Das NEINhorn

Das NEINhorn und die SchLANGEWEILE

Antolin Quiz
von Marc-Uwe Kling, Astrid Henn (Illustration)
Rezension von Emilia Engel | 08. Dezember 2021

Das NEINhorn und die SchLANGEWEILE

Das NEINhorn ist zurückgekehrt! Nein!? Doch! Was? Ja, ihr habt richtig gehört. Marc-Uwe Kling hat soeben eine Fortsetzung zu dem allseits beliebten "NEINhorn" herausgebracht. Mussten die Freunde im ersten Teil des Buches zusammenfinden, wartet im neuen Band ein neues Abenteuer auf das NEINhorn, den WASbären, die KönigsDOCHter und den NAhUND. Und der Autor hat dafür gesorgt, dass beim Lesen absolut keine SchLANGEWEILE aufkommen kann.

Das grandios bockige NEINhorn und seine Freunde führen ein unbeschwertes Leben. Niemand sagt ihnen wie sie sein und was sie tun sollen. Mal sind sie dickköpfig, verärgert oder auch fröhlich - mal so und mal so. Aber auch unter guten Freunden kommt es vor,  dass man sich streitet. Und so passiert es, dass sich das NEINhorn mit seinen Freunden verkracht und wutentbrannt abdampft.
Auf seinem Weg durch den Dschungel begegnen ihm wundersame Zwergvögel, die auf der Suche sind nach gestohlenen Mützen sind. Aber auch eine Schlange, die tierisch gelangweilt ist, die SchLANGEWEILE. Weil das NEINhorn ohnehin nichts besseres zu tun hat, will es mit der SchLANGEWEILE spielen. Doch egal welchen Vorschlag das NEINhorn macht, die Schlange sagt dauernd Nein. Das ist das bockige, kleine Einhorn gar nicht gewohnt. Dass sich die Schlange währenddessen immer enger um das NEINhorn wickelt, scheint es erstmal nicht zu bemerken. Schließlich hält es das NEINhorn nicht länger bei der SchLANGEWEILE aus und macht sich auf zum nächsten Abenteuer, nämlich zum wunderlichen Vulkan, der statt Lava Schnee speit. Dort trifft es sich auch mit seinen Freunden wieder und alle sind versöhnt und genießen die schöne Aussicht.

 Das NEINhorn und die Schlangeweile

Nach einem Bestseller wie dem “NEINhorn” ist eine Fortsetzung eine mutige Sache. Denn wie kann man etwas toppen, das so genial und witzig für Kinder und Eltern gleichermaßen war? Toppen kann es Marc-Uwe Kling nicht, aber dennoch ist auch dieses Werk ein super unterhaltsames Buch für alle Leser*innen jung und alt.
Es unterscheidet sich in einigen Details vom ersten Band. So ist der erste Band beinahe zur Hälfte gereimt und der zweite Teil ist eine gewöhnliche Erzählung, denn das NEINhorn mag ja keine Reime. Das hat das Buch auch zu etwas Besonderem gemacht. Also gibt es in diesem Buch nur eine Erzählung, denn ein zweites Mal klappt so etwas natürlich nicht. Nur auf dem Vorsatzblatt gibt es zu Beginn einen kleinen Reim. Eine andere Veränderung ist, dass unsere Helden in diesem Buch auch wirklich reden und nicht nur das obligatorische “Nein, Doch, Was und Na und” von sich geben. Das ist zu Beginn vielleicht etwas ungewohnt.

Das NEINhorn und die Schlangeweile

Die SchLANGEWEILE unterhält die Leserinnen und Leser mit ihrer ungewöhnlichen Aussprache.  Zum Beispiel sagt sie "Schlust" statt "Lust" und "schlieber" statt "lieber" und vieles mehr. Diese Wortspiele sind gerade für die Kleinen lustig und unterhaltsam. Auch dass die Freunde, die sich zu anfangs gestritten haben, am Ende wieder ganz ohne weiteres versöhnt sind, miteinander Spaß haben und sogar Kekse teilen, hat sich der Autor gut ausgedacht.
Die Geschichte ist wieder sehr einfallsreich und witzig verpackt. Es gibt auch eine große Panoramaseite, die sich über fünf Seiten erstreckt und den Blick vom großen wunderlichen Vulkan über das Land abbildet. Die Illustrationen sind allesamt liebevoll, detailreich und humorvoll umgesetzt und begeistern die Eltern und Kinder auch beim häufigen Vorlesen.
Am Anschluss an die Geschichte gibt es wieder lustige Tiere mit witzigen Namen, aber auch etwas zum Ausfüllen in des NEINhorns Freundschaftsbuch. Ein toller Bonus ist die letzte Seite des Buches, auf der es ein Schleiterspiel gibt.

Das NEINhorn und die Schlangeweile

Alles in allem ist auch “Das NEINhorn und die SchLANGEWEILE” ein unterhaltsames Buch für die ganze Familie. Dass es dabei nicht an den Erfolg des ersten Buches heranreichen kann, tut dem Ganzen keinen Abbruch. Den meisten Kindern wird vermutlich gar nicht auffallen, dass es sich vom ersten unterscheidet. Es gibt mehr zu lesen als beim ersten Band und das ist auch etwas Gutes. 

Details

Bewertung

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  • Humor:
  • Illustration:

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