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Die total verrückte Schrumpf-Maschine

Antolin Quiz
von Heike Wiechmann
Rezension von Janett Cernohuby | 11. September 2018

Die total verrückte Schrumpf-Maschine

Lesenlernen ist anstrengend und nicht immer leicht. Da ist es wichtig, dass Kinder mit Geschichten motiviert werden, die sie unterhalten, die sie zum Lachen bringen und die sie gerne weiterlesen. Heike Wiechmann hat in ihrer Erstlesegeschichte beliebte Kinderthemen aufgegriffen und spannend umgesetzt: ungewöhnliche Erfindungen, in Not geratene Verwandte und einen pfiffigen Helden.

Die total verrückte Schrumpf-Maschine

Anton hat eine ganz besondere Oma, denn seine Oma ist Erfinderin. Zu gerne würde Anton ihr einmal zu Hand gehen und auch etwas Tolles erfinden. Doch seine Oma erlaubt ihm nicht, in ihrer Werkstatt zu helfen. Er sei noch zu klein, sagt sie. Anton wünscht sich, es gäbe eine Maschine, die ihn groß werden lässt. Sofort beginnt seine Oma damit, ein solches Gerät zu bauen. Ausgerechnet da passiert es. Beim Bau der schrumpft sich seine Oma versehentlich. Noch bevor Anton sie wieder auf Normalgröße zurückverwandeln kann, zerstört der Kater das Gerät. Nun ist Antons große Chance gekommen. Er greift zum Schraubenzieher, repariert die Maschine und beweist seiner Oma, dass er sehr wohl schon groß genug zum Basteln und Tüfteln ist.

Lesemotivation durch spannende Geschichte

Alle Kinder, die mit Begeisterung Filme darüber schauen, dass Eltern, Lehrer oder Kinder geschrumpft werden, werden mit diesem Buch jede Menge Spaß haben. Denn die Katastrophe, die oft für viele Lacher und tolle Unterhaltung sorgt, wird auch Thema des Erstlesebuchs von Heike Wiechmann. Hier lernen wir einen cleveren Jungen kennen, der eine besonders coole Oma hat. Die erfindet ständig neue Sachen - auch dieses Mal. Doch leider geht dabei etwas schief und der Junge wird zum großen Retter.
Der Plot hat Potential und die Autorin versteht es auch, daraus eine tolle Geschichte für Erstleser zu schreiben. Wenngleich mit einfachen Worten, in kurzen Sätzen geschrieben und auf einer geradlinigen Handlung aufbauend, erwartet Kinder hier ein toller Lesespaß. Die Geschichte ist spannend und begeistert. Man kann sich sehr gut in Anton hineinversetzen, der einerseits stolz auf seine Oma ist, andererseits aber auch frustriert, da er nicht helfen darf. Dabei sieht er sich doch auch schon als groß genug, um einmal selbst etwas zu basteln. In der Geschichte bekommt Anton seine Chance, sich zu behaupten und nutzt sie auch richtig. Leser bekommen hier also große Themen präsentiert, mit denen sie sich identifizieren können.
Im Vordergrund steht aber der Spaß - sowohl in der Lektüre selbst, als auch der Spaß am Lesen. Das Buch motiviert zum ersten selbstständigen Lesen, indem es auf einfachen Satzbau, ein großes Schriftbild und natürlich einen hohen Bildanteil zurückgreift. Das erleichtert das Lesen und überfordert Kinder nicht. Am Ende können sie das Buch zuklappen und voller Stolz verkünden, dass sie ihr erstes Buch alleine gelesen haben. Das ist Ansporn, um zum nächsten zu greifen. Als weiteres Extra sind in der Geschichte und am Ende Leserätsel eingebunden. Mit ihnen wird das Textverständnis überprüft. So werden Kinder auf spielerische Weise dazu angehalten, sinnerfassend zu lesen. Ein praktisches Lesezeichen enthält übrigens den Lösungsschlüssel für die Profifragen.

Zusammengefasst ist Heike Wiechmans „Die total verrückte Schrumpf-Maschine“ ein tolles Erstlesebuch für Kinder der 1. Klasse. Die spannende, lustige, aber einfach geschriebene Geschichte begeistert sie und lässt sie erste Leseerfolge haben. So wird nicht nur die Lesekompetenz gestärkt, sondern auch die Begeisterung für Bücher geweckt.

Details

Bewertung

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