Fritz Fantom: Der Schrecken der Schule

Antolin Quiz
von Thomas Brezina, Pablo Tambuscio (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 24. März 2020

Fritz Fantom: Der Schrecken der Schule

Was wäre ein Held ohne seine Gegner? Jemand, der durch den Kampf gegen Kleinkriminelle in Erinnerung bleibt? Wohl kaum. Batman hat seinen Joker, Superman Lex Luthor. Und auch der zweirädrige Held Tom Turbo hat einen Erzfeind: Fritz Fantom. Nach vielen Jahren des Widersachertums und einer Rolle als Nebencharakter bekommt er nun endlich sein eigenes Buch: „Der Schrecken der Schule“.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Insbesondere wenn der Apfel wurmig ist und der Baum nur sehr kurze Äste hat. Bei einer reinen Gangsterfamilie ist das zumindest sehr naheliegend. Gleich zu Beginn erfährt man vieles über sein Trauma und die unglaubliche Geschichte der Familie Fantom. Schon der Großvater ist ein Verbrecher, die Tante auch und seine Eltern – nun, die sind leider nach einem Überfall auf ein Kreuzfahrtschiff verschollen. Trotzdem war er der schlechteste auf der Gaunerschule, was in anderen Worten bedeutet: der beste. Doch in den Augen seines Großvaters und seiner Tante ist er trotzdem nie genug, vor allem, weil er immer wieder gegen Tom Turbo den Kürzeren zieht. Also hat er einen Plan, um endlich auf die beiden hinabsehen zu können. Leider geht das völlig schief. Und deshalb muss er, mangels Größe, plötzlich wieder zur Schule gehen. Dort findet er sich allerdings nicht zurecht, ist eine reguläre Schule doch etwas anderes als eine Gaunerschule. Als er weiterschrumpft, sieht er nur noch eine Möglichkeit zur Rettung. Er muss seinen Erzfeind Tom Turbo um Hilfe bitten. All das, ohne dass sein Gesicht auch nur ein einziges Mal gezeigt wird.

Fritz Fantom: Der Schrecken der Schule

Was im DC-Universum schon mit zwei Oscars honoriert wurde, nämlich dem Erzfeind des Protagonisten selbst eine Stunde im Rampenlicht zu gönnen – zwei Joker-Hauptdarsteller haben ihn für ihre Rolle erhalten –, wurde nun auch von Thomas Brezina aufgegriffen, wenngleich erst einmal in Buchform. Der ewige Widersacher, dem Tom Turbo immer auf der Spur ist, hat nun sein eigenes Werk erhalten. In bewährter Manier mit wenig Text, großflächigen und amüsanten Illustrationen von Pablo Tambuscio versehen, den man unter anderem aus der Neufassung von Bronti kennt, macht der Band wirklich Spaß. Und wie man es aus manchen Superhelden-Adaptionen kennt, ist er natürlich nicht böse bis ins Mark und auch bereit, Schwächeren zu helfen, ohne dabei jedoch seine eigenen (mittel-)finsteren Pläne aus dem Auge zu verlieren. Alle, die immer mehr über Fritz Fantom wissen wollten, haben nun die Chance dazu. Ein Geheimnis bleibt allerdings immer noch verborgen. Man erfährt nicht, wer unter der Maske steckt.

Fritz Fantom: Der Schrecken der Schule

„Der Schrecken der Schule“ ist der erste Teil von „Fritz Fantom“, einem Werk, das sich zum ersten Mal hauptsächlich dem Erzfeind von Tom Turbo widmet. Man erfährt vieles über den Schurken im lilafarbenen Anzug und mit Cape. Aber eines wird in dem Werk, das Thomas Brezina verfasst und von Pablo Tambuscio illustriert wurde, dennoch nicht gelüftet: Sein Gesicht.

Details

Bewertung

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