Pumuckl kommt zu Meister Eder

Antolin Quiz
von Ellis Kaut, Uli Leistenschneider, Natša Kaiser (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 08. Juni 2020

Pumuckl kommt zu Meister Eder

Es gibt Helden, die altern nicht. Sie sind zeitlos, ebenso wie ihre Abenteuer. Einer dieser Helden ist Pumuckl. Der kleine Kobold mit den roten Haaren und dem schier unerschöpflichen Vorrat an Streichen bringt Kinder nach wie vor zum Lachen. Alle Pumuckl-Fans können sich freuen, denn nun wurde das allererste Abenteuer als Bilderbuch aufgelegt.

Wie alles begann…

Wie war das eigentlich damals, als der Meister Eder den Pumuckl kennenlernte?
Eigentlich war es ein ganz normaler Tag. Schreinermeister Eder stand in seiner Werkstatt im Hinterhof und arbeitete an einem kleinen Schränkchen. Dieses gehörte Frau Steinhauser, die schon auf dem Weg war, es abzuholen. Doch gerade an diesem Tag ging bei Meister Eder alles schief. Ständig fielen Sachen runter oder verschwanden. Dann war der Schraubenzieher weg und kaum hatte Meister Eder diesen endlich gefunden, waren die Schrauben plötzlich versteckt. Der Schreinermeister war schon kurz vor dem Verzweifeln, da sah er etwas Seltsames. Am Leimtopf wurde plötzlich ein kleines, rothaariges Geschöpf sichtbar, das dort festgeklebt war. Der Pumuckl! Ein Kobold, der bei dem bleiben muss, der ihn gesehen hat. Von nun an warten jede Menge Überraschungen und Abenteuer der besonderen Art auf Meister Eder.

Pumuckl kommt zu Meister EderEr ist wieder da

Nicht nur Kinder freuen sich über dieses Bilderbuch, auch wir Eltern sind begeistert, einen Freund aus Kindertagen wiederzusehen. Freilich leicht verändert und neu erzählt, aber insgesamt noch genauso witzig, charmant und frech wie eh und je. Uli Leistenschneider erzählt das allererste Pumuckl-Abenteuer gekonnt nach. Er fesselt Kinder an die Geschichte, lässt sie still werden und gespannt zuhören. Neugierig verfolgen sie mit, wie es in Meister Eders Werkstatt drunter und drüber gehen. Wie hier und da etwas verschwindet. Kennen sie Pumuckl bereits, wissen sie natürlich von Anfang an, wer dahinter steckt. Mit dem Sichtbarwerden des Kobolds endet das Bilderbuch aber noch nicht. Es wird erzählt, wie die beiden sich einleben und insbesondere, wie der Pumuckl sein Schiffschaukelbett bekommt.
So präsentiert sich das Abenteuer in einem neuen, frisches Gewand, zu dem auch Natša Kaisers Illustrationen gehören. Großflächig, farbenfroh und lebendig zeichnete sie nach, wovon die Geschichte erzählt. Wie schon bei der Handlung, sind auch ihre Bilder frischer und moderner, greifen aber altbekannte Details auf. So fällt es nicht schwer, sich in das Buch hineinzufinden, ist doch bereits vieles vertraut. Das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Denn oftmals hadern gerade wir damit, wenn alte Serien einen neuen Anstrich bekommen. Plötzlich gefallen uns Figuren nicht mehr, ebenso wie Darstellungen und Inhalte. Im Fall von Pumuckl ist das nicht so. Hier ist, bis auf einen frischen, überarbeiten Anstrich, alles beim Alten geblieben: Figuren, Kulisse, Geschichte und natürlich der Grundton.

Für alle Pumuckl-Fans die wissen wollen, was genau damals passierte, als der freche Kobold zu Meister Eder kam, gibt es nun ein tolles Bilderbuch. Stimmungsvoll, flott und mit frischen, neuen Illustrationen wird hier das allererste Abenteuer von Pumuckl neu erzählt. Der Grundton und Charme der Originalgeschichten wurden dabei bestens eingefangen und wiedergegeben. So wird das Bilderbuch zu einem Spaß für Kinder und Eltern zugleich.

Details

Bewertung

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