Lesezug: Vor- und Mitlesen

Girgel und Klecks

Antolin Quiz
von Michaela Holzinger
Rezension von Janett Cernohuby | 30. März 2014

Girgel und Klecks

Unsere Sprache verfügt über harte und weiche Buchstaben, die zu unterscheiden und somit richtig auszusprechen für viele Kinder schwierig ist. Doch das ist kein Grund zur Sorge, kann man mit Kindern auf spielerische Weise die korrekte Aussprache üben. Etwa mittels den Büchern aus der G&G-Lesezug Reihe. "Girgel und Klecks" von Michaela Holzinger und Christa Wolfinger beschäftigen sich beispielsweise mit den Buchstaben G und K.

Girgel der Gartenzwerg und Klecks der Kuckuck haben ein gemeinsames Ziel: einen hohen Berg zu besteigen. Doch während Girgel vom Gipfel des Berges aus einen Platz sucht, an dem er sein Häuschen aufstellen kann, hofft Klecks, dass der Wind seine Worte ins Land trägt. Hier oben auf der Bergspitze lernen die beiden sich kennen und erfahren von den Sorgen des anderen. Denn Girgel benötigt einen windstillen Ort, immerhin will er ja ein Kartenhaus aufstellen. Klecks hingegen erhofft vom Wind den nötigen Schwung für sein "Gug-gug" zu bekommen. Natürlich weiß Klecks sofort, dass Girgel kein Kartenhaus, sondern ein Gartenhaus meint. Und Girgel ist klar, dass Klecks gug-gug' viel kräftiger klingen muss. Klecks nimmt seinen neuen Freund auf den Rücken und zusammen fliegen sie in den Wald. Dort beobachten sie die Tiere, wie sie auf ihre Art laut und kraftvoll, aber auch leise und sanft ihre Laute von sich geben. An einem See schließlich üben sie nicht nur das gerade gelernte, sondern finden auch ein schönes, neues Zuhause.

Es ist für Kinder nicht immer leicht, alle Worte richtig auszusprechen. Dabei ist die korrekte Aussprache in vielerlei Hinsicht sehr wichtig. Schließlich gibt es nicht ohne Grund die Redewendung "Wie man spricht, so schreibt man". Wie sollen Volksschulkinder später einmal die richtige Verwendung von harten und weichen Buchstaben erlernen, wenn sie sprachlich keinen Unterschied erkennen? Vielen Kindern fällt genau das schwer und sie benötigen noch einige Sprachübungen und Beispiele. Dank den Autorinnen Michaela Holzinger und Christa Wolfinger finden sie diese verpackt in der lustigen Geschichte "Girgel und Klecks". Die Erzählung ist in der Reihe "Lesezug: Vor- und Mitlesen" erschienen, weswegen die Geschichte nicht nur sprachlich sehr simpel ist, sondern obendrein einzelne Wörter durch kleine Bilder ersetzt. Als vorlesendes Elternteil, Tante, Oma...kann man bei diesen Büchern Kinder aktiv in das Vorlesen einbinden. Man lässt das Kind für die jeweiligen Bilder Worte oder manchmal auch Satzteile einsetzen und regt so gleichzeitig zum kreativen Sprachgebrauch an. Zudem wird auch die Aufmerksamkeit der Kinder trainiert. Sie müssen genau zuhören, um ihren Einsatz nicht zu verpassen. Das Buch schließt mit Spiel- und Spaß-Seiten ab, auf denen Kinder noch einmal überprüfen können, ob sie den Sinn der Geschichte erfasst haben.
Die Handlung ist übrigens einfach und geradlinig, aber deswegen nicht minder lustig geschrieben. Ein Zwerg, der für sich ein "K"artenhaus sucht, und ein Kuckuck, der seinen Namen nicht kräftig aussprechen kann, faszinieren Kinder und lassen sie gebannt der Erzählung lauschen. Vielleicht übt so manches von ihnen gleich, kräftig und laut oder sanft und leise die Buchstaben k und g auszusprechen.

Zusammengefasst ist "Girgel und Klecks" ein schönes Kinderbuch, welches seinen jungen Lesern dabei hilft, die beiden verwandten Buchstaben G und K richtig auszusprechen. Eine simple, aber dennoch fesselnde Handlung lädt Kinder dazu ein, die Unterschiede der beiden Buchstaben kennenzulernen. Gleichzeitig regt das Buch auch zum Mitlesen an und bietet durch das Ersetzen von Worten durch Bilder auch die Möglichkeit dazu. Das alles macht "Girgel und Klecks" zu einem empfehlenswerten Buch für Eltern, deren Kinder Probleme mit der Aussprache oder Unterscheidung der bereits erwähnten Buchstaben haben.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:

Könnte Ihnen auch gefallen: