Super Neo

Das Ungeheuer in der Unterwelt

von Yayo Kawamura, Sibylle Rieckhoff
Rezension von Janett Cernohuby | 20. April 2016

Das Ungeheuer in der Unterwelt

Lange war es still im Universum. Sonne und Mond zogen auf ihren Bahnen dahin, Kometen flogen durchs All und Neo bastelte an seiner Rakete. Damit ist es nun vorbei, denn das zweite Abenteuer des Weltraumhelden steht in den Startlöchern. Es trägt den Titel "Das Ungeheuer in der Unterwelt" und verspricht spannend zu werden.

Professor Perkosinus ist gerade dabei, seine galaktisch guten Riesen-Kosmellis zu kochen, als Neo einen Notruf von der Erde erhält – und er macht sich sofort auf den Weg. Der Boden bebt, Häuser wackeln und überall ist Qualm und Gestank. Aus einem Gullydeckel rumpelt und heult es, weswegen sich Neo gleich daran macht, diesen genauer zu untersuchen. Er steigt hinab in die Tiefen der Kanalisation und geht den seltsamen Geräuschen aus dem Untergrund nach. Es dauert nicht lange, da trifft er dort unten auf ein riesengroßes Ungetüm - und auf Grünfinger, einen fiesen Bösewicht, der im Auftrag des Oberschurken Gool unterwegs ist. Dessen gemeinen Plan kann nur noch Neo vereiteln.

Mit einem neuen rasanten und witzigen Abenteuer kommt Super Neo zu seinen Lesern. Schon auf den ersten Blick wird klar, dass sich vieles an diesem zweiten Buch über den Superhelden verändert hat. Zunächst ganz offensichtlich die Farbgebung des Covers. War dieses beim ersten Buch noch cool und schwarz, kam man nun vermutlich einem Elternwunsch nach und gewandete das Buch in ein freundliches hellblaues Design. Doch am Zeichenstil und dem flott-peppigen Erzählstil hat sich nichts verändert. Die Geschichte selbst präsentiert sich sehr actionreich und kurzweilig. Es gibt viel Superheldenkraft, tolle Superheldenausrüstung und natürlich besondere Erfindungen. Auch an einem richtig fiesen Schurken mangelt es nicht. Die Illustrationen sind comicähnlich und frech. Einige erstrecken sich im klassischen Bilderbuchdesign großflächig über die Seiten, andere hingegen erscheinen in Panels und Comicstrips. Diese Mischung verleiht dem Buch Spritzigkeit und lässt alles lebendiger erschienen.
Neben dem kurzweiligen Abenteuer wird auch die Hintergrundgeschichte rund um Neo erweitert. So erfährt der Leser aus einem kurzen Gespräch zwischen Neo und Professor Perkosinus, wozu ein galaktisch starker und schneller Superheld überhaupt eine Rakete braucht. Daneben wird ein neuer Oberschurke eingeführt. Waren es im ersten Abenteuer noch Zarafea und Zonk die für Unheil sorgten, steht nun eine eindrucksvollere Persönlichkeit über allem. Der böse Gool hat einen seiner Schergen zur Erde geschickt, um sie in seine Gewalt zu bringen. Wenngleich Neo das verhindert, wird es sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir von Gool gehört haben.

"Super Neo: Das Ungeheuer in der Unterwelt" ist ein temporeiches, spannendes und actiongeladenes neues Abenteuer des Superhelden aus dem Weltall. Wieder einmal gilt es, die Erde vor gemeinen Schurken zu beschützen und natürlich kann dies nur Neo. Das tolle Bilderbuch ist eine gelungene Fortsetzung und wird allen Neo-Fans galaktisch gut gefallen. Nicht verpassen, sagen wir da nur.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Illustration:

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