Jojo und die Dschungelbande

Ein Faultier findet Freunde

Antolin Quiz
von Usch Luhn, Astrid Henn (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 30. Mai 2018

Ein Faultier findet Freunde

Was wissen wir über Faultiere? Sie sind langsam. Sie schlafen viel. Sie bewegen sich wenig. Kurz gesagt: Sie sind den ganzen Tag so richtig faul. Doch nicht bei allen ist der Name auch Programm. Ein kleines Faultier im großen Regenwald fällt aus der Reihe: Jojo. Warum das so ist und was es alles erlebt, davon erzählt Usch Luhn in ihrem Buch "Ein Faultier findet Freunde".

Von Faultieren und Nicht-Faultieren

Jojo ist nicht wie die anderen Faultiere. Den ganzen Tag an seinem Ast zu hängen, viel schlafen und nur gelegentlich langsam ein Auge zu öffnen, langweilt ihn ungemein. Nein, Jojo möchte herumturnen, Spaß haben und die Welt entdecken. Leider ist er damit aber eine Ausnahme unter den Faultieren. Dennoch soll sich sein bisheriges Leben ändern, als im Nachbarbaum eine große Tukan-Familie einzieht. Jetzt ist es vorbei mit der herrlichen Ruhe, denn die Tukane machen ordentlich Krach. Einer von ihnen fällt Jojo besonders auf: Tamtam. Es dauert nicht lange und die beiden werden gute Freunde. Bei einem Ausflug zum Fluss treffen sie auf das Jaguarmädchen Suria, mit dem sie ebenfalls Freundschaft schließen. Doch dann bedroht ein Panther das Zuhause von Jojo und seiner Familie.

Spritzig tierische Erstlesereihe

Mit "Jojo und die Dschungelbande: Ein Faultier findet Freunde" hat Usch Luhn ein wunderbar heiteres Dschungelabenteuer für junge Leser ab sieben Jahren geschaffen. Gleichzeitig ist es aber auch der Beginn einer neuen Lesereihe, in der es hinein in den tiefsten Regenwald geht. Hier leben zwischen allerlei exotischen Tiere die drei Freunde Jojo, Tamtam und Suria. Bevor von ihren spannenden und aufregenden Unternehmungen erzählt wird, lernen wir die drei Tiere erst einmal kennen. Jojo, der Namensgeber der Reihe, ist ein kleines Faultier, das ganz sicher alles andere als faul ist. Eher im Gegenteil, sein Name ist Programm. Wie ein Jojo, das an einer langen Schnur auf und ab rollt, klettert Jojo putzmunter den Baum rauf und runter - immer nach einer Gelegenheit Ausschau haltend, dem langweiligen Alltag zu entkommen. Zu einer ganz besonderen kommt es, als er seinen neuen Freund Tamtam kennenlernt. Auch hier ist der Name Programm. Der Tukan ist ziemlich verrückt, überdreht und ständig am herumplappern. Zusammen ergänzen sie sich wunderbar, sind sie doch beide auf der Suche nach ganz besonderen Abenteuern und Unternehmungen. Das Jaguarmädchen Suria lernen sie erst am Ende des Bandes kennen und so erfahren wir zunächst nur wenig über sie. Vermutlich wird sie im zweiten Band mehr in den Vordergrund gerückt werden.
An Spannung fehlt es diesem ersten Buch keineswegs. Nicht nur, weil wir neue Charaktere kennenlernen, sondern auch, weil die Faultiere gegen Ende in große Gefahr geraten, als ein gefährlicher Panther auftaucht. Hier wird es so richtig spannend und die jungen Leser halten vor lauter Aufregung den Atem an.
Begleitet wird die Geschichte von großflächigen und bunten Illustrationen. Astrid Henn griff dafür zu Stift und Farbe und ließ die bunte Dschungelwelt zum Leben erwachen. In leuchtenden Farben präsentiert sich der Regenwald mit seinen Bewohnern. So fröhlich und heiter wie die Geschichte ist, sind auch die Bilder gelungen. Sie runden das Buch nicht nur perfekt ab, sondern bieten Erstlesern auch immer wieder kurze Lesepausen an.
Am Ende des Buchs gibt es dann noch ein paar verrückte Fakten über Faultiere, Jaguare und Tukane.

"Jojo und die Dschungelbande" ist eine tierisch-lustige Erstlesereihe, die mit "Ein Faultier findet Freunde" einen großartigen Start hinlegt. Hier gibt es neue Freunde, aufregende Ausflüge und gefährliche Situationen. Lesespaß und gute Unterhaltung sind garantiert.

Details

Bewertung

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