Fina Federwolke

Antolin Quiz
von Barbara Rose, Petra Theissen (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 30. Juli 2015

Fina Federwolke

Neue Freunde zu finden ist mitunter gar nicht so einfach. Gerade wenn man in einen neuen Kindergarten kommt und dort noch niemanden kennt, steht man vor einer Herausforderung. Nur Geduld, alles kommt zu seiner Zeit - so heißt es auch in Barbara Roses Bilderbuch "Fina Federwolke", das wir uns näher angesehen haben.

Heute ist Lenis erster Tag im Kindergarten, aber so richtig wohl fühlt sie sich nicht. Keiner spielt mit ihr und sie traut sich nicht, auf die anderen zuzugehen. Als sie am Abend traurig in ihrem Bett liegt, passiert etwas Zauberhaftes. Ein fliegendes Pony kommt zu ihr ins Zimmer. Dieses stellt sich als Fina Federwolke vor und nimmt Leni mit auf eine Reise durch eine magische Welt. Hier ist alles ruhig, schimmernder Blütenstaub schwirrt durch die Luft und zarte Blumen wachsen überall. Hinter einem Busch sitzt ein kleines, braunes Häschen und schaut Leni neugierig an. Fina Federwolke lehrt sie, Ruhe und Geduld zu haben. Damit soll sie schon bald Freunde im Kindergarten finden und nicht mehr so traurig sein. Und tatsächlich kommt am nächsten Tag im Kindergarten ein Kind auf Leni zu und lädt sie zum gemeinsamen Spielen ein…

"Fina Federwolke" ist eine einfühlsame, zarte Geschichte. Über allem schwebt ein Hauch Ruhe und Ausgeglichenheit, der vor allem von Pony Fina Federwolke ausgestrahlt wird. So lädt die Geschichte zum Träumen und Entspannen ein. Vor allem über der Zauberwelt, in die Fina die kleine Leni mitnimmt, herrscht eine entspannte Atmosphäre. Diese Welt ist gefüllt mit Wiesen voller zarter Blumen und idyllischen Seen, über denen Elfen tanzen. Hier kommt nicht nur Leni zur Ruhe und kann fern von den Ansprüchen des Alltags abschalten, sondern auch die Leserinnen werden zum Träumen und Verweilen eingeladen. Wunderbar harmoniert hier geschriebenes Wort mit gezeichneter Szene. So fällt es ganz leicht, sich vorzustellen, ebenfalls durch die Blumenwiesen zu wandern. Die Farben der Szenen strahlen uns in freundlichen Pastelltönen entgegen.
Doch das Bilderbuch verzaubert nicht nur, es will jungen Leserinnen auch etwas mit auf den Weg geben. Nämlich wie man den Druck des Alltags loslassen kann, wie man Vertrauen zu sich selbst findet und somit an unterschiedliche Dinge gelassener herangeht. Vor allem wenn es um Freundschaft geht. Mit Zwang und Hektik wird man nur schwer die Sympathien anderer gewinnen. Leichter geht es dagegen mit Geduld und Ruhe.

"Fina Federwolke" ist ein poetisches, einfühlsames Kinderbuch, bei dem man träumen und sich entspannen kann. Die Autorin nimmt junge  Leserinnen mit in eine zauberhafte Welt, deren Hauptmerkmale Ruhe und Harmonie sind. Hier können sie lernen, dass alles Zeit und Geduld braucht - insbesondere Freundschaften.

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