Drachen haben nichts zu lachen

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von Franz Sales Sklenitzka, Bernd Lehmann (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 14. November 2019

Drachen haben nichts zu lachen

Seit Franz Sales Sklenitzka vor nunmehr 40 Jahren den ersten Band seiner Drachenreihe herausgebracht hat, haben zahlreiche Kinder die Abenteuer von Ritter Ottokar von Zipp und seinem Drachen Klemens gelesen. Mittlerweile haben diese Geschichten auch im Deutschunterricht Einzug gehalten und selbst wenn sie nicht in voller Länge gelesen werden, so sind sie in Auszügen zumindest in den Lesebüchern zu finden. Anlässlich des 40. Jubiläums wurde der erste Band „Drachen haben nichts zu lachen“ noch einmal neu aufgelegt und mit einem Schmuckeinband versehen.

Wie alles begann

Ritter Ottokar von Zipp ist kein typischer Ritter. Im Gegenteil. Er nimmt nicht an Turnieren teil, kann nicht mit dem Schwert kämpfen, sondern verkriecht sich lieber auf seiner Burg und in seinen Büchern. Außerdem liebt Zipp Tiere und besonders Drachen. Darum suchen letztere immer häufiger in seinen Wäldern Zuflucht. Drachen zu jagen und zu töten ist eine beliebte Beschäftigung aller Ritter, nur bei Zipp können sie in Frieden leben. Bis jetzt zumindest. Denn Zipps Nachbar Sigmund Silberzahn-Floretto hat heimlich in Zipps Wäldern eine Falle gegraben, in die prompt ein junger Drache stürzt. Zum Glück kann Zipp den Drachen noch rechtzeitig befreien und dieser weicht ihm von nun an nicht mehr von der Seite.
Gleichzeitig veranstaltet der Herzog mal wieder ein Ritterturnier, an dem dieses Mal auch Zipp teilnehmen muss. Zusammen mit seinem Freund Archibald von Exeter, einem Minnesänger, trainiert er für das Turnier. Zipp will es unbedingt gewinnen, denn er hat einen ganz besonderen Wunsch…

Drachen haben nichts zu lachen

Neuauflage zum Jubiläum

Muss man über einen Kinderroman, der seit 40 Jahren immer wieder aufs Neue eine junge Leserschaft begeistert, noch viel sagen? Wohl kaum. Franz Sales Sklenitzka hat mit seinen Figuren Ottokar von Zipp und Drache Klemens Kinderbuchhelden geschaffen, die auch heute noch begeistern. Sie sind charmant und vor allem Oskar von Zipp ist völlig anders als der typische Ritter. Er hält nicht viel vom Kämpfen, macht sich nichts aus Reichtum, Titeln und vor allem respektiert er Tiere, allen voran Drachen. Ihm sind andere Werte wichtiger, darunter gutes Benehmen, Höflichkeit und auch Literatur. Alles das verpackt Sklenitzka in einer äußerst witzigen und humorvollen Geschichte. Einer Geschichte, die zeitlos ist und nach wie vor Kindern anspricht. Diese lachen über die seltsame Namensgebung der Ritter, sind empört über deren rüpelhaftes Benehmen und daher auch sofort angetan von Zipps Charakter. Freilich ist vieles in der Geschichte hoffnungslos überzeichnet, aber genau das macht sie so wunderbar und unterhaltsam. Es gibt Anspielungen und Wortwitz. Vieles verstehen Kinder schon sehr gut, über anderes schmunzeln vorlesende Eltern.

Drachen haben nichts zu lachen

In seiner neuen Ausgabe präsentiert sich das Buch in neuem Gewand. Der Einband ist mit Metallfolienprägung versehen, die Illustrationen schuf Bernd Lehmann neu. Zweifarbig in rot-schwarz zeichnete er einzelne Szenen aus der Geschichte nach, denen auf der nächsten Seite schmuckvolle Vignetten in Form von Drachenschwänzen und ähnlichem folgen. Diese Bilder verleihen dem Buch ein ansprechendes Aussehen und gleichzeitig bieten sie Kindern etwas fürs Auge. So macht Lesen der ohnehin schon unterhaltsamen Geschichte gleich noch mehr Spaß.

Drachen haben nichts zu lachen

„Drachen haben nichts zu lachen“ von Franz Sales Sklenitzka ist kein neues Buch, aber es eine neue Auflage, in der sich der beliebte und immer wieder gern gelesene Klassiker präsentiert. Anlässlich seines 40. Jubiläums hat sich der G&G Verlag diese in Auftrag gegeben und spricht damit erneut ein junges Lesepublikum an, das sich nur zu gerne auf die Abenteuer von Ritter Zipp und Drache Klemens einlässt.

Details

Bewertung

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