Offenbar gibt es nur eine Möglichkeit, den Kranken zu retten, doch diese ist sehr gefährlich…

Bis zum vierten Band hat „Kepler62“ eine Konsequenz gezeigt, die für die Zielgruppe der Leserschaft geradezu erstaunlich und ein wenig beängstigend war. In „Die Pioniere“ wechselt die Perspektive vollständig zu Marie, die sich aus ihrer bisherigen Rolle als Außenseiterin langsam in die Gemeinschaft hineinarbeitet. Was ein bisschen misstrauisch stimmt, ist ein bisher nur angedeuteter Griff in die Trickkiste. Denn von Anfang an war klar, dass die Reise Jahrhunderte dauern würde, weswegen alle auf der Erde längst tot wären, bis das Raumschiff endlich am Ziel ankommt. Und doch wurde schon im Vorband ein Wurmloch durchflogen, wodurch so viel Zeit eingespart wurde, dass man nun doch nicht so weit in der Zukunft ist – das wird zumindest nebenbei erwähnt. Die Charaktere bleiben aber auch in jenem vierten Band ihrer Einstellung treu. Sie wissen, dass jemand sie manipuliert und im Hintergrund arbeitet. Aber wer das ist, müssen sie herausfinden.
Die Illustrationen des Bands sind etwas ausufernder als sonst und zeigen zum ersten Mal auch hellere, freundlichere Bilder. Trotzdem ist schon jetzt klar, dass es dabei nicht unbedingt bleiben wird.

Bild

„Die Pioniere“ ist der vierte Band der Reihe Kepler62 von Timo Parvela und Bjørn Sortland, sowie Illustrator Pasi Pitkänen. Das Ende der Reise ist erreicht, doch das bedeutet nur einen neuen Anfang mit anderen Herausforderungen, Gefahren und Unbekannten. Da nicht alle an einem Strang ziehen, darf man sehr gespannt darauf sein, wie sich die Handlung im Folgeband weiterentwickelt. Denn eines ist sicher – dort wird sich einiges ändern.

Details

Bewertung

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