Der Weihnachtswichtel und der kleine Bär

von Kerstin M. Schuld
Rezension von Janett Cernohuby | 03. November 2017

Der Weihnachtswichtel und der kleine Bär

Weihnachten ist die Zeit der Wunder und die Zeit der Heimlichkeiten. Davon handelt schon ein altes Kinderlied, das von verschwundenen Puppen, Teddys und Eisenbahnen erzählt, die dann zu Weihnachten wieder auftauchen. Ähnlich geht es auch in Kerstin M. Schulds Pappbilderbuch "Der Weihnachtswichtel und der kleine Bär" zu.

Der verlorene Teddy

Draußen schneit es und der kleine Wichtel arbeitet eifrig in seiner Werkstatt. Da geht das Feuer aus und der Wichtel stellt fest, dass sein Brennholz alle ist. Also geht er in den Wald, um neues zu holen. Dort sieht er ein paar Kinder mit ihrem Vater, die gerade einen Weihnachtsbaum holen. Unweit dieser Stelle entdeckt der Wichtel einen Teddybären, den die kleine Ida verloren hat. Schnell macht sich der Wichtel auf den Weg, um den Teddy zurückzubringen, denn er weiß, dass Ida ihren Bären fürchterlich vermissen wird. Rechtzeitig zur Bescherung kommt er bei ihrem Haus an und setzt den Teddy heimlich unter den Baum. Welche eine Freude für die kleine Ida!

Eine herzige Wichtelweihnachtsgeschichte

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der zauberhaften Geschichten. Eine solche bietet Kerstin M. Schuld mit diesem Pappbilderbuch ihren jungen Lesern ab zwei Jahren. Sie erzählt von Schnee, Wichteln und den letzten Weihnachtsvorbereitungen. Das ganze wird noch mit etwas Dramatik angereichert, wenn plötzlich ein süßer Teddybär verloren im Wald liegt. Ein jedes Kind wird nachvollziehen können, wie traurig die kleine Ida jetzt wohl sein wird. Ihr geliebter Teddy ist verschwunden und kann nirgends gefunden werden. Eine Situation, mit der bestimmt schon viele Kinder auf ähnliche Art konfrontiert waren. Doch wie immer wendet auch hier sich alles zum Guten und Ida bekommt am Ende ihren Teddy zurück. Hier folgt nach der Dramatik das große Happy End. Die Freude, als Ida ihr geliebtes Kuscheltier unter dem Weihnachtsbaum sitzen sieht. Auch das ist wieder eine Situation, mit der sich wirklich jedes Kind identifizieren kann.
Kerstin M. Schuld greift einfache Bilder auf und verpackt sie in einer tollen Weihnachtsgeschichte für Kleinkinder. Sie erzählt vom Verlieren und Wiederfinden geliebter Spielzeuge. Sie erzählt von kleinen Wichteln und den großen Weihnachtswundern, die es in der Vorstellung der Kleinkinder noch gibt. Um dem Ganzen einen besonderen Klang zu verleihen, verpackt sie ihre Weihnachtsgeschichte in wunderschöne Reimform. Diese bringt beim Vorlesen eine besondere Melodik mit. Der stets gleiche Schluss, "so fröhlich/freudig/freundlich wie nur er [der Wichtel] es kann", lädt die Kleinsten ganz schnell dazu ein, diese gleichen Abschlussverse bald mitzusprechen. Auch sind solch wiederkehrende Textstellen bei Kindern immer sehr beliebt und kommen gut an.

Der Weihnachtswichtel und der kleine Bär

"Der Weihnachtswichtel und der kleine Bär" ist ein wunderschönes Pappbilderbuch für Kinder ab zwei Jahren. In tollen Reimen erzählt es eine stimmungsvolle Winter-Weihnachtsgeschichte mit dramatischen Momenten und glücklichem Ende. Es ist ein herziges Buch, das Kinder wieder und wieder vorgelesen haben wollen.

Details

  • Autor/-in:
  • Verlag:
  • Genre:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    09/2017
  • Umfang:
    16 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Alter (Kleinkind):
    24 Monate
  • ISBN 13:
    9783789104510
  • Preis:
    5,99 €

Bewertung

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