Das magische Auge


Faszinierende 3D-Illusionsbilder von Magic Eye Inc.
von ars Edition
Rezension von Stefan Cernohuby | 27. Januar 2019

Das magische Auge

Mitte der 1990er Jahre gab es ein Phänomen, das vor kaum einem Haushalt halt machte. „Das magische Auge“ nannte es sich und war ein Buch, mit auf den ersten Blick völlig sinnlosen Abbildungen. Überladene Bilder, in denen man so gut wie nichts erkennen konnte. Doch tatsächlich war dies nur die Projektionsfläche. Man musste diese Bilder speziell ansehen. Mit einem 3D-Blick, damit sie ihr verstecktes, dreidimensionales Geheimnis preisgaben. Diese Reihe feiert nun ihr 25jähriges Jubiläum, weswegen bei arsEdition ein Sonderband erschienen ist. „Das Magische Auge – Faszinierende 3D-Illusionsbilder von Magic Eye Inc.“

Man soll ein Buch ja nicht nach dem Einband beurteilen, aber in diesem Fall ist bereits das Buchcover ein 3D-Bild, das eine Skyline zeigt. Auch die Vorsatz- und Nachsatzblätter zeigen Konfetti, wenn man weiß wie man die Seiten ansehen muss. Danach folgt eine kurze historische Zusammenfassung, die den Medienrummel um die Bilder in den 1990ern skizziert – auch wenn einige zumindest fragwürdige Aussagen getroffen werden. Auch eine Anleitung findet man im Buch. In dieser wird erklärt, wie man an das Thema der 3D-Bilder herangehen kann und präsentiert zwei Methoden, um den Bildern ihre Geheimnisse zu entlocken, sowie einige zusätzlich Hinweise.

Das magische Auge

Dann geht es mit den eigentlichen Bildern los. Und diese gibt es in mannigfaltigster Form und verschiedenen Detailgraden. Drei Hunde und eine witzige Tierparty erschienen in vielen Details, während man bei einem Meeresbild nur die Vögel dreidimensional erkennt. Versteckte Musiker, springende Football-Spieler und pokernde Hunde gehören auch zu den Highlights. Weniger Detailreich geht es bei Hollywood zu, auch zwei Schwäne sind sehr minimalistisch. Auf einem Bild kann man Schloss Neuschwanstein sehen. Es gibt noch einige weitere Bilder aus Sport und Freizeit, einige zum Thema Kunst, Liebe und einige Bilder sind einfach nur witzig.

Das magische Auge

Qualitativ sind im Band alle verschiedenen Abstufungen enthalten. Wirklich gelungene, geniale 3D-Bilder, amüsante Bilder ohne Tiefgang, tolle Naturstudien – aber auch zu kleine Bilder, die gerade einmal einen winzigen Bruchteil des Formats nutzen, kaum zu erkennende Konstruktionen und Bilder, die so groß sind, dass man sie kaum im Auge behalten kann. Natürlich kommt vieles auch auf die Fähigkeit des Betrachters an, die 3D-Bilder zu erkennen. Hier ist es natürlich von Vorteil, wenn man mit dem Konzept noch aus den 1990ern vertraut ist und weiß, wie man schnell Sichtergebnisse erzielt. Für Neueinsteiger kann das Buch nämlich ziemlich frustrierend werden, wenn man eben keine versteckten Bilder erkennt. Für alle, die noch einmal in Erinnerungen schwelgen wollen und ein breites aber nicht zu herausforderndes Spektrum an Bildern des magischen Auges entdecken wollen, gibt es jetzt bei arsEdition die Möglichkeit dazu.

Das magische Auge

„Das magische Auge – Faszinierende 3D-Illusionsbilder von Magic Eye Inc.“ ist ein Jubiläumsband, denn das magische Auge wird 25 Jahre. Hier bekommt man von arsEdition nochmals eine tolle Sammlung an unterschiedlich anspruchsvollen Bildern, aber leider auch in verschiedener Qualität. Dennoch kann man das Buch allen Liebhabern von verborgenen 3D-Bildern und experimentierfreudigen und frustrationsresistenten Lesern ans Herz legen.

Das magische Auge

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