10 kleine bange Monster

von Markus Reyhani, Constanze von Kitzing (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 22. Februar 2018

10 kleine bange Monster

Jeder hat einmal vor irgendetwas Angst. Vor kleinen, unscheinbaren Ereignissen, vor großen Dingen. Angst ist nichts, wofür wir uns schämen müssen. Aber Angst ist etwas, dem man sich stellen und die man überwinden kann. So wie die zehn kleinen Monster aus Markus Reyhani und Constanze von Kitzings Pappbilderbuch "10 kleine bange Monster" es auch tun.

Monster haben keine Angst

Monster sind vieles: gruslig, schaurig, liebenswert, frech, unpünktlich. Aber eines sind sie garantiert nicht: ängstlich. Oder vielleicht doch? Die zehn kleinen Monster in dieser Geschichte sind schon sehr ängstlich. Sie fürchten sich vor Gewittern, vor Arztbesuchen, vor Hunden, vor Badewannen, vor der Dunkelheit und so weiter. Zum Glück trauen sie sich, sich dieser Angst zu stellen. Am Ende sind sie dann zehn kleine mutige Monster.

Ängste witzig und spielerisch thematisiert

Nach ihrem Pappbilderbuch "10 kleine Miesepeter" greifen die beiden Autoren Markus Reyhani und Constanze von Kitzing das Konzept ein weiteres Mal auf und verpacken darin ein weiteres Thema aus dem Kleinkinderalltag: die Angst.
Angst ist bei Kindern nicht ungewöhnlich. Viele fremde, vielleicht noch unbekannte Situationen verunsichern sie. Das rührt oftmals daher, dass sie die Dinge, die auf sie zukommen, nicht einschätzen können. Spricht man drüber, verfliegt diese Angst recht schnell. So auch bei den kleinen Monstern im Pappbilderbuch. Sie haben vor ganz vielen Dingen Angst, die Kinder auch aus ihrem alltäglichen Leben kennen. Dadurch fühlen sie sich vom Buch gleich angesprochen und lassen sich sofort darauf ein. Dabei erfahren sie, dass die kleinen Monster sich mutig den "Gefahren" stellen und merken, dass es gar nichts zu fürchten gibt.
Diese Botschaft transportiert Markus Reyhani wieder mit witzigen Reimen, die an das alte, bekannte Kinderlied "Zehn kleine Negerlein" erinnern. Von zehn bis eins wird hier rückwärts runtergezählt, bis sich am Ende zehn tollkühne Monster zu einer großen Party treffen. So lernen Kinder nebenbei noch spielerisch das Zählen.
Allerdings muss man einräumen, dass die Reime nicht immer geglückt sind und insbesondere das Versmaß der letzten Zeile nicht immer passt. Inhaltlich jedoch funktionieren sie sehr gut und daher wird man über diesen einzigen Kritikpunkt hinwegsehen.
Constanze von Kitzing zeichnete die Bilder zu den Versen. Ebenfalls sehr witzig und vor allem altersgerecht greift sie das jeweilige Thema des Verses auf. Ihre Monster sind niedlich und keineswegs furchteinflößend. Kinder werden sie sofort ins Herz schließen und mit Begeisterung die Bilder anschauen.

Kurz gefasst greift das Pappbilderbuch "10 kleine bange Monster" von Markus Reyhani und Constanze von Kitzing ein typisches Kinderthema auf: Angst und die Überwindung der Ängste. Sehr humorvoll und lustig erzählen sie von kleinen Monstern, die ähnliche Ängste haben, die Kinder auch kennen. Die Monster stellen sich tapfer ihrer Angst.
Ein tolles Pappbilderbuch, das vielen Kindern jede Menge Spaß machen wird.

Details

Bewertung

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