Die Freude springt aufs Trampolin

von Tina Oziewicz, Aleksandra Zając (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 11. November 2021

Die Freude springt aufs Trampolin

Gefühle können unterschiedlich, gegensätzlich und manchmal auch ziemlich verwirrend sein. Gerade Kinder werden von ihnen überwältigt, wenn diese mit all ihrer Kraft über sie hereinbrechen. Es fällt ihnen nicht leicht, ihre Gefühle in Worte zu fassen und über sie zu sprechen. Darum ist es an uns ihnen zu helfen, die Welt der Gefühle zu verstehen und mit ihnen klarzukommen. Dabei helfen viele Kinderbücher. Eines davon ist Tina Oziewiczs und Aleksandra Zającs „Die Freude springt aufs Trampolin“.

Was Gefühle so machen

Vom Aufstehen am Morgen bis zum Schlafengehen am Abend begleiten uns Gefühle. Sie sind sehr unterschiedlich, mal springen sie gut gelaunt aufs Trampolin, ein anderes Mal hüllen sie sich ängstlich ein, um kurz darauf glücklich davon zu schweben. Gefühle sind mannigfaltig, sie richtig zuzuordnen ist nicht immer leicht. Hierbei wollen die Autorin Tina Oziewicz und Illustratorin Aleksandra Zając helfen. Sie stellen in ihrem schlichten, aber sehr ausdrucksstarken Bilderbuch über 30 verschiedene Gefühle vor.

Die Freude springt aufs Trampolin

Schlichte Gestaltung, große Wirkung

Wenn man gefragt wird, was etwa Freude oder Traurigkeit, Mut oder Angst bedeuten, wird man erst einmal tief Luft holen und dann überlegen, wie man diese Fragen am einfachsten beantwortet. Das Bilderbuch zeigt es. Mit einem pointierten Satz wird jede hier vorgestellte Emotion wunderbar auf den Punkt gebracht. Ihre wesentliche Eigenschaft wird beschrieben, wobei Autorin Tina Oziewicz auf ganz alltägliche Handlungen zurückgreift. Da liegt die Zufriedenheit mit einer Tasse Tee im Sessel und die Dankbarkeit strickt einen Pullover. Unterstützt wird dieser Satz von Aleksandra Zającs ausdrucksstarken Illustrationen. Auch sie sind sehr minimalistisch gehalten. Wir sehen kleine Wesen, die aus Gefühlen eine Person machen und das im Satz beschriebene durch bestimmte Handlungen zeigen. Mit feinem Gespür und Fingerspitzengefühl setzt die Illustratorin auch kleine Akzente, die uns schmunzeln lassen. Wir sehen nicht nur Gefühle, sondern auch Reaktionen und Ergebnisse, die diese auslösen. Die graue Farbgebung zieht sich durch das Buch durch, wird hier und da durch Blau- und Rottöne zaghaft durchbrochen.

Die Freude springt aufs Trampolin

Das Buch lädt zum miteinander Reden und gemeinsamen Entdecken ein. Wunderbar poetisch und gefühlvoll nehmen uns die beiden Autorinnen mit in die Welt der Gefühle, zeigen uns, was jedes einzelne so besonders macht und wozu sie uns bringen können. Die pointierten Sätze, die leichten und liebevollen Illustrationen ließen ein Bilderbuch der besonderen Art entstehen. Einen Schatz, den Eltern und Kinder gemeinsam entdecken und über dessen Inhalt sie sich intensiv austauschen können.

Details

Bewertung

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