Emilio und das Meer

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von Elisa Sabatinelli, Iacopo Bruno (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 31. März 2021

Emilio und das Meer

Blaue Wellen mit weißen Schaumkronen brechen sich am Strand. Während sich die Sonne auf der Oberfläche spiegelt, erstrecken sich dunkelblau seine Tiefen, in denen eine geheimnisvolle, farbenprächtige Welt verborgen liegt. Die Rede ist vom Meer. Es scheint unendlich zu sein, berührt den Horizont und geht darüber hinaus. Welche Schätze mag es wohl in seinen Tiefen verbergen, welche Geheimnisse hüten? Von einem besonderen Schatz erzählt Elisa Sabatinelli in ihrem opulenten Kinderroman „Emilio und das Meer“.

Die Perle

Die Liebe zum Meer wurde Emilio in die Wiege gelegt. Seit jeher lebt seine Familie am Meer, betreibt dort ein Tauchzentrum. Von seinem Großvater hat Emilio auch die Geschichte von der Perle gehört, die weit unten in den Tiefen des Meeres liegt. Sie ist etwas ganz Besonderes, Kostbares und Reines. Keine Perle ist wie sie, keine strahlt wie sie. Gesehen hat sie Emilios Großvater nie, aber dennoch weiß Emilio, dass es sie gibt. Und er weiß noch etwas, dass er sie finden möchte. Tatsächlich, eines Tages findet er sie, gut versteckt auf dem Meeresboden. Er nimmt sie mit nach Hause. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten und so wird auch ein Bösewicht auf die Perle aufmerksam. Er stielt ihr Licht und bringt dadurch das Meer in Aufruhr.

Emilio und das Meer

Eine Liebeserklärung an das Meer

Elisa Sabatinelli hat mit „Emilio und das Meer“ viel mehr geschrieben, als nur ein Kinderbuch. Es ist auch nicht nur eine Geschichte über einen Jungen, eine Perle und das Meer. Es ist eine Hommage, eine Liebeserklärung an die See mit all ihren Geheimnissen und ihrem Zauber. Poetisch und wortgewaltig erzählt die Autorin diese magische Abenteuer. Schon in den ersten Sätzen spürt man ihre Liebe zum Meer, ihren Respekt und ihre Achtung. Voller Faszination lässt man sich von Emilios Schilderungen mitreißen. Er erzählt von seiner Familie, vom Leben am Meer, dem Leben mit dem Meer. Er spricht von Gezeiten, von der Natur, von den Wundern unter Wasser. Er erzählt aber auch von Menschen, guten wie bösen, von Freunden und von Neidern. Elisa Sabatinelli versteht mit Worten umzugehen und schafft es, die Leserschaft vom ersten Moment an in den Bann zu ziehen. Der Geschichte haftet etwas Geheimnisvolles, etwas Magisches, etwas Kraftvolles an. Man taucht in sie ein, versinkt in ihr, wie Emilio während seiner Tauchgänge in den Tiefen des Meeres versinkt.
Dabei wird die Autorin auch von imposanten und farbprächtigen Illustrationen unterstützt. Eindrucksvoll ließ Iacopo Bruno Emilios Leben, seine Welt in Bildern Gestalt annehmen. Sie tragen die Atmosphäre der Worte in sich, betonen sie und prägen damit das Buch. Sie lassen die Geschichte in einem eigenen Licht erstrahlen. So entstand eine ganz besondere Perle unter den Büchern.

Emilio und das Meer

Geheimnisvolle Tiefen, einzigartige Lebensräume, Ruhe, Entspannung, aber auch Sehnsucht und Unendlichkeit - alles das bringen wir mit dem Meer in Verbindung und alles das lässt Elisa Sabatinelli in ihren beeindruckenden Kinderroman „Emilio und das Meer“ einfließen. Sie erzählt eine magische und poetische Geschichte voller Kraft und mit einer wichtigen Botschaft über den Umgang mit dem Meer. Schnell taucht man in die Geschichte ein und lässt sich von deren Strömung mitreißen.

Details

Bewertung

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