Edison

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Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes
von Torben Kuhlmann
Rezension von Stefan Cernohuby | 16. September 2018

Edison

Wenn sich Mäuse auf Entdeckungsreise begeben, geht es meistens um ein Stück Käse oder Speck. Doch nicht alle kleinen Nager lassen sich so leicht in Fallen locken. Denn Torben Kuhlmann lässt sie große Entdeckungen machen und als Forscher an die ungewöhnlichsten Orte reisen. So auch in seinem neustens Band „Edison – Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“.

Vieles hat sich verändert, seit eine Maus einen Transatlantikflug geschafft und eine andere sogar den Mond bereist hat. Nichts scheint mehr unmöglich zu sein. Das ist auch der kleinen Maus bewusst, die die Universität der Mäuse besucht und dort gebannt an den Lippen des vortragenden Mauseprofessors hängt. Denn von ihm erhofft sie sich Hilfe. Einer ihrer Vorfahren hatte auf einer Atlantiküberquerung mit dem Schiff einen Schatz dabei, doch das Schiff ist niemals angekommen. Obwohl sich die Hintergründe als interessant erweisen und möglicherweise tatsächlich auf einen Schatz hinweisen, sträubt sich der Professor anfangs. Erst als sich die kleine Maus durch ihre Experimente mit Tauchglocken selbst in Gefahr bringt, erklärt sich der Professor bereit, ihr zu helfen. Denn auch er hat selbst bereits ein großes Abenteuer erlebt und Erfahrung damit, das Unmögliche möglich zu machen. Und so finden sie heraus, was der Schatz tatsächlich war und was dieser mit Thomas Alva Edison zu tun hatte.

Wie immer verliert man sich sofort in den Bildern der Werke von Torben Kuhlmann. Die liebevoll und detailreich gestaltete Umgebung und die Mäuse, die allgegenwärtig ihren eigenen Geschäften nachgehen, sind wirklich faszinierend. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Bänden wird hier zwar auch ein Abenteuer erlebt, jedoch nicht das titelgebende. Dies liegt vermutlich daran, dass das Konzept, immer die Maus des Vorgängerbandes nochmals auftreten zu lassen, sonst nicht möglich gewesen wäre. Denn die Mondlandung war in den 1960ern, während Edison seine Glühbirne im Jahr 1879 patentieren ließ. Insofern musste sich das Buch um eine Spurensuche handeln. Etwas, das auch tastsächlich funktioniert, obwohl der Band dennoch nicht ganz so gut ist wie die Vorgänger. Trotzdem ist seine Daseinsberechtigung aufgrund der interessanten Thematik und natürlich aufgrund der genialen grafischen Umsetzung unbestritten. Wer die ersten beiden Bände sein Eigen nennt, sollte auch hier unbedingt zugreifen. Denn nicht nur Kinder lesen diese Bücher gerne.

„Edison – Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“ von Torben Kuhlmann ist der dritte Ausflug in den Mikrokosmus jener Mäuse, die den Menschen als Wissenschaftler und Entdecker immer einen Schritt voraus sind. Obwohl es sich diesmal eher um eine Spurensuche handelt, ist die Geschichte interessant und rollt das Genie einer Maus diesmal von hinten auf. Das Werk erreicht das Level der Vorgänger nicht ganz, ist aber dennoch absolut empfehlenswert.

Details

Bewertung

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