Drei sind keiner zu viel

Antolin Quiz
von Eulàlia Canal, Rocio Bonilla (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 02. August 2017

Drei sind keiner zu viel

Wenn sich zwei Freunde gefunden haben, unternehmen sie alles zusammen und sind unzertrennlich. Kommt dann aber ein dritter hinzu, wird es brenzlig. Denn dann kommen Angst und Eifersucht, der beste Freund könnte sich abwenden und mehr für den Neuen interessieren. Das ist auch Thema im Bilderbuch "Drei sind keiner zu viel".

Von Freundschaft, Geistern und Eifersucht

Jeden Nachmittag treffen sich Bär und Murmeltier, spielen miteinander und haben jede Menge Spaß. Sie sind die besten Freunde. Nur eines mag Murmeltier nicht: Wenn Bär Ente einlädt. Genau das hat er nun getan und Murmeltier ist sauer. Also hängt er einfach ein Schild mit den Worten "Wir sind nicht zu Hause, wir sind Gespenster" auf. Tja, und dann passiert es. Als Bär nachschauen will, wo Ente bleibt, steht plötzlich tatsächlich ein weißes Gespenst vor der Tür.

Warmherzig, witzig und mit einer klaren Botschaft

Die Angst einen Freund an jemand anderen zu verlieren, haben alle Kinder. Es ist ganz normal, dass sie sich zunächst dagegen wehren und Ausreden erfinden, warum jemand nicht mitspielen darf. Wichtig ist jetzt, dass man ihnen mit Verständnis begegnet und einfühlsam erklärt, warum ihr Verhalten nicht in Ordnung ist. Dabei hilft das Bilderbuch "Drei sind keiner zu viel". Warmherzig und mit einem Augenzwinkern erzählt Eulàlia Canal von Bär und Murmeltier, die gerade etwas Ähnliches erfahren. Sie schildert zunächst die Freundschaft zwischen den beiden und wie viel Spaß sie zusammen haben. Während Murmeltier aber lieber mit Bär alleine sein möchte, will der diese schöne Zeit gerne mit jemand anderem teilen. So entwickelt sich eine witzig-komische Situation, mit der keiner gerechnet hat und die bei Kindern für viel Lachen sorgen wird. Damit geht aber die Aussage hinter dem Ganzen nicht verloren. Im Gegenteil, sie wird unterhaltsam verpackt und kommt dadurch viel spielerischer und unterhaltsamer bei den Kindern an. Sie sehen, dass Gefühle wie Eifersucht und Angst auch von anderen empfunden werden, dass sie normal sind. Ebenso erfahren sie, dass diese Gefühle völlig unbegründet sind. Nur weil ein neuer Freund dazukommt, heißt das nicht, dass man seinen alten verliert. Im Gegenteil, denn nun hat man noch jemandem, mit dem man Spaß und Freude haben kann.

Drei sind keiner zu viel
Drei sind keiner zu viel
Drei sind keiner zu viel

Diese Botschaft bringt Eulàlia Canal mit ihrem Buch wunderbar warmherzig und witzig zu den jungen Lesern. Begleitet wird die Erzählung dabei von ebenso humorvollen und tollen Illustrationen von Rocio Bonilla. Großflächig und mit vielen Details erzählen ihre Bilder die Geschichte nach. Dabei kommen die Emotionen in Gesichtsausdruck und Körperhaltung wunderbar zur Geltung. Die Bilder begeistern junge Leser ebenso, wie die Geschichte selbst.

"Drei sind keiner zu viel" ist eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Eifersucht und kleine Lügen, die ungeahnte Folgen haben. Wenngleich Kinder hier eine wichtige Botschaft mit auf den Weg bekommen, geschieht das sehr unterhaltsam, witzig und spielerisch. Gerade dadurch können sie sich sehr gut auf die Handlung einlassen, lauschen begeistert, wenn ihnen vorgelesen wird und schließen das Buch schnell in ihr Herz.

Details

  • Originaltitel:
    Els fantasmes no toquen a la porta
  • Verlag:
  • Erschienen:
    07/2017
  • Umfang:
    48 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    4 Jahre
  • ISBN 13:
    9783770700035
  • Preis:
    14,99 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Anspruch:
  • Gefühl:
  • Illustration:

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