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Frau Gute Miene sucht ihr spurlos verschwundenes Glücksgefühl

von Silke Antelmann, Matthias Lehmann (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 12. Dezember 2016

Frau Gute Miene sucht ihr spurlos verschwundenes Glücksgefühl

Wer kennt solche Tage nicht, an denen man völlig grundlos unglücklich ist? An denen man sich über nichts freuen und auch durch nichts auf andere Gedanken bringen lassen kann. Ja, man hat schlichtweg sein Glücksgefühl verloren. So geht es auch Frau Gute Miene aus dem Kinderbuch "Frau Gute Miene sucht ihr spurlos verschwundenes Glücksgefühl".

Ein morgendlicher Blick in den Spiegel zeigt es: Frau Gute Miene hat ihr Glücksgefühl verloren. Sofort geht sie zur Polizei und bittet Kommissar Habichdich um Hilfe. Dieser zögert nicht lange und beginnt sofort, nach Frau Mienes Glücksgefühl zu suchen. Dabei treffen die beiden auf den Hund November, der weinend unter einem Baum sitzt. Er hat seine beiden Freunde Oktober und Dezember verloren. Frau Miene und der Kommissar überlegen nicht lange und helfen auch Hund November, seine Freunde zu finden. Statt der Freunde finden sie aber eine Prinzessin - die ebenfalls auf der Suche ist - und einen traurigen Dirigenten, der nichts mit sich anzufangen weiß. Die Suche wird immer verzwickter - doch mit einem Lied kommt zuerst bei Frau Miene das Glücksgefühl zurück und ruft danach weitere Ereignisse hervor.

"Frau Gute Miene sucht ihr spurlos verschwundenes Glücksgefühl" ist ein witziges und liebevolles Kinderbuch. Es erzählt von Glück und Traurigkeit, von Freundschaft und Einsamkeit. Die Geschichte ist voller Anspielungen und Metaphern. Bereits die Figuren stehen für spezielle Verhalten und Wesensarten. So ist der Kommissar Habichdich ein dienstbeflissener Beamter, der streng nach Vorschrift vorgeht und alles genau nimmt. Zumindest versucht er das, aber im Laufe der Handlung gerät ihm das Ruder ein wenig aus der Hand. Frau Gute Miene, um die es ja hauptsächlich geht, ist eine nette, ruhige und gelassene Dame, der jedoch etwas wichtiges verloren gegangen ist: ihr Glücksgefühl. Wo und wie und wann, kann sie allerdings nicht genau sagen. Es war einfach weg. Zusammen machen sich die beiden auf die Suche und treffen dabei auf weitereSuchende. Auch sie verkörpern etwas ganz Spezielles und sind ebenfalls auf der Suche nach der Erfüllung ihrer Sehnsüchte. Letztendlich gelingt es ihnen allen auch, wenngleich nicht dort, wo sie es erwartet haben.
Begleitet wird die Geschichte mit ansprechenden Illustrationen. In warmen, weichen orange-grau Tönen zeichnete Matthias Lehmann die Figuren und die Kulisse zur Handlung. Dabei lässt er die Charaktere so aussehen, wie man sie sich beim Lesen der Geschichte auch vorstellen würde. Traurigkeit, Glück, Verzweiflung und Freude kommen in seinen Bildern ebenso deutlich herüber, wie in der Erzählung selbst.

"Frau Gute Miene sucht ihr spurlos verschwundenes Glücksgefühl" ist ein unterhaltsames Kinderbuch für junge Leser ab sechs Jahren. Die witzige Handlung mit vielen Anspielungen versteht es, junge Zuhörer zu unterhalten, während die stimmungsvollen Illustrationen die Geschichte treffend abrunden. Ein tolles Buch für Selbstleser, aber auch zum Vorlesen.

Details

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