Tulipan ABC

Finn und Frieda finden den Frühling

Antolin Quiz
von Martin Klein, Kerstin Meyer (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 19. Februar 2018

Finn und Frieda finden den Frühling

Sobald die Tage wieder länger werden, warten wir sehnsüchtig auf den Frühling. Wir haben sie satt, die lange, kalte und graue Winterzeit, die uns aufs Gemüt drückt. Wir sehnen uns nach warmem Sonnenschein, nach blühenden Blumen und zwitschernden Vögeln. So auch die Geschwister Finn und Frieda, die sich in ihrem neuen Abenteuer auf die Suche nach dem Frühling begeben.

Finn und Fried finden den Frühling

Etwas ist anders, als Finn und Frieda an diesem Morgen in die Schule gehen wollen. Nicht weil sie verschlafen haben, sondern weil in ihrem Vorgarten ein kleiner Igel sitzt. Nachdem er ziemlich schwach ist, bringen ihn die Geschwister zur Tierärztin. Die schlägt vor, dass die beiden den Igel bei sich behalten und ihn aufpäppeln. Er ist viel zu früh aus dem Winterschlaf erwacht, denn der Frühling lässt noch auf sich warten. Gleich am Wochenende ziehen Finn und Frieda mit ihrem Opa los und wollen den Frühling aufspüren. Tatsächlich finden sie auch schon die ersten Frühlingsboten in Form von Krokussen. Auch ein paar Kräuter wachsen schon im Park und werden von den dreien eingesammelt. Daraus wollen sie eine Sieben-Kräuter-Kraftsuppe kochen, die auch den schwachen Igel wieder munter werden lässt. Überhaupt ist der bald sehr aktiv und verlässt nun die Geschwister. Hinaus in den Frühling, um seine eigenen Wege zu gehen.

Ein Frühlingsbuch für Erstleser

So mancher kennt die Geschwister Finn und Frieda bereits, die im letzten Jahr voller Eifer versuchten, den Herbst aufzuhalten. Nun sind sie zurück und nehmen uns einmal mehr mit hinaus in die Natur und zu den Jahreszeiten. Gesucht wird nun der Frühling, auf den ein jeder schon sehnsüchtig wartet. Wie schön ist es, die ersten Frühlingsboten blühen zu sehen, wie Schneeglöckchen (die allerdings im Buch nicht erwähnt werden) und Krokusse ihre Blüten öffnen und uns mit ihren Farben verwöhnen. Wenn das erste Grün auf den Zweigen aus Knospen hervorbricht, warme Sonnenstrahlen neue Energie schenken und die ersten Zugvögel aus dem Süden zurückkommen. Doch so weit ist es bei Finn und Frieda noch nicht. Sie suchen zunächst noch nach den ersten Boten. Diese Suche findet natürlich wieder viel im Freien statt - wie auch im Vorgängerband. Dennoch ist die Stimmung hier eine andere. Es ist nicht die des Abschieds, sondern die des sehnsüchtigen, ungeduldigen Wartens. Doch diese Ungeduld nimmt auch ein wenig die Stimmung. Man spürt beim Lesen nicht den gleichen Feuereifer, nicht die gleiche Begeisterung, obwohl sie durchaus vorhanden ist. Denn die Geschichte um den kleinen Igel ist ergreifend und löst auch beim Leser den Wunsch aus, dass endlich der Frühling kommen soll. Trotzdem fehlt etwas, der kleine Funke, der die Stimmung und die Atmosphäre auf den Leser überträgt.

"Finn und Frieda finden den Frühling" lädt Erstleser ab sieben Jahren einmal mehr dazu ein, die Natur und die Jahreszeiten zu erkunden. Dieses Mal trauern die Geschwister aber nicht einer Jahreszeit nach und versuchen diese mit allen Mitteln festzuhalten, sondern warten sehnsüchtig darauf, dass die nächste beginnt. Durch dieses ungeduldige Warten kann die Frühlingsstimmung und die damit erwachende Energie nicht ganz auf den Leser überspringen. Dennoch macht auch dieses Buch Spaß zu lesen und hält eine ganz besondere Geschichte aus dem Kinderalltag bereit.

Details

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