Das bin ich: Ich zeig es dir

Antolin Quiz
von Birgit Antoni, Heinz Janisch
Rezension von Janett Cernohuby | 15. August 2014

Das bin ich: Ich zeig es dir

Bereits nach wenigen Lebenswochen beginnen Babys damit, ihren Körper zu entdecken. Zuerst nehmen sie ihre Hände wahr und dass sie mit ihnen nach allerlei greifen können. Freilich vergehen noch viele Monate, bis sie Körperteile oder andere Dinge benennen können. Dieses Benennen gehört mit zu den ersten Sprachübungen und Spielen, die Erwachsene mit Kleinkindern machen. Und sie werden lange Zeit ein beliebtes Spiel bleiben. Mit dem Pappbilderbuch "Das bin ich: Ich zeig es dir" kann man dieses Spiel noch etwas erweitern.

Denn hier wird Seite für Seite unser Körper in seiner äußeren Erscheinungsform vorgestellt. Zuerst der Kopf mit Haaren, Augen, Ohren, Nase und Mund, anschließend geht es um Hals, Arme und Bauch, dann hinab zu den Füßen. Dafür wurde jedem Körperteil eine Doppelseite gewidmet. Auf dieser wird, begleitet von Kindern und Tieren, der jeweilige Körperteil vorgestellt und seine Besonderheiten beschrieben. Zum einen gescheit das mit lustigen, zweizeiligen Versen, zum anderen mit vielen Illustrationen. Auf diesen zeigen sowohl Kinder als auch Tiere, dass man mit Nasen riechen, Ohren hören und mit den Augen sehen kann. Von der Frisur hat jeder seine eigene und mit den Händen streicheln wir lieber, als dass wir kratzen. So entstehen zudem auch Gegenüberstellungen, wie wir Menschen die unterschiedlichen Körperregionen einsetzen und wie die Tiere es tun.

Keine Sorge, diese Gegenüberstellungen geschehen auf sehr witzige, verspielte und kindgerechte Weise. Hier wurden nicht nüchtern Kinder und Tiere nebeneinander gestellt und dann mit einem roten Pfeil auf den zu vergleichenden Hals gezeigt. Vielmehr betrachtet ein Kind Tierportraits, die stolze und unterschiedliche Hälse präsentieren. Sehr beliebt bei unseren Testlesern war übrigens die Po-Seite. Zwischen Kuh und Elefant reckt frech ein kleines Mädchen seinen Windelpo dem Betrachter entgegen, während man im lustigen Spruch zur Seite davon liest, wie der Popo nach dem Weg zum Klo fragt.
So kommen wir auf eine nächste, unserer Meinung nach positive Besonderheit des Buches. Denn wird oftmals der Fokus auf eine Gruppe von Tieren gerichtet (Haustiere, Zootiere, Waldtiere, Insekten), werden diese im vorliegenden Buch bunt gemischt. Da stehen Hängebauchschweine zwischen Nilpferden und Eisbären, Pinguine watscheln zusammen mit Enten, Zebras und Spinnen stolz durchs Bild. Das alles betont den lockeren und heiteren Charakter des Buches und lässt es zu einem einzigartigen Werk werden. Doch auch wenn so viele verschiedene Tiere auf den jeweiligen Seiten anzutreffen sind, sind die Illustrationen klar, deutlich und auf ihre Weise minimalistisch. Der Fokus liegt klar auf den Merkmalen des jeweils behandelten Körperteils. Es gibt keine Details, keine Gegenstände, die eine Landschaft, einen Raum oder einen Ort erkennen lassen. So können sich die Kinder beim Betrachten ganz auf das eigentliche Thema, den Körper, konzentrieren, ihn benennen und vielleicht auch lernen, wozu man die einzelnen Körperteile braucht. Doch auch die Tiere werden benannt und natürlich lautstark nachgeahmt.

Somit entspricht "Das bin ich: Ich zeig es dir" in seiner Konzeption und seiner Umsetzung dem, was Kleinkinder bei einem Buch erwarten. Es ist lustig, bunt, unterhaltsam und zeigt mit seiner Illustration jede Menge Tiere, die man freudig benennen und nachahmen kann. Zudem wartet die letzte Seite nicht nur mit der Tatsache auf, dass jeder von uns ein Wunder ist, sondern hält auch eine kleine Überraschung bereit, welche sofort zum Highlight wird. Eltern kann man dieses Buch nur wärmstens empfehlen, da es eine nicht nur Kleinkinder anspricht und seine Betrachter lange an sich fesselt.

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