Der fabelhafte Regenschirm

Eine bahnbrechende Erfindung

von Sarah Storm, Sigrid Burkholder (Sprecher/-in)
Rezension von Janett Cernohuby | 15. Februar 2017

Eine bahnbrechende Erfindung

Mit großen Erfindungen haben wir Menschen uns immer schwergetan. Weniger wenn es darum geht, sie zu machen, als sie zu akzeptieren. Zweifel an der Sinnhaftigkeit, am Nutzen und Existenzängste sind oftmals die Ursachen dafür. Auch die ersten motorisierten Fahrzeuge wurde nicht mit Begeisterung aufgenommen. Dazu zählt  das erste Automobil. "Der fabelhafte Regenschirm" entführt auf seiner dritten Reise die Kinder zu jenem Tag, als Bertha Benz ihre Erfindung der Öffentlichkeit präsentierte.

Ella und Ben sind alleine, als sie sich an diesem Nachmittag treffen. Wie der Zufall es will, fängt es ausgerechnet jetzt zu regnen an. Eine gute Gelegenheit, um mit dem fabelhaften Regenschirm auf Reise zu gehen. Der bringt die beiden Freunde dieses Mal nach Mannheim, wo sie Bertha Benz kennenlernen, die Pionierin des Automobils. Bertha und ihr Mann Carl haben gerade das erste Automobil gebaut und wollen es der Öffentlichkeit präsentieren. Doch irgendjemand hat etwas gegen die Erfindung und sabotiert sie. Die Antriebskette ist plötzlich verschwunden und ohne sie kann das Automobil nicht fahren. Ein Desaster kündigt sich an und das Publikum verlässt murrend und enttäuscht die Vorführung. Können Ella und Ben die Kette rechtzeitig finden und helfen, das Automobil für die erste Fahrt zu reparieren?

Zum mittlerweile dritten Mal wird der Regenschirm aufgespannt, um durch Raum und Zeit zu reisen. Wieder geht es zu einer bedeutenden Stätte und einem besonderen Zeitpunkt: die Fahrt mit dem ersten Automobil. Ben und Ella dürfen dabei sein, wenn Carl und Bertha Benz diesen historischen Moment begehen. Doch die Geschichte wäre nur halb so spannend, wenn nicht irgendetwas schiefgehen würde. So kommt es, wie es kommen muss, das Ereignis wurde sabotiert, die Kinder helfen und am Ende wendet sich alles zum Guten.
Die Geschichte, wie auch die komplette Reihe, greift auf Bewährtes zurück: Ein magischer Gegenstand, Zeitreisen, besondere historische Orte und gute Freunde. Kommt das ein wenig bekannt vor? Richtig, es erinnert an das magische Baumhaus. Doch im Gegensatz zu diesem sind diese Geschichten einfacher und geradliniger gestrickt. Es gibt keine weiteren Personen, die die Kinder auf Reisen schicken und sie mit besonderen Aufgaben betrauen. Es gibt keine über das Abenteuer hinausgehende  Rätsel zu lösen, um jemanden von Zaubersprüchen oder -flüchen zu befreien. Beim fabelhaften Regenschirm reisen Kinder einfach durch die Zeit und erleben spannende Abenteuer. Das ist jedoch nur für eingefleischte Baumhaus-Fans ein Kriterium, um diese neue Reihe zu mögen oder nicht. Für alle anderen bedeutet diese Geschichte kurzweilige Unterhaltung und Ausflüge zu besonderen Ereignissen. Wie eben die Geburtsstunde des Automobils. Kein Thema für Mädchen? Weit gefehlt, denn auch für sie ist das Abenteuer spannend, nicht zuletzt, weil es eine Frau ist, die ganz wesentlich an dieser Erfindung beteiligt war.
Die Handlung ist schlicht gestrickt und geradlinig aufgebaut. Es gibt einen Handlungsstrang, der in angemessenem Tempo voranschreitet. Man wird mit keinen überraschenden Wendungen und zusätzlichen Schauplätzen konfrontiert, erlebt keine bösen Überraschungen und Rettungen in letzter Sekunde. Es ist einfach eine Geschichte die unterhält, ihre Fans begeistert und leicht zu hören ist.

"Eine bahnbrechende Erfindung", das dritte Abenteuer unter dem fabelhaftem Regenschirm, nimmt seine jungen Fans erneut mit auf Reisen. Es geht zurück in der Zeit und zu jenem Tag, als Bertha und Carl Benz das erste Automobil vorstellten. Kinder werden dieses Thema mit Begeisterung verfolgen und wieder fabelhaft unterhalten werden.

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