Der kleine Medicus

Die geheimnisvolle Villa

Antolin Quiz
von Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer, Sabine Rothmund (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 26. August 2021

Die geheimnisvolle Villa

Im Jahr 2005 wurden die Bestsellerlisten wochenlang von Dietrich Grönemeyers Kinderbuch „Der kleine Medicus“ geprägt. Auch in den Folgejahren gab es verschiedene Adaptionen und Weiterentwicklungen. Im Jahr 2021 hat sich der Tessloff Verlag dieser Abenteuergeschichte angenommen und in modernisierter Neuauflage vier Bände veröffentlicht. Den Anfang macht „Die geheimnisvolle Villa“, in der wir erfahren, wie alles begann.

Ein Schulsportunfall mit Folgen

Heute steht im Sportunterricht Seilklettern auf dem Programm. Frido ist gar nicht begeistert davon, denn er hasst es, an den dicken Tauen bis zur Decke zu klettern. Trotzdem kommt er nicht drum herum. Und da passiert es. Frido rutscht ab und fällt nach unten. Zwar landet er auf der dicken Matte, trotzdem hat sein Fuß etwas abgekriegt und schmerzt, sobald Frido aufsteht. Sofort fährt der Sportlehrer mit dem verletzten Frido und den Kindern Nano, Lilly und Manuel zu einem Arzt. Doch Dr. X arbeitet nicht in einem Krankenhaus, sondern in einer geheimnisvollen Villa. Vor allem der wissbegierige Nano ist begeistert von den modernen Geräten und Instrumenten. Im Labor von Micro Minitec, der Assistentin des Doktors, entdeckt Nano eine geniale Erfindung: eine Schrumpfmaschine. Fasziniert betrachtet Nano die Maschine und drückt dabei neugierig einen Knopf. Plötzlich verspürt er ein Kribbeln und beginnt zu schrumpfen. Damit beginnt sein Abenteuer. Denn Nano klettert schnell in eine silberne Kapsel und begibt sich auf die Reise seines Lebens.

Der kleine Medicus: Die geheimnisvolle Villa

Abenteuer mit Sachbuchcharakter

Der kleine Held ist also kein Unbekannter, doch erscheint nun in einem neuen Gewand und in modernisierter Neuauflage. Die Geschichten wurden in die Gegenwart geholt und mit entsprechender Technologie neu ausgestattet. In diesem Auftaktband heißt es aber erst, die wichtigen Charaktere und auch das Wesen der Reihe kennenzulernen. Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer kombiniert im kleinen Medicus spannende Abenteuer mit Sachbuchcharakter. Er erzählt nicht einfach nur eine Geschichte, er bettet in diese viel Hintergrundwissen über medizinische Untersuchungen und Funktionalität von Geräten ein. Natürlich angepasst an das Verständnis seiner jungen Leserschaft. Denn trotz aller Sachinformationen soll das Buch ja spannend und unterhaltsam sein. Das gelingt dem Autor. Er nimmt sich den nötigen Raum, um Nano vorzustellen und dessen Begeisterung für die Medizin. Gleiches gilt für Dr. X, seine Assistentin und die geheimnisvolle Villa. So werden Leser*innen mit dem Setting und den Figuren vertraut, bevor sie sich in ihr erstes großes Abenteuer stürzen. Dieses wird bereits am Ende von Band 1 angekündigt, was einen gelungenen Cliffhanger herbeiführte. So werden Kinder ganz schnell zu Band 2 greifen, um zu erfahren, was Nano in geschrumpfter Form neues über den menschlichen Körper lernen wird.
Ebenfalls neu ist die grafische Gestaltung des Buchs. Anders als in der Erstauflage setzt der Verlag rein auf Illustrationen. Diese stammen von Sabine Rothmund, die mit kleinen atmosphärischen Illustrationen den Text bereichert.

Der kleine Medicus: Die geheimnisvolle Villa

„Der kleine Medicus: Die geheimnisvolle Villa“ ist ein spannender und informativer Roman, der Leser*innen ab acht Jahren zeigt, wie der menschliche Körper funktioniert und welche technischen Geräte den Medizinern zur Verfügung stehen. Für wissenshungrige Kinder, die sich für den Körper und Medizin interessieren, ist dieses Buch sehr empfehlenswert.

Details

Bewertung

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