Lesestarter, Berti und seine Brüder

Der voll verpatzte Schulstart

Antolin Quiz

1. Lesestufe
von Lisa-Marie Dickreiter, Andreas Götz, Nikolai Renger (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 28. Januar 2020

Der voll verpatzte Schulstart

Der aufregendste Tag eines jeden Erstklässlers ist und bleibt der erste Schultag. Gerne erinnern sie sich daran zurück, als sie stolz die prall gefüllte Schultüte zur Schule trugen. Auch Berti wird sein erster Schultag immer in Erinnerung bleiben - wenngleich aus ganz anderen Gründen.

Wenn alles schief läuft

Berti kann es kaum glauben. Ausgerechnet an seinem ersten Schultag hat er verschlafen! Und mit ihm die ganze Familie. Jetzt heißt es raus aus den Federn und rein ins Auto. Die Zeit ist nicht nur für das Frühstück zu knapp, selbst umziehen geht nicht mehr. Und so fährt Berti zusammen mit seinen älteren Brüdern und seinen Eltern im Pyjama zur Schule. Eine Katastrophe? Von wegen! Schon an der nächsten Ampel wird sein Papa von einem Polizisten aufgehalten. Schnell düsen Berti und seine Brüder zu Fuß zur Schule, da lauert Sternchen, ein total fieser Hund, ihnen auf. Nun heißt es Fersengeld geben, wenn Berti es noch auf das Klassenfoto schaffen möchte…

Berti und seine Brüder: Der voll verpatzte Schulstart

Eine etwas andere Einschulungsgeschichte

Man merkt schon, diese Einschulungsgeschichte verläuft keineswegs so wie die meisten es tun. Hier wird nicht gemütlich gefrühstückt, ist keine knisternde Vorfreude spürbar, wird nicht der Freund oder die Freundin abgeholt, die dann in die gleiche Klasse zu einer supertollen Lehrerin kommt. Nein, hier verschläft unser ABC-Schütze, wird durch eine Polizeikontrolle aufgehalten, muss vor einem gefährlichen Hund davonlaufen und gerät völlig außer Atem, mit einer kaputten Schultüte und total abgehetzt in die Schule.
Chaosfamilie oder einfach nur riesengroßes Pech?
Vermutlich beides. Doch für die Leser ist es in erster Linie ein herrlich komischer Lesespaß. Bereits die Vorstellung im Pyjama zur Schule gehen zu müssen, sorgt für Lacher. Das reißt auch nicht ab, wenn die Handlung herrlich schräg und furchtbar chaotisch voranschreitet. Berti kann einem wirklich leidtun. Solch einen verpatzten Schulstart wünscht man keinem. Andererseits heißt es denn nicht auch, wenn die Generalprobe schief geht, wird die Aufführung großartig?

Berti und seine Brüder: Der voll verpatzte Schulstart

Die Geschichte richtet sich ganz klar an Erstklässler, wenngleich aufgrund des doch schon recht umfangreichen Textes an bereits fortgeschrittene Leseanfänger. Denn die Buchstaben sollten sitzen, ebenso das Erfassen von Sätzen. Aber man kann den Text ja auch mit jemand anderem gemeinsam lesen. Es kommt auf jeden Fall Fibelschrift zum Einsatz, die zudem angenehm groß ist. Der Text ist in mehrere übersichtliche Abschnitte unterteilt und wird durch viele Illustrationen begleitet. Nikolai Renger trifft hier einfach grandios den Humor der Geschichte und fängt den turbulenten Schulanfang witzig und schräg in seinen Bildern ein. Am Ende des Buchs findet sich dann noch ein Anhang mit Leserätseln, die nicht nur Spaß machen, sondern bei denen Kinder auch kontrollieren können, wie gut ihr Textverständnis ist.

„Berti und seine Brüder“ erleben einen voll verpatzten Schulstart, der aber bei Erstlesern für viele Lacher sorgt. Die erfrischend andere Handlung ist lustig, chaotisch und turbulent. Obendrein ist sie an der Erlebniswelt von Kindern ausgerichtet, wenngleich diese hoffentlich einen weniger chaotischen, sondern entspannten und tollen Schulstart hatten.

Details

Bewertung

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