Tulipan ABC

Finn und Frieda halten den Herbst auf

Antolin Quiz
von Martin Klein, Kerstin Meyer (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 12. September 2017

Finn und Frieda halten den Herbst auf

Mit dem Voranschreiten des Augusts und dem Näherrücken des Septembers macht sich in uns langsam Schwermut breit. Wer den Sommer in vollen Zügen genießt, denkt nicht gerne daran, dass er enden wird. Für ihn könnte es immer so weitergehen. Auch die Geschwister Finn und Frieda wollen an ein Ende der heißen Jahreszeit nicht denken. Davon erzählt das wunderbare Erstlesebuch "Finn und Frieda halten den Herbst auf".

Sommer adé, der Herbst ist da

Als die Geschwister Finn und Frida an diesem Morgen freudig in den Garten laufen, erwartet sie eine böse Überraschung. Über Nacht hat der Herbst Einzug gehalten und kühlere Temperaturen mitgebracht. Die Pflaumen am Baum haben sich blau gefärbt, einige Blätter haben ihr Grün gegen Gelb oder Rot eingetauscht und sind bereits zu Boden gefallen. Aber die Geschwister wollen nicht, dass es Herbst wird. Daher beschließen sie, ihn zu vertreiben. Kurzerhand malen sie die Blätter wieder grün an und toben im Planschbecken. Ob das jedoch den Herbst aufhalten kann?

Stimmungsvolle, verspielte Geschichte

Wer kennt es nicht, dieses bittersüße Gefühl der Traurigkeit, wenn der Sommer sich allmählich dem Ende zuneigt? Wenn die Abende kühler werden und man ganz deutlich spürt, dass der Herbst bald Einzug hält. Genau diesem Gefühl begegnet man in "Finn und Frieda halten den Herbst auf". Die Geschichte für Erstleser erzählt von zwei Kindern, die den Sommer in vollen Zügen genossen haben. Mit Bestürzen stellen sie eines Morgens fest, dass diese großartige Zeit vorbei ist, dass der Herbst beginnt und seine bunten Farben mitbringt. Doch die Kinder sind noch nicht bereit dafür. Sie sind noch auf Sommer-Sonne eingestellt und beschließen, den Herbst einfach aufzuhalten. Sie ignorieren das kühle Wetter und rennen lachend durch die Wiese. Kurzum, sie reden sich ein, der Sommer wäre noch immer da und ignorieren den Herbst einfach. Der wiederum gibt sich ordentlich Mühe, von den beiden gesehen zu werden. Mit kühlen Temperaturen, Tau im morgendlichen Gras und natürlich einem ordentlich Herbstregenschauer.
Es macht einfach Spaß, Finn und Frieda dabei zuzuschauen, wie sie mit aller Kraft den Herbst aufzuhalten versuchen. Wie ihnen immer wieder etwas Neues einfällt, um den Kreislauf der Natur zu stoppen. Sie sind kreativ und ideenreich, sie sind mit Feuereifer und Begeisterung bei der Sache und sie spornen sich immer wieder gegenseitig mit neuen Einfällen an. Diese Euphorie springt auf den Leser über und für einen kurzen Moment glaubt auch er daran, dass der Herbst aufgehalten werden kann. Dem ist aber nicht so, wie alle am Ende einsehen müssen. Doch es ist kein trauriges Ende, das uns mit aller Klarheit bewusst macht, dass die Jahreszeiten nicht aufgehalten werden können. Es ist ein stimmungsvolles, sanftes Ende, in dem die ganze Familie gemeinsam Abschied vom Sommer nimmt - mit den Dingen, die sie so gerne während der letzten Monate gemacht haben. Der Leser schlägt das Buch zu und ist nun auch bereit für das, was mit dem Herbst kommen wird. Die bunten Farben, die herabfallenden Blätter, ja selbst das Regenwetter und die kürzer werdenden Tage. Denn auch sie bringen viel Neues und Aufregendes mit sich.

"Finn und Frieda halten den Herbst auf" ist eine wunderschöne, stimmungsvolle Geschichte für Erstleser ab sieben Jahren. Mit vielen farbenfrohen Illustrationen und in leicht lesbarer Schrift erzählt Martin Klein uns hier eine Geschichte vom beginnenden Herbst und scheidenden Sommer. Es ist eine wunderbare Geschichte, die man jetzt, zu dieser Jahreszeit, einfach lesen muss.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Gefühl:
  • Illustration:

Könnte Ihnen auch gefallen: