Das große Buch der Vergleiche


Groß wie ein Wolkenkratzer, klein wie eine Maus
von Clive Gifford
Rezension von Stefan Cernohuby | 22. Mai 2019

Das große Buch der Vergleiche

Es gibt diverse Maßeinheiten, um die verschiedensten Dinge zu messen und zu bestimmen. Entfernung, Gewicht, Druck, Hitze – sie alle werden durch jene Einheiten bestimmt, doch das sind abstrakte Werte, unter denen sich vor allem Kinder überhaupt nichts vorstellen können. Vergleiche funktionieren hier viel besser. Das hat sich auch Cliff Gofford gedacht, dessen Werk „Das große Buch der Vergleiche – Groß wie ein Wolkenkratzer, klein wie eine Maus“, illustriert von Paul Boston, im moses Verlag erschienen ist.

Schon bevor es mit dem eigentlichen Buch losgeht, wird man mit der wahren Größe einer Vogelspinne und der Winzigkeit von Zwergbilchbeutlern konfrontiert. Danach geht es aber erst richtig zur Sache. Die Hitze eines Blitzes im Vergleich zur Sonnenoberfläche, eine Wolke versus 83 Elefanten und ein Hummelflug gegen die Höhe des Mount Everests sind nur der Anfang.
Zuerst geht es um Groß und Klein. Die Weltbevölkerung wird einem Football-Feld gegenübergestellt, der kleinste und größte Knochen unseres Körpers einander und Teile des Körpers ganz anderen Entfernungen und Größen.
Energieverbrauch und Energieumsetzung sind ebenfalls ein Thema – darunter die Frage, was kann man mit dem Brennwert einer Banane erreichen.
Windstärken, Wassermengen, Pflanzenwachstum und Höhengefüge bedeuten noch stärker verwirrende Größen – doch nicht in diesem Buch. Man dringt in unglaubliche Höhen und in die tiefsten Tiefen von Erde und Meer vor. Man stellt höchste und tiefste Temperaturen vor, vergleicht Planeten mit Obst und Gemüse. Eine der amüsantesten Stellen im Buch ist eine Addition, um von einem Wellensittich gewichtstechnisch bis zum Blauwal zu kommen. Doch weder die ausgestorbenen Dinosaurier, noch Extremsportarten und Weltrekorde dürfen fehlen, noch Längen und Geschwindigkeiten. Die Stärksten und Größten in Tierwelt und bei Maschinen stehen den widerstandsfähigsten, kleinsten und genügsamsten Wesen gegenüber. Kurz gesagt, es ist für alle etwas dabei.

Das große Buch der Vergleiche

Man benötigt schon einiges an Fantasie, um sich all jene Vergleiche einfallen zu lassen, die hier im Buch Platz finden. Aber gerade durch die zahlreichen Illustrationen kann man auch absurd erscheinenden Gegenüberstellungen etwas abgewinnen. Die Autoren arbeiten mit so vielen unterschiedlichen Objekten und Anspielungen, dass auch das Interesse an den entsprechenden Themengebieten geweckt werden kann. Vielleicht interessiert Kinder dann nicht nur die Entfernung zum nächsten Stern, sondern auch Astronomie selbst. Vielleicht ist nicht nur der tiefste Punkt der Erde spannend, sondern auch, welche Kreaturen tatsächlich in der Tiefsee leben.
Das Buch vermittelt wirklich gelungen Größenordnungen, die man sonst nur theoretisch miteinander vergleicht, mit Hilfe von passenden Illustrationen, für Kinder, die mit Lichtjahren, Newton und Kilojoule nicht so richtig viel anfangen können. Zusätzlich bekommt man als Leser Lust, sich mit vielen weiteren Themen auseinanderzusetzen.

Das große Buch der Vergleiche

„Das große Buch der Vergleiche – Groß wie ein Wolkenkratzer, klein wie eine Maus“ ist ein gelungenes Werk von Clive Gifford, gemeinsam mit dem Illustrator Paul Boston, um Kindern verschiedene Einheiten kennenzulernen und sich Verhältnisse vor Augen zu halten, die in der Regel reichlich abstrakt sind. Da sowohl die Illustrationen schön anzusehen sind, als auch die Nebeneffekte, wie Begeisterung für neue Themen, garantiert sind, kann man das im moses Verlag veröffentlichte Buch nur empfehlen.

Details

  • Autor/-in:
  • Originaltitel:
    The Book of Comparisons: Sizing up the world around you
  • Verlag:
  • Genre:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    03/2019
  • Umfang:
    96 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    8 Jahre
  • ISBN 13:
    9783897772410
  • Preis:
    16,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Illustration:

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