Jakob

Jakob und Conni haben (keine) Angst im Dunkeln?!

von Sandra Grimm, Peter Friedl (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 19. Februar 2016

Jakob und Conni haben (keine) Angst im Dunkeln?!

Fast alle Kleinkinder entwickeln irgendwann Angst vor der Dunkelheit. Das ist in gewissem Maße normal und sinnvoll. Kinder lernen mit der Dunkelheit umzugehen und irgendwann verliert sich diese Angst auch wieder. Eltern sollten ihnen mit Verständnis begegnen und zeigen, dass es nichts gibt, wovor man sich fürchten muss. Kinderbücher zu diesem Thema können ebenfalls eine große Unterstützung sein. Ein solches Kinderbuch ist "Jakob und Conni haben (keine) Angst im Dunkeln?!" aus der gleichnamigen Kinderreihe "Jakob".

Im Kindergarten haben sich Jakob und sein Freund Leo eine richtige Räuberhöhle gebaut. Doch als die Jungs sich in ihr verstecken, wird es Leo etwas mulmig. Er mag es nicht, wenn es dunkel ist. Zum Glück hat Jakob seine Taschenlampe dabei!
Als Jakob am Abend ins Bett geht, ist ihm auch flau im Magen. Als er dann noch ein seltsames Geräusch hört, ruft er vor Angst nach Mama. Conni kommt herbei und findet auch schnell den Grund für das Geräusch. Es ist Kater Mau, der es sich in Jakobs Zimmer gemütlich gemacht hat. Trotzdem fühlt sich Jakob nicht mehr wohl im Dunkeln. Zum Glück hat Conni eine tolle Idee.

Um den dritten Geburtstag herum beginnen Kinder die Dunkelheit als etwas Bedrohliches wahrzunehmen. Ab diesem Alter entwickeln Kinder das sogenannte magische Denken. Sie glauben an Fabel- und Märchenwesen - zu denen eben auch Monster gehören. Hier helfen keine logischen Worte seitens der Eltern, sondern deren Verständnis.  Und natürlich auch Unterstützung. Dies kann in Form von festen Ritualen zur Schlafenszeit erfolgen, aber auch mittels Bilderbüchern zum Thema. Wie etwa dem vorliegenden Buch "Jakob und Conni haben (keine) Angst im Dunkeln?!".
Die Figuren Jakob und Conni begleiten Kinder bereits seit Jahren durch die Kindheit und greifen Themen auf, die sie beschäftigen und ähnlich erleben. Dazu gehört auch die Angst im Dunkeln. In der vorliegenden Geschichte ist es Jakob, der sich vor der Dunkelheit und der Nacht fürchtet. Dunkelheit findet sich aber nicht nur in der Nacht, sondern auch tagsüber in selbstgebauten Höhlen oder im Keller. Im Spiel mit seinen Freunden erfährt Jakob, dass es auch anderen ähnlich geht. Damit wird Kindern gezeigt, dass ihre Ängste ganz normal sind und sie sich dafür nicht schämen müssen. Dadurch können sie sich mit der Angst auseinandersetzen und überlegen, wie man sie überwinden kann. Genau das tut auch Jakob in der Geschichte und bekommt dabei Unterstützung von seiner Schwester und seinen Eltern.
Mit seiner einfachen und kindgerechten Sprache erreicht das Buch bereits Kleinkinder. Sie erfahren, dass ihre Sorgen und Ängste ganz normale Alltagssituationen sind. Durch das weitgehende Heraushalten von Erwachsenen und das Miteinander mit Gleichaltrigen fühlen sich Kinder in ihrem Selbst bestärkt. Dadurch finden sie auch den Mut, sich der eigenen Angst zu stellen.
Das Bilderbuch präsentiert sich als Pappbilderbuch und wird für Kinder ab 30 Monaten empfohlen. Um es für seine kleinen Leser noch etwas spannender zu machen, wurden ihm Klappen beigefügt.

"Jakob und Conni haben (keine) Angst im Dunkeln!?" ist ein weiteres tolles Bilderbuch der Reihe "Jakob". Die Geschichte setzt sich altersgerecht mit dieser Angst auseinander, zeigt, dass es auch anderen Kindern ähnlich geht und, dass man sich nicht dafür schämen muss. Spielerisch und als Geschichte verpackt hält es zudem ein paar Anregungen bereit, wie man seine Angst vor der Dunkelheit überwinden kann. Das Buch erreicht Kinder und bestärkt sie, es ihrem kleinen Helden Jakob nachzumachen.

Details

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